DTM Barcelona

Schneider vor Scheider

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Bernd Schneider hat am Samstag (20.9.) sensationell die Pole-Position beim Gastspiel in Barcelona erobert. Der Mercedes-Fahrer, der selbst keine Chance mehr auf den Titel besitzt, verwies die Meisterschaftsaspiranten Timo Scheider (Audi) und Paul di Resta (Mercedes) auf die Plätze zwei und drei.

Die weiteren Titelkandidaten Jamie Green (Mercedes) und Mattias Ekström (Audi) gehen am Sonntag von den Startplätzen fünf und sechs ins Rennen.

Auf der verkürzten Grand Prix-Strecke vor den Toren der katalonischen Metropole holte der fünffache DM-Champion Schneider die 25. Trainingsbestzeit seiner Karriere. Seine letzte Pole-Position liegt bereits mehr als drei Jahre zurück. Überraschend ist Schneiders Leistung im Training vor allem deswegen, weil er bei den bisherigen acht Saisonrennen nicht über Startplatz sechs hinausgekommen war.

Quali-Schwäche üerwunden

Der 44-Jährige, der Gerüchten zufolge seine DTM-Karriere am Ende der Saison beenden wird, war mit seiner Leistung "total happy. Das war nicht das, was man in diesem Jahr von mir erwarten konnte. Das Qualifying war in diesem Jahr mein Schwachpunkt. Ich hatte Glück, dass in Barcelona die Bestzeit erst in der zweiten Runde kommt. In der ersten Runde habe ich es nämlich wieder nicht hinbekommen." Mercedes-Sportchef Norbert Haug ergänzte: "Bernd ist seine schnellste Runde sogar erst in der dritten Runde gefahren. Das zeigt, welches Potenzial in ihm steckt."

Timo Scheider, der schon viermal in diesem Jahr Pole Position gefahren war, zeigte sich mit Platz zwei zufrieden. „Es war heute Nachmittag extrem schwierig, weil die Asphalttemperatur ganz wahnsinnig schnell gestiegen ist", meinte der Audi-Mann. "So war die Abstimmungsarbeit von heute Morgen fast für die Katz."

Wechselnde Bedingungen

Paul di Resta, der gleichauf mit seinem Teamkollegen Jamie Green auf Platz zwei in der Meisterschaft liegt, pflichtete bei: "Es waren sehr schwierige Verhältnisse", sagte der Schotte. "Ein bisschen enttäuscht bin ich nur, weil ich im zweiten Abschnitt des Trainings die absolut schnellste Runde fuhr. Hoffentlich schaffe ich es morgen am Start, mich vor Timo zu schieben." Der Angesprochene hatte dafür nur ein müdes Lächeln übrig. "Es geht erst mal darum, unbeschadet um die ersten zwei Kurven zu kommen" gab Scheider zurück. "Dann geht das Rennen richtig los."

Ziemlich entspannt gab sich Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich: "War klar, dass eine lange Serie von Pole-Positions auch mal abreißen muss. Und dass es Bernd war, der das schaffte, tut uns am wenigsten weh." Schmerzlicher war dagegen schon eher das schwache Abscheiden von Le Mans-Legende Tom Kristensen. Der Däne schaffte nur Startplatz neun. "Das ist bitter", klagte Kristensen. "Ein orangefarbener Mercedes hat mir zweimal die Runde kaputt gemacht. So etwas habe von Gary Paffett noch nicht erlebt."

Eine müde Darbietung zeigte Ralf Schumacher. Der Ex-Formel 1-Star im Vorjahres-Mercedes musste sich mit dem 17. Rang bescheiden. Langsamer waren nur beiden weiblichen Teilnehmer Susie Stoddart und Katherine Legge. "Nicht gerade optimal", lautete Schumachers Fazit.

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