Antonio Giovinazzi - Porträt - 2019 Alfa Romeo

Formel 1 Fahrer

Antonio Giovinazzi

Antonio Giovinazzi ist ein italienischer Formel 1 Fahrer, der für das Team Alfa Romeo an den Start geht. Wir stellen Ihnen den talentierten Mann aus Martina Franca im Porträt genauer vor.

Antonio Giovinazzi startete seine Motorsport-Karriere 2001 im Kart. Zehn Jahre kämpfte sich der Italiener erfolgreich durch verschiedene Meisterschaften, bevor es den Wechsel in die ersten Junior-Formeln gab. Weil Giovinazzi keine Sponsoren oder reiche Familienmitglieder im Rücken hatte, geriet die Karriere immer wieder in Gefahr.

2012 half die Familie seines indonesischen Teamkollegen Sean Gelael aus, als das Geld knapp wurde. Giovinazzi bedankte sich mit dem Meistertitel in der Formula Pilota China Series im Jahr 2012. Im Jahr danach ging es zurück auf den Heimat-Kontinent. Doch in der europäischen Formel-3-Serie wollte es nicht so recht laufen. Für das chancenlose Double-R-Racing-Team war Giovinazzi der einzige Pilot, der überhaupt punkten konnte.

Mit Gesamtrang 17 alleine konnte er aber noch keine weiteren Förderer auf sich aufmerksam machen, deshalb ging Giovinazzi auch noch im britischen Formel-3-Championat an den Start, wo er die Saison als Vize-Meister deutlich erfolgreicher abschloss. Damit sicherte sich der Italiener die weitere Unterstützung vom Gelael-Clan, was im Wechsel zum Formel-3-EM-Team Carlin mündete.

Vize-Titel in der Formel 3 und GP2

Mit deutlich besserem Material konnte Giovinazzi immer wieder Highlights setzen. 2014 fuhr er mit zwei Siegen auf Rang 6 in der Meisterschaft, 2015 wurde er in seiner dritten Saison Vizemeister – vor bekannten Namen wie Charles Leclerc, Lance Stroll, George Russell oder Alex Albon, die später auch alle den Sprung in die Formel 1 schaffen sollten.

Für Giovinazzi war die Zeit reif für den Aufstieg in die GP2. Wieder hätte er es ohne das Gelael-Geld wohl nicht geschafft. Und wieder wurden die Förderer nicht enttäuscht. Direkt in seiner Rookie-Saison für Prema-Racing sammelte Giovinazzi fünf Siege – mehr als alle anderen Piloten. Am Ende musste er sich nur Red Bull-Junior Pierre Gasly knapp geschlagen geben.

Nicht nur wegen dem italienischem Platz war Ferrari längst auf den schnellen Nachwuchsmann aufmerksam geworden. Giovinazzi wurde für die Nachwuchs-Akademie verpflichtet und als Testfahrter eingestellt. Dass es mit der Formel-1-Premiere aber so schnell gehen würde, konnte wohl auch der Pilot selbst nicht ahnen.

Durchwachsenes F1-Debüt im Sauber

Weil Sauber-Fahrer Pascal Wehrlein nach einem Crash in der Winterpause beim Saisonstart noch nicht einsatzbereit war, durfte Giovinazzi 2017 in Melbourne sein Debüt in der Königsklasse feiern. Mit Rang 12 legte der Rookie beim Sprung ins Kalte Wasser einen überzeugenden Einstand hin. Beim zweiten Rennen in Shanghai leistete sich Giovinazzi aber auch einige heftige Crashs. Damit war der letzte Eindruck, bevor er sein Cockpit wieder an Wehrlein abtreten musste, nicht ganz ideal.

Bis zum Ende des Jahres musste sich Giovinazzi mit Trainingsauftritten für das Ferrari-Kundenteam Haas begnügen. Auch 2018 konnten ihm die Verantwortlichen kein Stammcockpit bieten. Erst für die Saison 2019 ging bei Sauber eine Tür auf, weil Leclerc zur Scuderia gelotst wurde. Im mittlerweile in Alfa Romeo umbenannten Schweizer Rennstall bekam „Giovi“ mit Kimi Räikkönen einen prominenten Teamkollegen zur Seite gestellt, gegen den er sein Talent unter Beweis stellen kann.

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