Rene Rast - DTM - Hockenheim 2019 Wilhelm

DTM Hockenheim 2019

BMW und Audi siegen zum Saisonstart

Die DTM ist mit Siegen von BMW-Pilot Marco Wittmann und Audi-Pilot René Rast in die neue Turbo-Ära gestartet. Die Fans im Motodrom sahen zum Saisonauftakt zwei spannende Rennen, was allerdings auch am Wetter lag.

Der Start der DTM-Saison 2019 war dieses Jahr mit besonderer Spannung erwartet worden. Die Macher der Tourenwagen-Serie hatten den Fans die schnellste DTM aller Zeiten versprochen. Und sie sollten Recht behalten. Auch wenn die angepeilte Top-Speed-Marke von 300 km/h am Ende der langen Geraden noch deutlich verpasst wurde, sanken zumindest die Rundenzeiten spürbar.

Die Pole Position-Runde von Philipp Eng am Sonntag lag mit 1:28.972 Minuten fast vier Sekunden unter den Quali-Bestzeiten, die noch beim Saisonfinale 2018 Mitte Oktober erzielt wurden. So schnell wie Eng war ein geschlossenes Rennfahrzeug noch nie auf dem Grand Prix-Kurs in Hockenheim unterwegs.

Wittmann erster Turbo-Sieger der DTM

Für das erste Rennen der neuen DTM-Epoche hatte sich am Samstag Marco Wittmann die Pole Position gesichert. Der Champion von 2014 und 2016 lieferte sich im Rennen bei feuchten Bedingungen ein spannendes Duell mit Vorjahres-Vizemeister René Rast. Die Entscheidung fiel fünf Runden vor dem Ende, als am Audi von Rast plötzlich das Getriebe streikte.

Marco Wittmann - DTM - Hockenheim 2019
Wilhelm
Marco Wittmann und René Rast fuhren im Regen in einer eigenen Liga. Ein Getriebe-Problem am Audi verhinderte leider ein direktes Duell.

Die Konkurrenz konnte das Tempo der beiden Führenden nicht mitgehen. Nach dem Ausfall von Rast erbte Mike Rockenfeller den zweiten Platz. Der Rückstand fiel mit 13,7 Sekunden allerdings mehr als deutlich aus. Robin Frijns, der den dritten Rang auf dem Podium belegte, fehlten am Ende sogar schon 34,6 Sekunden.

Auch am Sonntag, bei mittlerweile trockenen aber sehr kühlen Bedingungen, rollte der Sieger mit einem großen Vorsprung über die Ziellinie. In den 37 Rennrunden davor hatten die Fans aber spannenden Motorsport geboten bekommen. René Rast, der nach einem weiteren technischen Problem im Qualifying nur vor Rang 16 ins Rennen ging, entschied sich für eine riskante Zweistopp-Strategie, die am Ende überraschend locker zum Sieg führte.

Rast nutzt Vorteil der frischen Reifen

Während einer Safety-Car-Phase, ausgelöst durch einen Ausrutscher von Loic Duval, war Rast neben Aston-Martin-Fahrer Paul Di Resta als einziger Pilot schon früh an die Boxen gekommen. Mit frischen Gummis pflügte der Audi-Werksfahrer direkt nach dem Restart innerhalb von nur fünf Runden einmal quer durchs Feld an die Spitze.

Weil der Besuch bei den Mechanikern während der Safety-Car-Phase nicht als Pflichtboxenstopp gewertet wurde, musste Rast später noch einmal an die Box kommen. Doch der Speed des 32-jährigen Mindeners auf frischen Reifen war so überragend, dass ihn keiner mehr gefährden konnte.

Paul Di Resta - DTM - Hockenheim 2019
Wilhelm
Mit einem cleveren Boxenstopp kurz vor der Safety-Car-Phase fuhr Paul di Resta beim Aston-Martin-Debüt bis auf Rang 7 nach vorne.

Die Plätze 2 und 3 gingen dank perfekter Boxenstopps und gutem Reifenmanagement ebenfalls an zwei Audi-Piloten. Nico Müller rollte 11,9 Sekunden hinter Rast ins Ziel, knapp vor Markenkollege Robin Frijns. Bester BMW-Pilot wurde Pole Setter Philipp Eng auf Rang 4. Marco Wittmann, der am Start noch auf Rang 2 stand, landete nach einem Dreher nur auf Position 8. Dank der Zusatzpunkte aus den beiden Qualifyings liegt der Franke mit 34 Zählern aber knapp vor Frijns (31) an der Tabellenspitze.

Eine ordentliche Vorstellung lieferte auch Aston Martin beim Debüt in der DTM ab. Paul di Resta, der schon kurz vor der Safety-Car-Phase im zweiten Rennen zum Boxenstopp abgebogen war und wie Rast auf eine Zwei-Stopp-Strategie setzte, war auf Rang 7 der bestplatzierte Vantage-Pilot. Am Ende sprangen für die vier von R-Motorsport eingesetzten Aston-Renner in zwei Rennen zwar nur 9 Pünktchen heraus, doch wegen der kurzen Vorbereitungszeit war der geringe Pace-Unterschied zur etablierten Konkurrenz mehr als respektabel.

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