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BMW Hybridmodelle

BMW bringt 330e und 225xe

08.02.2016 Gefällt mir

BMW erweitert sein Produktportfolio um zwei Plug-in Hybridmodelle. Den BMW 330e und den 2er Active Tourer als 225xe. Bis 80 Km/h fahren die Hybridausführungen rein elektrisch.

Fahrzeuge in diesem Video: BMW 2er, BMW 3er

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Kaum hat BMW einen Hybriden im Angebot, wird das als Sensation gehandelt. Nur vergessen scheinbar viele Deutsche Fans, dass PEUGEOT den 3008er HYbrid4 schon einiges länger am Markt hat (hatte; das neue Modell kommt vorerst leider nicht mit Hybrid-Antrieb). Dieses Fahrzeug sieht heute noch immer nicht schlechter als der neue 225xe aus und fährt sich doch noch immer etwas sportlicher. Das System dieses Crossover/SUV stemmt ja immerhin knapp 1,8-Tonnen aber das dann fix. Der 2.0-Liter Diesel generiert 163 PS und 300 Nm Drehmoment. Der E-Motor an der Hinterachse (4x4 mit guter Leistung in Schnee, Matsch, Sand und auf Feldwegen mit entsprechender Bereifung; leider etwas geringe Bodenfreiheit für echtes Gelände, das aber kann der BMW ebenfalls nicht und kostet zudem massiv mehr bei gleichwertiger Ausstattung) nochmals 37 PS. Insgesamt bringt es dieses Hybridsystem auf 450 Nm Drehmoment und entsprechenden Vortrieb mit zackigem Ampelstart und rasanten Überholvorgängen auf Landstrassen. Da sieht mancher Tiguan etc. recht alt aus (ebenfalls mit 2-Liter-Motoren natürlich). Zudem läuft der PSA-Motor sehr ruhig und das Ein-/Ausschalten ist kaum spürbar. Ganz im Gegensatz zu den etwas rauheren BMW oder noch rauheren VW-Motoren. Da haben PSA zusammen mit BOSCH damals schon sehr gute Arbeit bei der Systemabstimmung geleistet. Statt 40 Km mit E-Antrieb gibt halt nur 4 Km, dafür praktischen Ein-Pedal-Betrieb dank ausreichender Rekuperation und sehr gute Bremsschonung. Das Fahrzeug macht vor allem auch im Stau Spass und in der Stadt, aber auch auf Bergstrecken, wo das System voll greift und eine aussergewöhnlich sportliche Fahrweise ermöglich. Der Wankausgleich sorgt zudem für einen stabilen Aufbau und die Lenkung ist bei den jüngeren Modellen nicht mehr schwammig in der Mittellage, also dem BMW 225xe absolut ebenbürtig, nur eben mehr Ausstattung und Luxus zum kleineren Preis. Die Verarbeitung kann sich ebenfalls locker vergleichen und der Innenraum sieht weit mehr nach echter SUV aus als bei MINI oder 225xe; schon die Porsche-ähnliche, hohe Mittelkonsole mit riesigem Kühlfach und Handgriff für den Beifahrer ist hohe Schule im Design. Leider ist dabei einzig die untere Sitzfläche für grosse Fahrer etwas zu kurz geraten, was bei BMW besser gelöst ist. Hinten sitzen die Passagiere bequem mit einer grossen Mittelarmlehne mit den heute üblichen Becherhaltern und der Durchreiche zum Kofferraum. Der Kofferraum im HYbrid4 ist geringfügig kleiner als bei den normalen Ausführungen (NiMh-Akku) und ist aber bis zum umklappbaren Beifahrersitz topfeben. Da kann der 225xe nicht mithalten und auch meine grosse Schmidt-Doppel-Hundebox passt nicht mehr in den BWM, weder in den 225xe noch den X1 und schon gar nicht in den Coutryman. Der "sportliche" Hybrid (der E-Motor spart mit [6.8 Liter Diesel Echtverbrauch bei sportlicher Fahrweise und das RaceChip-Tuning bringt tatsächlich Verbrauchsvorteile bei wesentlich mehr Leistung] weist bei mir meist etwa 50%-60% Hybridanteil aus. Das System hat aber nicht die geringste Ähnlichkeit mit einem Flügellahmen Toyota und ist in diesem Modell eher ein Booster neben dem Turbo-Lader. Einziger Minuspunkt ist das automatisierte PSA-6-Gang-Getriebe, das im Sport-Modus genau im falschen Moment schaltet. Das schliesst auf einen Abstimmungsmangel, der aber recht störend ist. Hat sich zwar nach dem ersten, grossen Service verbessert, obwohl die Garage angeblich kein Softwareupdate geladen hat. Wem das noch nicht genügt, der rüstet wie gesagt mit dem RaceChip-Tuning nach und fährt einem BMW X1er oder X3er oder 225xe mit Sicherheit nicht hinterher. 500 Nm Drehmoment (Maximal) und 250 PS Systemleistung das macht richtig Spass, weil das wohl gerade in Deutschland niemand von einem Franzosen erwartet. Der alte 3008er hat sich zudem angenehm von der SUV-Manie des Markets und dem neuen Modell abgehoben, war viel eher ein kleinerer Porsche Macan ohne Falten und Rümpfe in der Karosse und ohne aufgeklebte Plasticteile rund herum. Einfach ein grundehrliches und gutes Auto, dass der Hersteller leider unter Preis verkauft hat, das aber schon fast die ganze, nervige Aufpreisliste bei BMW bereits umfasst und zwar ab Werk. Fast hätte ich es Vergessen, nämlich das riesige Glasdach ohne Steg und bis zu den hinteren Sitzen. Das bietet vor allem Kindern hinten riesigen Spass und erneut hätte das niemand erwartet, genausowenig wie die serienmässigen Sonnenrouleaux in den Türen, Fernbedienung der hinteren Sitzbanklehnen aus dem Kofferraum, Umfeldbeleuchtung beim Ein-/Aussteigen, Headup-Display und kein so lächerliches iPad auf dem Armaturenbrett, sondern ein Teil das automatisch hochfährt und eine Spur besser im Blickfeld liegt, perfekt funktionierende Bluetooth-Schnittstelle für Telefon (Batteriestand, Empfangsstärke, Kontakte), leider können Kontakte nicht direkt ins Navi übernommen werden, was schade ist. Freisprecheinrichtung ist aber Standard und auch der Notrufknopf direkt zu PSA sowie die Notfunktion bei Unfällen, welche selbständig reagiert. Dazu riesige Ablagen, Handschuhfach, Kühlfach in der Mittelkonsole sogar für grosse Flaschen, Hill Holder zum Anfahren am Berg, automatische Parkbremse, Schaltwippen am Lenkrad und noch einige Details mehr, die es bei BMW auf für Aufpreis nicht zu kaufen gibt.

Lifecoach 1. November 2016, 21:30 Uhr