Adrian Sutil Force India

Adrian Sutil

Adrian Sutil

Adrian Sutil ist nicht gerade der typische Formel 1-Pilot. Mit 1,83 Meter Körpergröße überragt er die meisten seiner Kollegen um Längen. Der Regenspezialist spricht außerdem drei Sprachen fließend und sein Talent für Musik sucht in der Welt des Motorsports seinesgleichen.

Adrian Sutil begann seine Kartkarriere relativ spät im Alter von 13 Jahren. Doch der Bayer lernte schnell und fand nach einigen Meistertiteln im Junior-Bereich 2002 den Einstieg in die Schweizer Formel 3-Serie. Dort gewann er auf Anhieb jedes Rennen, wurde überlegener Meister und sicherte sich so einen Platz in der Formel BMW Nachwuchsserie.

Nach einem sechsten Platz ging der Aufstieg in 2004 in die Formel 3 Euroserie weiter. Beim Team von Colin Kolles konnte Sutil allerdings nur zweimal in die Punkte fahren. Erst beim letzten Rennen der Saison am Hockenheim bekam der Starnberger eine Chance bei ASM. Mit der Pole Position im Qualifying nutzte er sie perfekt. "Wenn das nicht so gelaufen wäre, wäre ich heute nicht in der Formel 1", blickt Sutil zurück.

2005 durfte Sutil die ganze Saison bei ASM fahren und schon lief es deutlich besser. Hinter Teamkollege Lewis Hamilton wurde Sutil Vizemeister und wechselte anschließend in die japanische Formel 3. Dort gewann er die Meisterschaft mühelos und erhielt anschließend ein F1 Cockpit beim Midland-Nachfolgerteam Spyker.

Sutil steigt bei Spyker in die Formel 1 ein

Wie schon im ersten Formel 3-Jahr hieß der Teamchef erneut Colin Kolles, als Sutil im März 2007 sein Formel 1-Debüt gab. Mit einem unterlegenen Auto konnte Sutil zwar Teamkollege Christijan Albers im Qualifying schlagen, im Rennen kam der Deutsche allerdings mit zwei Runden Rückstand auf Sieger ins Ziel. Der Trend des viel zu langsamen Autos sollte sich über die gesamte Saison fortsetzen, auch wenn Sutil sein Potenzial immer wieder aufblitzen ließ.

So konnte der Hobby-Pianist im Regentraining von Monaco im Mai eine überraschende Bestzeit fahren. In Belgien gelang es Sutil sogar, auf der Strecke einige Konkurrenten zu überholen. Der Höhepunkt folgte beim drittletzten Rennen der Saison in Japan, als er im strömenden Regen von Fuji den ersten WM-Punkt seiner Karriere einfahren konnte.

Aufstieg mit Force India

2008 wurde das Spyker-Team vom indischen Milliardär Vijay Mallya übernommen und in Force India umbenannt. Nachdem die Teamleitung Sutil im Vorjahr gleich mehrere junge Teamkollegen zur Seite stellte, besetzte mit Giancarlo Fisichella nun ein gestandener F1-Pilot das zweite Cockpit.

Für Sutil sollte die Saison allerdings ohne WM-Zähler dafür aber mit umso mehr Enttäuschungen enden. Einen Höhepunkt hatte das Jahr 2008 allerdings zu bieten: Beim Traditionsrennen in Monaco war der Gräfelfinger sechs Runden vor Rennende auf Position vier liegend auf dem Weg in die Punkte. Doch dann wurde der Pechvogel von Kimi Räikkönen abgeschossen.

Sutil kommt den Top Ten nahe

Im Jahr 2009 ging es für Force India endlich voran. Mit seinem zweiten Platz in der Startaufstellung von Monza sorgte Sutil für das große Highlight. Mehr als die fünf Punkte für Platz vier im Rennen blieben ihm in der ganzen Saison aber nicht vergönnt. Für einen negative Schlusspunkt sorgte die Kollision mit Jarno Trulli in Brasilien.

Force India hatte gegen Ende der Saison einen bemerkenswerten Aufwärtstrend gezeigt, der sich auch 2010 fortsetzen sollte. In den ersten elf Rennen landete Sutil acht Mal in den Punkten. Sutil schien auf dem besten Weg zu einem Top Ten-Platz in der Fahrer-WM zu sein. Im zweiten Teil lief es aber nicht mehr ganz so gut. Das Auto kam nur noch selten in die Punkte und Sutil beendete die Saison knapp geschlagen auf Rang elf.

Das Ziel für die Saison 2011 war somit klar. Doch in diesem Jahr lag Freud und Leid bei Sutil nahe beinander. In den ersten Saisonrennen hatte er erhebliche Probleme mit seinem neuen Teamkollegen Paul di Resta. Dazu kamen persönliche Schwierigkeiten. In einem Shanghaier Nachtclub wurde Sutil in eine Auseinandersetzung verwickelt. Der Deutsche verletzte dabei einen Lotus-Renault-Mitarbeiter am Hals.

Sutil muss ein Jahr pausieren

Das Medieninteresse war nach der Affäre natürlich riesig. Lange waren die genauen Umstände nicht klar. Trotzdem riss sich Sutil nach der Sommerpause zusammen und startete einen bemerkenswerten Schlussspurt. Am Ende schlug er Di Resta nach Punkten in der Fahrerwertung und im Qualfying-Duell. Trotzdem verlor er seinen Platz beim Team an Ersatzmann Nico Hülkenberg. Auch Gespräche mit Williams und Lotus endeten ergebnislos, so dass Sutil plötzlich ohne Cockpit dastand.

In der Winterpause erwartete Sutil auch noch das Gerichtsverfahren wegen der Affäre beim GP China. In München wurde der Pilot der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Trotz der Vorstrafe blieb das gute Verhältnis zu seinem alten Rennstall bestehen. Und als Hülkenberg seinen Abschied zu Sauber bekannt gab, bot sich für Sutil die Chance zum Comeback.

Vor der Saison musste sich Force India zwischen Nachwuchsmann Bianchi und Sutil entscheiden. Bei den Testfahrten wurden beide Piloten ausprobiert. Am Ende bekam der Deutsche das Cockpit.

Das Jahr 2013 verlief eher durchwachsen für Sutil. Der Bayer landete auf Platz 13 der Fahrerwertung und musste sich im teaminternen Duell Paul di Resta (12.) mit 29 zu 48 Punkten geschlagen geben. Vier Mal sah Sutil nicht die Zielflagge, in insgesamt elf von 19 Rennen landete er nicht in den Punkten. Sein bestes Ergebnis erreichte er beim GP von Monaco. Im Fürstentum wurde Sutil nach einer beherzten Fahrt Fünfter. Dabei gelangen ihm auch ein paar sehenswerte Manöver, wie unter anderem gegen Fernando Alonso, den er in der Haarnadel überholte.

Für die Saison 2014 verlässt Sutil nach sechs gemeinsamen Jahren Force India. Seine neue Heimat: Sauber. Wie wird sich der Bayer im Schweizer-Team schlagen?

(Stand: 01/2014)

Aktuell Neuer Job als Williams-Ersatzpilot Sutil zurück in der Formel 1

Adrian Sutil hat einen neuen Job in der Formel 1 gefunden. Der ehemalige Sauber-Pilot wurde von Williams als Ersatzpilot für Felipe Massa und Valtteri Bottas verpflichtet.

Aktuell Fünf Fahrer bei Sauber Der Preis des Überlebens

Marcus Ericsson und Felipe Nasr haben das Rennen um die beiden Sauber-Cockpits vorerst gewonnen. Dank ihrer Mitgift. Sauber war zu diesem Schritt gezwungen. Es geht ums nackte Überleben.

Aktuell Vorschau GP Russland 2014 Formel 1 betritt Neuland in Sochi

Die Formel 1 fährt dieses Rennwochenende erstmals in Russland. In unserer Vorschau erfahren Sie alles über die neue Strecke auf dem Olympia-Gelände von Sochi und die Favoriten für die Premiere.

Aktuell Rennanalyse GP Japan 2014 Reagierte die Rennleitung zu spät?

Der Unfall von Jules Bianchi sorgte nach dem Rennen für Diskussionen. Hätte die Rennleitung das Rennen früher neutralisieren oder abbrechen müssen? Wir suchen nach Antworten auf die offenen Fragen.

Aktuell Adrian Sutil zum Bianchi-Crash "Ich habe es kommen sehen"

Adrian Sutil hat den schweren Unfall und die Bergung von Jules Bianchi aus nächster Nähe gesehen. Nach dem Rennen schilderte der Bayer seine Eindrücke – und erhebt Vorwürfe an die Rennleitung.

Aktuell Adrian Sutil frustriert "So nah wie nie am ersten WM-Punkt"

Adrian Sutil kämpfte in Hockenheim lange um die Punkte-Plätze. Dann beendete ein Dreher den Fight vorzeitig. Der Pilot war gleichzeitig frustriert aber auch ermutigt von der Leistung in Deutschland.

Aktuell Sauber-Fehler in Spielberg Chefmechaniker schickt falschen Funkspruch

Bei Sauber geht aktuell nicht viel nach vorne. Zum mangelnden Speed auf der Strecke kamen in Spielberg auch noch ungewöhnliche Fehler des Teams. Adrian Sutil erklärt, wie es dazu kam.

Aktuell Sauber-Pleite in Spielberg Peinlicher Fehler wirft Sutil zurück

Sauber muss weiter auf die ersten WM-Punkte des Jahres warten. Zum schlechten Speed des Autos gesellten sich in Spielberg krasse Pannen des Teams. Beide Fahrer wurden unverschuldet eingebremst.

Aktuell Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn "Das Potenzial ist absolut vorhanden"

Mit dem großen Update-Paket konnte Sauber in Barcelona noch nicht die ersten WM-Punkte einfahren. Teamchefin Monisha Kaltenborn lässt sich von dem enttäuschenden Resultat aber nicht entmutigen.

Aktuell Sauber verbessert Erste WM-Punkte in Reichweite

Sauber kam mit einem großen Update-Paket und großen Erwartungen nach Spanien. Der erste Trainingstag in Barcelona verlief vielversprechend. Noch ist aber Luft nach oben.

Aktuell Vettel, Rosberg & Co. Deutsche Fahrer mit Steigerungspotenzial

Nico Rosberg sieht Mercedes weiter an der Spitze. Sebastian Vettel erkennt Fortschritte. Nico Hülkenberg hofft auf Hilfe vom Heckflügel. Und Adrian Sutil blickt bereits auf Barcelona.

Aktuell Deutsche Piloten in Bahrain Hülk und Vettel hoffen auf Steigerung

Für die 4 deutschen Piloten lief es im Training mit unterschiedlichem Erfolg. Nico Rosberg hat nur einen einzigen Gegner. Bei Nico Hülkenberg und Sebastian Vettel gibt es noch Luft nach oben.

Aktuell Adrian Sutil chancenlos in Bahrain? "Wir haben überall Nachholbedarf"

Mit null Punkten aus den ersten beiden Rennen verlief der Start in die Sauber-Karriere für Adrian Sutil mehr als holprig. Am Piloten selbst liegt es nicht. Das Auto ist noch eine Baustelle.

Aktuell Adrian Sutil lernt schnell "Bräuchten eigentlich noch Zeit"

Adrian Sutil hat an seinem vorletzten Testtag vor dem Saisonstart immerhin 89 Runden und eine Renndistanz abgespult. Ganz perfekt vorbereitet auf den Saisonstart fühlt sich der 31-Jährige aber nicht.

Aktuell Adrian Sutil gespannt auf Melbourne "Das wird heiter zugehen"

Sauber konnte bei den Testfahrten bisher noch nicht überzeugen. Adrian Sutil hofft, dass er in der letzten Bahrain-Woche endlich mit Longruns und Setup-Arbeit beginnen kann.

Aktuell Adrian Sutil mit neuem Auto Sauber noch in der Experimentierphase

Adrian Sutil ist am ersten Testtag von Bahrain mit einem komplett veränderten Sauber ausgerückt. Das Ergebnis sah nur den ersten Blick ähnlich wie in Jerez aus. Der Pilot spürte einen Fortschritt.

Aktuell Technik-Analyse Sauber C33 Ein halb fertiges Auto

Sauber fuhr viel in Jerez, war aber langsam. Das Auto kam in einem halbfertigen Zustand zum Test. Einige gute Ideen konnte man aber bereits erkennen. Wir haben den Sauber C33 in der Technik-Analyse.

Aktuell Monisha Kaltenborn Sauber Komplett-Update für Bahrain

Die beiden Sauber-Piloten waren in der ersten Testwoche zumeist in den hinteren Regionen der Zeitentabelle zu finden. Für Teamchefin Monisha Kaltenborn kein Grund zu Sorge.

Aktuell Sauber C33 für die F1-Saison 2014 Das neue Schweizer Erfolgsmodell

Sauber hat am Sonntag (26.1.2014) seinen neuen Renner für die Formel 1-Saison 2014 vorgestellt. Mit dem C33 will man die enttäuschende Saison 2013 vergessen machen.

Aktuell Adrian Sutil exklusiv "Das Auto ist einfach eine Möhre"

Im Interview mit auto motor und sport spricht Adrian Sutil über verpasste Chancen in der Saison 2013, Probleme mit südamerikanischen Fahrern und den Ausblick in die Zukunft.

Aktuell Regen in Interlagos Sutil fährt früh, Hülkenberg spät

Adrian Sutil und Nico Hülkenberg spulten am Freitag ein unterschiedliches Programm ab. Sutil fuhr im ersten Training mehr, Hülkenberg legte den Fokus auf die zweite Session.

Aktuell Formel 1-Transfer-Karussell Acht freie Plätze, zehn Fahrer ohne Job

Für 2014 sind noch acht Cockpits frei. Dafür bewerben sich insgesamt zehn Fahrer. Zwei müssen also auf der Strecke bleiben. Doch wen erwischt es? Wir analysieren die Situation auf dem Transfermarkt.

Aktuell Maximale Punkteausbeute Force India überrascht mit Einstopp-Strategie

Force India hat es als einziges Team gewagt, den GP Abu Dhabi mit nur einem Stopp zu bestreiten. Der Plan ist aufgegangen. Adrian Sutil verbesserte sich von 17 auf 10, Paul di Resta von 11 auf 6.

Aktuell Sutil klagt über Force India "Wer braucht schon Entwicklung?"

Adrian Sutil konnte seit dem GP von Großbritannien nur drei Punkte einfahren. Force India hat schon lange keine Updates mehr gebracht. Sutil klagt: "Es läuft schon seit April keine Entwicklung mehr."

Aktuell Getriebewechsel nach Suzuka-Crash Adrian Sutil 5 Startplätze zurück

Adrian Sutil hat sich das Leben in Suzuka selbst schwer gemacht. Der Force India-Pilot beschädigte sich bei einem Trainingscrash am Samstag das Getriebe. Der Tausch kostet im Rennen 5 Startplätze.

1 2 3 ... 7 ... 11