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Vergleichskampf unter Brüdern

Der 115 PS starke BMW 316 ti Compact bekommt mit dem gleich starken und gar nicht mal so viel preiswerteren Mini Cooper Konkurrenz aus dem eigenen Konzern.

26.12.2001

Die Wiedergeburt des Mini drängt den bisher kleinsten BMW, den 316 ti Compact, in die Rolle des großen Bruders, dem plötzlich nicht mehr so viel Aufmerksamkeit zuteil wird wie bislang. Alles dreht sich nur noch um den süssen Nachwuchs mit den Kulleraugen.

Ist die Eifersucht auf das Nesthäkchen begründet, oder braucht der Dreier sich gar keine Sorgen zu machen, weil er, nachdem die erste Mini-Euphorie verflogen ist, wieder die Anerkennung erhält, die ihm aufgrund seiner erwiesenen Qualitäten zusteht?

Fest steht, dass ein Dreier Compact wohl niemals wie ein Mini Auslöser spontaner Sympathie-Bekundungen sein wird. Trotzdem haben die beiden Kompakten mehr Gemeinsamkeiten, als es auf den ersten Blick scheint: Ihre Motoren leisten jeweils 115 PS, ihre Karosserien haben nur zwei Türen, und sie sollen beide viel Fahrspaß vermitteln.

Für sich betrachtet und im Vergleich mit seinen Klassenkameraden ist schon der Dreier ein sehr fahraktives Auto. Der Eindruck von Agilität und Fahrdynamik relativiert sich aber schnell, wenn man die ersten Kurven in einem neuen Mini umrundet hat.

So spontan reagieren sonst nur Mittelmotor-Roadster auf Lenkbefehle. Dabei ist der Mini vollkommen neutral und schiebt nur im Extremfall gleichmäßig über alle vier Räder. Auch bei Lastwechseln verhält er sich absolut gutmütig und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

Dass der Mini bei der Fahrsicherheit trotzdem Punkte abgeben muss, liegt daran, dass in den ersten Monaten nach dem Verkaufsstart eine Fahrdynamikregelung überhaupt nicht lieferbar ist. Dabei kann ESP in unvorhersehbaren Situationen, vor allem bei plötzlich wechselnden Reibwerten in Kurven und im Winter, gerade für unerfahrene Mini-Lenker ein unentbehrlicher Rettungsanker sein. Das System soll erst Ende des Jahres – und dann auch nur gegen Aufpreis – verfügbar sein.
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Der Dreier Compact ist nicht nur wegen seines höheren Gewichts unhandlicher als der englische Neuling, sondern in erster Linie wegen der deutlich spürbaren Tendenz zum Untersteuern in schnell durchfahrenen Kurven.

Außerdem wankt der Dreier merklich mehr, als der beinahe ohne Seitenneigung durch jede Kurve wieselnde Mini. Die Lenkung des BMW agiert nach wie vor vorbildlich präzise, obwohl sie nicht ganz so direkt wie die schwergängige und leicht stößige Go-Kart-Lenkung des Mini ist.

Die Stärke des Mini liegt zweifellos in der überragenden Fahrdynamik, die darüber hinwegtröstet, dass der Motor zwar kultiviert ist, aber keinen sportlichen Biss hat. Gleichwohl verhilft er dem Mini zu etwas besseren Fahrleistungen, als sie der Dreier mit seinem 200 Kubikzentimeter größeren Aggregat erreicht.

Fazit

1. Mini - Mini Cooper - 31266
483 Punkte

2. Mini Cooper: Den Nachteil der kleineren Karosserie kann der Mini auch mit seinem Vorsprung im Antriebs-, Kosten- und Umweltkapitel nicht ausgleichen. Seine Stärken sind die ungemein handlichen Fahreigenschaften. Das fehlende ESP kostet Punkte.

2. BMW 316ti Compact
514 Punkte

Der kleinste Dreier ist das erwachsenere Auto. Das gilt sowohl für das Platzangebot als auch für den hochwertigen, ausgereiften Qualitätseindruck. Den Sieg bei der Fahreigenschafts-Wertung erringt er nur wegen des serienmäßigen ESP.

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