Daniil Kvyat - Porträt - 2019 Red Bull

Formel 1 Fahrer

Daniil Kvyat

Daniil Kvyat ist ein russischer Rennfahrer, der in der Formel 1 für Toro Rosso an den Start geht. Wir stellen Ihnen den talentierten Youngster genauer vor.

Die Entscheidung der Red Bull-Veranwortlichen vor der Saison 2014, Daniil Kvyat zum Formel 1-Piloten bei Toro Rosso zu machen, kam für viele Experten überraschend. Eigentlich hatten die Fachmänner eine Beförderung von António Félix da Costa erwartet. Doch nicht der Portugiese erhielt den Zuschlag vom Red Bull-Junior-Team, sondern der Mann mit dem bubenhaften Gesicht aus dem russischen Ufa.

Seine Laufbahn leitete Kvyat, der bereits in jungen Jahren mit seiner Familie nach Italien zog, im Kartsport ein, wo er in der FIA-KF3-Europameisterschaft (2008 und 2009) den dritten Gesamtrang belegte, sowie Vizemeister der FIA-KF3-Asien-Pazifikmeisterschaft (2008) und der WSK-KF3-International-Series (2009) wurde.

Im weiteren Verlauf seiner Karriere machte der Red Bull-Nachwuchspilot unter anderem in der Formel BMW, Toyota Racing Series, der Winterserie der britischen Formel 3 und der Formel Renault 2.0 halt. In letzterer reichte es 2012 zum zweiten Platz hinter dem Belgier Stoffel Vandoorne. Parallel dazu sicherte sich Kvyat den Titel in der Formel Renault.

2013 folgte der Sprung in die GP3, einer Nachwuchsserie, die zum größten Teil im Rahmenprogramm der Formel 1 stattfindet. Kvyat gewann dort jeweils die Hauptrennen in Spa Francorchamps, Monza und Abu Dhabi, womit er sich zum Meister krönte. Parallel zur GP3-Saison bestritt er noch Gaststarts in der Formel 3-Europameisterschaft, wo er ebenfalls durch einen Erfolg im niederländischen Zandvoort zu überzeugen wusste.

F1-Debüt bei Toro Rosso 2014

Anschließend folgte wie schon erwähnt der unerwartet frühe Aufstieg in die Königsklasse. Als Teamkollege von Jean-Eric Vergne fügte sich Kvyat von Saisonbeginn gut ein. Der Youngster zeigte keine lange Eingewöhnungsphase. Vor allem im Qualifying konnte er seinen deutlich erfahrenen Teamkollegen ein ums andere Mal düpieren. In der Gesamtwertung zog Kvyat am Ende zwar mit 8:22 den Kürzeren, dennoch konnte er das Premierenjahr als Erfolg werten.

Als Sebastian Vettel im Oktober seinen Abschied zu Ferrari bekanntgab, stand schon die nächste Beförderung für Kvyat ins Haus. 2015 ging der Youngster nach nur 19 Rennen für Toro Rosso für das große Red Bull-Team an den Start. Mit Daniel Ricciardo bekam der Russe einen schnellen Teamkollegen. Vor allem zu Saisonbeginn sah man dem Neuling im Team die Nervosität an. Doch nach leichter Kritik von Helmut Marko konnte sich Kvyat immer mehr steigern.

Mit Platz zwei in Ungarn feierte er schließlich das erste Mal in seiner Karriere auf dem Podium. Mit deutlich konstanteren Leistungen in der zweiten Jahreshälfte schaffte es der etwas wortkarge Nachwuchsmann sogar noch, den erfahreneren Teamkollegen in der WM-Wertung zwei Punkte hinter sich zu lassen. Platz sieben im ersten Jahr beim A-Team konnte sich sehen lassen.

Degradierung von Red Bull zu Toro Rosso

Doch danach geriet die Karriere etwas ins Stocken. Der Startverzicht wegen technischer Probleme beim F1-Auftakt 2016 in Melbourne war schon ein schlechtes Omen. Auch ein dritter Platz beim Lauf in China wenig später konnte sein Cockpit nicht retten. Beim Europa-Auftakt in Spanien wurde Kvyat durch Max Verstappen ersetzt, der bei seinem Debüt prompt gewann.

Für Kvyat blieb nach der Demütigung nur noch der Rückzug zu Toro Rosso, wo der psychisch angeschlagene Pilot bis zu Saisonende nur noch vier Pünktchen einfahren konnte. Trotz des Abstiegs auf der Karriereleiter durfte Kvyat 2017 weiter machen. Doch irgendwie wollte der alte Glanz nicht mehr aufblitzen. Sechs Rennen vor dem Saisonende zogen die Verantwortlichen die Reißleine. Kvyat war raus aus der Formel 1.

Doch Totgesagte leben bekanntlich manchmal länger. Nach einem Jahr Pause 2018, das Kvyat als Simulatorfahrer für Ferrari verbrachte, bekam er von Red Bull noch einmal eine zweite Chance. Aus Mangel an Alternativen und wegen seiner großen Erfahrung bekam Kvyat für 2019 das zweite Cockpit neben Rookie Alex Albon. Will er die zweite Chance nutzen, muss er den Thailänder deutlich bügeln.

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