DTM

Audi-Doppelsieg in Brünn

Foto: DTM

Mit Husarenritten haben Mattias Ekström und Tom Kristensen Audi den ersten Doppelsieg der jungen Saison im Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) beschert. DTM-Titelverteidiger Ekström flog am Sonntag auf dem Autodromo Brno beim vierten Saisonlauf im tschechischen Brünn nach einigen Problemen beim Start förmlich zum Sieg vor dem Dänen Kristensen.

Ekström übernahm mit 27 Punkten die Führung in der Gesamtwertung vor dem diesmal viertplatzierten britischen Mercedes-Piloten Gary Paffett (24) und Kristensen (22). Als Tages-Dritter sicherte sich der frühere deutsche Formel-1-Pilot Heinz-Harald-Frentzen im Opel erstmals einen Podestplatz.

"Ich fühle mich auf dieser Strecke sehr wohl, weil hier einfach die geilste Atmosphäre herrscht. Der Audi-Doppelsieg ist natürlich ein Traum", jubelte der souveräne Sieger Ekström nach seinem ersten Saison-Erfolg und analysierte: "Am Anfang war es nicht einfach, weil vor allem Frentzen viel schneller war, als ich gedacht hätte."

Der Mönchengladbacher übernahm nach dem Rennbeginn sofort die Führung. Der Trainingsschnellste Paffett legte einen Frühstart hin und dkassierte prompt die fällige Zeitstrafe, die ihn weit zurückwarf. Frentzen, der den vierten Saisonlauf von Position zwei
aus begonnen hatte, wurde aber schon in der Folge vom Audi-Duo Ekström und Kristensen gejagt. Beide profitierten von Paffetts Strafe und dem Pech des Finnen Mika Häkkinen, dessen C-Klasse AMG-Mercedes bereits in der ersten Runde Probleme offenbarte und nach dem Boxenstopp wegen eines Plattfußes vom letzten Platz aus weiter fuhr.

Nach den ersten planmäßigen Boxenstopps des Führungs-Trios erfolgten auf der anspruchsvollen Brünner Strecke mit ihren vielen Bergauf- und Bergab-Abschnitten die erwarteten Attacken. Mit Erfolg: Erst Ekström und dann Kristensen gelang es kurz hintereinander in der 13. Runde, mit ihren vor allem auf den langen Geraden überlegenen A-4-Rennern, Frentzen im Opel zu überholen. Der Rückstand des Deutschen vergrößerte sich in der Folge ständig, die beiden Skandinavier fuhren vorne ein einsames Rennen. Hinter Frentzen kämpfte sich Paffett von hinten durch das Feld und raste noch auf Rang vier vor.

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