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Volvo XC70 gegen Audi A6 im Vergleichstest der Kombis

Mit den Allrad-Kombis Volvo XC70 und Audi A6 ins Gelände

23 Bilder

Volvo XC70 und Audi A6 Allroad — Familien-Allradler für das Kleine Abenteuer zwischendurch

26.06.2008 Powered by

 Ein Wunsch, den wohl ­jeder Allrad-Freund kennt: raus aus der Stadt und runter von der Autobahn, denn was hinter deren Lärmschutzwänden vom Schwarzwald bis zur Mecklenburger Seenplatte liegt, sieht man eh nicht. Stattdessen ab ins Grüne, buntes Laub aufwirbeln. Zumindest auf Feld- und Waldwegen. Sie fühlen sich angesprochen? Dann finden Sie mög­licherweise Gefallen an Autos wie Volvo XC70 oder Audi A6 Allroad. Beide versprechen mit rustikaler Optik und feiner Technik das kleine Abenteuer für zwischendurch.

Der wahre King of Country — wer von beiden verdient den ­Titel am ehesten? Ein Blick auf den jeweiligen Stammbaum: Der Volvo XC70 ist als Bruder des V70 längst ein guter alter Bekannter, er wird bereits seit 2001 angeboten. Zur Auswahl stehen Fünfzylinder-Diesel mit 185 PS und ein 210 PS kräftiger 2,5-Liter-Turbobenziner. Letzterer kos­tet mindestens 40 700 Euro, der Selbstzünder startet 1300 Euro darunter. Wesentlich jünger die bayrische Konkurrenz: Der auf dem A6 Avant basierende All­road erweitert erst seit diesem Frühjahr das Audi-Programm. Für ihn gibt es gleich vier Kraftquellen: zwei Benziner (3.2 FSI/255 PS/48 800 Euro und 4.2 FSI, 350 PS, 66 400 Euro) sowie zwei Diesel (2.7 TDI, 180 PS, 47 800 Euro und 3.0 TDI, 233 PS, 48 900 Euro).

Zum Vergleich treten XC70 und A6 Allroad mit Diesel-Power und Automatikgetrieben an. Eine Kombination, die onroad neben relaxtem Reisen zugleich erträgliche Tankrechnungen verspricht. Geht die Rechnung auf? Die Antwort lautet in beiden Fällen: Ja. Der kantigere Schwede wird durch einen Reihenfünfzylinder mit 2,4 Liter Hubraum in Fahrt gebracht. Dieser ist zwar nominell etwas stärker als das V6-Aggregat im Audi, erreicht aber sowohl seinen Drehmoment- als auch Leis tungszenit jeweils erst ein paar 100 Kurbelwellenumdrehungen später (siehe Daten Seite 36). Obwohl der XC70 knapp 170 Kilo weniger auf die Waage bringt als der A6 Allroad, kann er diesem bei den Be schleu ni gungs prüfungen nicht davonfahren. Im Gegenteil: Der Audi ist auf der Autobahn nicht nur in der Endgeschwindigkeit 10 km/h schneller, er startet zudem flinker von der Ampel weg und er ledigt Überholvorgänge noch einen Tick souveräner als der Volvo. Subjektiv merkt man den Unterschied allerdings nur im direkten Duell, zumal der Volvo mit seinem besonders kernigen Sound akustisch einen sportiveren Eindruck hinterlässt. Und der jeweilige Verbrauch? Der Volvo schluckte auf der AUTO-Testrunde 8,8 Liter, der Audi hielt mit 9,1 Litern pro 100 Kilometer dagegen. Damit können Allroad-Piloten aufgrund des 80-Liter-Tanks (Volvo: 68 Liter) rund 110 Kilometer weiter fahren, bevor sie den nächsten Zapfhahn aufsuchen müssen.

Aber nicht nur deswegen ist der optisch vor allem an seinen Edelstahlblenden unterhalb der matt lackierten Stoßfänger, den gleichfarbigen Kotflügelverbreiterungen und an dem im Vergleich zum Standard-A6 glänzender verspiegelten Frontgrill erkennbare Country- Ableger onroad im Vorteil. Seine fünffach verstellbare serienmäßige Luftfederung verschafft ihm zugleich die bessere Straßenlage. Insbesondere im Automatic- und Dynamic-Modus flitzt er — die entsprechende Bereifung vorausgesetzt — genauso zielsicher um die Ecken wie der normale A6. Deutlicher Vorsprung für den Audi auch in Sachen Bremsen: Bei einem Notstopp aus Tempo 100 kommt er bis zu acht Meter früher zum Stehen als der Volvo. Letzterer war allerdings auf schmaleren, mit M+S gekennzeichneten 4x4-Reifen (Pirelli Scorpion STR) unterwegs. Die verzögern aufgrund ihrer Konstruktion erfahrungsgemäß schlechter als reine Straßenreifen wie die auf dem A6 Allroad montierten Dunlop SP Sport 01.

Im Gelände wendet sich das Blatt zugunsten des Volvo: Obwohl beide für harte Offroad-Trails nicht taugen, hat der XC70 die auch für seichte Querfeldein einlagen oft entscheidende Daumenstärke mehr Bodenfreiheit. Seine vorn wie hinten kürzeren Karosserieüberhänge und sieben Zentimeter weniger Radstand lassen ihn insgesamt besser über Stock und Stein klettern. Aber Achtung: Die mattsilbern schimmernden Blenden unterhalb der Stoßfänger des Volvo sind nur aus Kunststoff, außerdem können sich emporstehende Wurzeln eher an dem nicht ganz so glattflächig verkleideten Unterboden des Schweden verhaken. Das gilt auch für den Auspuff, speziell im hinteren Bereich des Wagens. Ansonsten haben beide Allradler ähnliche technische Voraussetzungen: variable Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse, aber weder zusätzlich aktivierbare Differentialsperren noch eine spezielle Getriebeuntersetzung. Der ­handgeschaltete Vorgänger des A6 Allroad hatte sie! Audi bietet zumindest noch gegen 1400 ­Euro Aufpreis einen verstärkten Triebwerkunterschutz und 18-Zoll-All-Terrain-Reifen an. Diese verbessern zwar die Geländeigenschaften, sind aber nur bis 210 km/h zugelassen und nicht schneekettentauglich.

Der Audi kehrt auf die Überholspur zurück, wenn es um die Kombi-Qualitäten geht. Er hat vorn wie hinten mehr Platz — und trotz des schrägen Hecks das größere Gepäckabteil. Wer jedoch Langes sicher im Auto transportieren will, schafft das besser mit dem Volvo. Nur bei ihm lässt sich auch die Lehne des Beifahrersitzes umklappen. Cleveres Detail im Schweden: Das unterm Dach angeschlagene herunterklappbare massive Trenngitter im Gepäckraum. Da können weder Hund noch Gepäck bei einer Vollbremsung nach vorn schießen. Dagegen unbefriedigend: Der XC70 darf nur magere 397 Kilo (A6 All road 514 Kilo) zuladen.

Stichwort Geld: Der A6 Allroad ist bei vergleichbarer Ausstattung teurer. Das gilt ebenso für die laufenden Kosten. Hier be lasten der laut Schwacke höhere Wertverlust und die schlechtere Versicherungseinstufung das Budget stärker als beim XC70.

Fazit

Trotz mehr oder weniger ­rustikaler Optik taugen die beiden Allrad-Kombis nicht für harte Offroadeinsätze. In Summe siegt der onroad ­bessere A6 Allroad, aber auch der XC70 hat seinen Reiz.

Technische Daten
Audi A6 Allroad Quattro 3.0 TDI
Grundpreis62.950 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4940 x 1898 x 1534 mm
KofferraumvolumenVDA565 bis 1680 L
Hubraum / Motor2967 cm³ / 6-Zylinder
Leistung230 kW / 313 PS (650 Nm)
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h5,6 s
Verbrauch6,7 L/100 km
Testverbrauch9,3 L/100 km
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