Die Wurzeln liegen in den USA. Dort hat das Streben nach mehr Lebensraum auf Rädern einst Autos wie Pontiac Trans Sport oder Chrysler Voyager hervorgebracht. Und obwohl der Wunsch nach mehr Raum in der Neuen Welt gerne mit schierer Größe beantwortet wird, sprechen Amerikaner da vom Minivan.
Variabilität und intelligente Nutzung des Innenraums
Europäer und Japaner übernahmen zwar die Idee, stutzten aber das Format auf hiesige Verhältnisse zurecht. Mit 4,50 Meter Länge ist der Mazda 5 schon der Goliath in einer Klasse, die hierzulande als Kompaktvan firmiert. Der Ford C-Max ist sogar noch 13 Zentimeter kürzer. Doch schließlich kommt es darauf an, was man aus der Grundfläche macht. Und da sind vor allem Variabilität und intelligente Nutzung des Innenraums gefragt.
Dabei können bis zu sieben Sitzplätze herauskommen. Der Opel Zafira etwa hat das Flex7-System mit zwei im Boden versenkbaren Einzelsitzen bereits in der Grundausstattung, während beim Mazda 5 ein vergleichbares System zum 850 Euro teuren Travel-Paket oder zur Top-Ausstattung wie im Testwagen gehört. VW berechnet für zwei zusätzliche versenkbare Einzelsitze im Touran 685 Euro extra. Vielköpfige Gruppen spielten in den Überlegungen der C-Max-Planer hingegen keine Rolle.
In Sachen Variabilität legt der Mazda die Latte ziemlich hoch. In der zweiten Reihe glänzt er mit längs verschiebbaren Einzelsitzen, wobei allerdings das schmale Mittelteil mit dem linken Außensitz verbunden ist. Pfiffiges Detail: Unter dessen Sitzfläche lässt sich das zentrale Polster komplett wegklappen und dafür alternativ eine Ablage aus dem rechten Pendant herüberklappen. Die Plätze ganz hinten sind freilich eher Notsitze, obwohl die davor liegenden Sitze, per Schlaufenzug entriegelt, nach vorn bewegt werden können, was den Ausstieg erheblich erleichtert.
Ein enormer Vorteil in engen Parklücken sind dabei die serienmäßigen Schiebetüren – ein Alleinstellungsmerkmal des Mazda 5. Für 770 Euro Aufpreis lässt sich der Komfort mit einer elektrischen Betätigung noch auf die Spitze treiben.




