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Bruno Spengler

Spengler schwimmt auf der Erfolgswelle

Mit seinem zweiten Saisonsieg am Nürburgring  hat Bruno Spengler die Meisterschaftsführung weiter ausgebaut. Den Frankokanadier kann momentan anscheinend nichts stoppen. Mit 16 Punkten führt er vor Markenkollege Jamie Green.

Das Prädikat Traum-Schwiegersohn hat er schon längst inne. Der Titel in der DTM fehlt ihm allerdings noch. Bruno Spengler stieg als Überflieger in die DTM ein, musste Rückschläge hinnehmen, befindet sich nun wieder einmal auf dem besten Weg zum Titel.

Spengler ist bescheiden

Er selbst will trotz seines 16 Punkte großen Polsters auf Jamie Green und 19 Punkten Vorsprung auf Mattias Ekström sechs Rennen vor Saisonende allerdings noch nicht an den Triumph glauben. "Klar ist es gut, nach fünf Rennen soviel Punkte Vorsprung zu haben", meint Spengler. "Aber ich denke nur ans nächste Rennen. Und am Ende sehen wir dann, ob es reicht."

Spengler wirkt bescheiden. Dabei spricht seine Bilanz für sich. Bei jedem Rennen der Saison 2010 stand er auf dem Podium, damit sammelte er auch jedes Mal Punkte. Die meisten mit den Siegen auf dem Lausitzring und am Nürburgring. Wie so oft im Motorsport zählt Konstanz.

Spengler griff schon einmal nach dem Titel

Doch Spengler ist ein gebranntes Kind. Bereits im Jahr 2006, seiner zweiten DTM-Saison, griff er nach den Sternen. Er beendete die Saison acht Punkte hinter Bernd Schneider als Zweiter. 2007 war er noch näher am Titelgewinn - lediglich drei Punkte fehlten auf Mattias Ekström. 2008 und 2009 musste er sich dagegen wieder mit einer Nebenrolle begnügen und beendete die Meisterschaft als Fünfter und Vierter.
 
Spengler kann gerade deshalb wohl auch verstehen, wie sich Mattias Ekström nach diesem Wochenende fühlen muss. Nach einer eindrucksvollen Runde im Qualifying, die ihm die Pole-Position bescherte, wendete sich das Blatt im Rennen drastisch. Aber auch für Spengler war das Rennen nicht so einfach, wie es aussah. "Es hat ein bisschen angefangen zu tröpfeln, deshalb war ich mir nicht sicher, ob ich in der ersten Kurve links oder rechts bremsen soll. Da hat man schon so manchen in der Mauer gesehen. Deshalb war ich vorsichtig."
 
Diese Devise hat er sich auch für den Rest der Saison auf die Fahnen geschrieben. "Es ist noch ein langer Weg. Und es kommen noch viele verschiedene Strecken." Strecken, auf denen es Mercedes genauso gehen kann wie Audi am Nürburgring. Am Samstag noch Top, am Sonntag nur noch Flop. Während bei Audi nun lange Gesichter gezogen werden, ist Mercedes in Feierstimmung. "Heute Abend gilt Ausreiseverbot", ordnete Mercedes-Sportchef Norbert Haug an.

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