Charles Leclerc - Porträt - 2019 Ferrari

Charles Leclerc

Charles Leclerc ist ein monegassischer Rennfahrer, der in der Formel 1 für das Ferrari-Team an den Start geht.

Charles Leclerc hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Im Alter von 8 Jahren startete der Mann aus dem Fürstentum am Mittelmeer seine Rennkarriere wie so viele Piloten im Kart. Neun Jahre lang kämpfte er sich erfolgreich von Titel zu Titel von nationalen in internationale Meisterschaften. Mit dem Aufstieg in die französische Formel Renault 2.0-Serie feierte Leclerc 2014 schließlich sein Debüt in einem richtigen Rennwagen.

Auch hier verlor der kometenhafte Aufstieg nicht an Schwung. In seinem Rookie-Jahr wurde Leclerc direkt Vizemeister. So ging es direkt ein Jahr später in die große Formel 3-EM, die er in der ersten Saison als Vierter abschloss. Mit Rang 2 beim Macau Grand Prix schrieb der Teenager auch international Schlagzeilen.

Auch Ferrari wurde auf den Youngster aufmerksam. 2016 wurde er in den Juniorenkader der Scuderia aufgenommen und durfte als Testfahrer auch erste Formel 1-Luft schnuppern. In der GP3 zeigte er den F1-Teambossen mit dem Meistertitel im Rookie-Jahr seine hohen Ambitionen. Auch der Aufstieg in die Formel 2 lief reibungslos. Mit acht Pole-Positions und sechs Siegen krönte sich der gebürtige Monegasse bereits vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi zum neuen Champion.

Erste F1-Station: Sauber

Man kann von einem glatten Durchmarsch sprechen. Die Belohnung: Ferraris-Nachwuchsmann bekam für 2018 einen Vertrag bei Sauber neben Marcus Ericsson. Privat hingegen musste Leclerc 2017 einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten. Am Mittwoch vor den Läufen in Aserbaidschan war sein Vater Hervé verstorben. Trotzdem trat der Sohnemann an. Er fuhr mit einer halben Sekunde Vorsprung die schnellste Qualifikationszeit, drehte die schnellste Rennrunde und gewann.

Für solche Heldentaten braucht man mentale Stärke. „Im Freien Training war es sehr schwer, mich zu konzentrieren“, führt Leclerc aus. „Mein Vater war das ganze Wochenende in meinem Kopf. Aber ich wollte ihn stolz machen und ehren. Genau das verdient er. Er hat so viel für mich geopfert. Die Situation hat mich stärker gemacht.“

Es war nicht das erste Unglück, das Leclerc zu verkraften hatte. Auch der Tod des Freundes und Ex-Rennfahrers Jules Bianchi quälte ihn. Jules Bianchi hatte 2010 geholfen, die Karriere des damals 13-Jährigen zu retten. Nach erfolgreichen Jahren im Kartsport fehlten plötzlich die Geldgeber: „Ich hätte aufhören müssen. Zum Glück sprach Jules mit Nicolas.“

Gemeint ist Nicolas Todt, Sohn von FIA-Präsident Jean Todt und Manager zahlreicher Fahrer. Todt nahm den Monegassen unter Vertrag. „Charles ist sehr reif für sein Alter und auf dem Boden geblieben. Er kommt aus einem guten Stall und hat mit Nicolas Todt den richtigen Manager“, sagt Guenther Steiner, Teamchef von Haas.

Leclerc wechselt früh zu Ferrari

Personen, die mit Leclerc schon zu tun hatten, beschreiben ihn als lernwillig und als Arbeiter. Er selbst sagt: „Ich arbeite so lange, bis etwas so ist, wie ich es brauche.“ Er lernte in der Ferrari Academy von Vettel und Räikkönen. Mittlerweile gehört er selbst zu der Riege der Top-Fahrer.

Schon in seiner Rookie-Saison bei Sauber konnte Leclerc die Verantwortlichen von Ferrari so sehr von seinem Talent überzeugen, dass er zur Scuderia befördert wurde. Mit 39 Punkten war der Neuling in einem nicht immer konkurrenzfähigen Auto auf Platz 39 der Fahrerwertung gerast. Zum Vergleich: Teamkollege Ericsson sammelte gerade einmal neun Zähler.

Auch Sebastian Vettel muss sich warm anziehen. Viele Experten trauen Leclerc direkt im ersten Jahr bei den Roten zu, dem Platzhirsch aus Heppenheim Paroli zu bieten.

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