DTM

Erster Saisonsieg für Kristensen

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Audi-Pilot Tom Kristensen hat mit seinem ersten Saisonsieg am Sonntag (21.5.) auf seiner Paradestrecke Oschersleben die Erfolgsserie von Mercedes-Mann Bernd Schneider gestoppt und zugleich die Führung in der Gesamtwertung des Deutschen Tourenwagen Masters übernommen.

Mit seiner Familie als Glücksbringer setzte sich der Däne in der Motorsport Arena vor dem Mercedes-Duo Bruno Spengler und Jamie Green durch. "Das war ein Superrennen", sagte Kristensen nach seinem klaren Erfolg beim dritten DTM-Lauf und tanzte vor lauter Freude auf dem Dach seines Audi A4. "Der zweite Stopp war die Schlüsselszene. Das war taktisch genial."

Für Kristensen war es erst der zweite DTM-Erfolg beim 24. Start. Vor zwei Jahren hatte der 38-Jährige ebenfalls in Oschersleben erstmals triumphiert, wo er 2005 auch die Pole-Position geholt hatte. Dieses Mal krönte Kristensen seine Leistung mit Trainingsbestzeit und souveränem Sieg. Der siebenmalige Gewinner des Langstreckenklassiker Le Mans benötigte für die 161,348 Kilometer 1:01:29,257 Stunden. Spengler lag 3,499 Sekunden zurück. Nach drei von zehn Läufen liegt Kristensen in der Fahrerwertung mit 26 Punkten vor Schneider (24), der Tagesfünfter wurde. Der Kanadier Spengler ist neuer Gesamtdritter (12).

Schneider: Keine Chance auf vierten Sieg

Schneider fiel vor schätzungsweise 40.000 Zuschauern nach dem Start vom fünften auf den neunten Platz zurück und büßte damit gleich zu Beginn der 44 Runden alle Chancen auf seinen vierten Sieg in Serie seit 2005 sowie die Verteidigung der Spitzenposition ein. Allerdings musste der DTM-Rekordmeister aus St. Ingbert wie alle anderen Mercedes-Piloten mit 2006er-Modellen wegen seiner bisherigen zwei Saisonerfolge mit 20 Kilogramm mehr als die Audi-Konkurrenten antreten. "Der Start war schlecht, ein Boxenstopp war schlecht, da ist der fünfte Platz zufrieden stellend", sagte Schneider. "Wenigstens habe ich ein paar wichtige Punkte für die Meisterschaft geholt."

Aber auch Kristensen hatte trotz des Gewichtsvorteils lange keine freie Fahrt auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs. Nach seinem frühen ersten Pflichtstopp hing er lange hinter Daniel la Rosa (Hanau) in einem Vorjahres-C-Klasse fest und musste so Spengler gefährlich nahe heranrücken lassen. "Nach dem ersten Reifenwechsel steckte ich hinter zwei Mercedes im Verkehr. Das hat etwas genervt", beklagte sich der Audi-Pilot über die Blockade.

Zweiter Reifenwechsel: Die Vorentscheidung

Die Vorentscheidung fiel beim zweiten Reifenwechsel: Kristensen und sein Verfolger kamen beide im 20. Umlauf an die Box und der Däne konnte nur um Zentimeter vor Spengler wieder auf die Piste. "Danach habe ich eine schnelle Runde hingelegt und das Rennen dann bis zum Schluss kontrolliert", resümierte Kristensen zufrieden. Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) konnte sich über den vierten Platz freuen. Sein schwedischer Audi-Markenkollege Mattias Ekström, der Meister von 2004, holte als Siebter seine ersten Saisonpunkte.

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