DTM

Paffett disqualifiziert - Ekström neuer Sieger

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Fünf Stunden nach der Siegerehrung ist Lausitzring-Gewinner Gary Paffett nach einem turbulenten DTM-Lauf disqualifiziert worden. Der Mercedes-Pilot war auf dem Eurospeedway in der Auslaufrunde ohne Benzin stehen geblieben und bekam deshalb von den technischen Kommissaren am Sonntagabend (6.6.) die Rote Karte gezeigt.

Von der Panne des Briten profitierte der zunächst zweitplatzierte Mattias Ekström. Der Audi-Pilot aus Schweden durfte nachträglich seinen zweiten Saisonsieg im Deutschen Tourenwagen- Masters (DTM) vor den Mercedes-Piloten Christijan Albers (Niederlande) und Titelverteidiger Bernd Schneider (St. Ingbert) feiern.

Mercedes kündigt Protest an

"Gary hat auf der Strecke und nicht durch unerlaubte Vorteile gewonnen. Seine Wertungsausschluss ist eine Strafe, die das Team als zu hart empfindet", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug und kündigte Protest gegen die Entscheidung an.

Lange vor den Turbulenzen nach dem vierten Saison-Lauf in der DTM stand Cora Schumacher im Blickpunkt. Die Ehefrau von Formel-1-Pilot Ralf Schumacher gab am Wochenende erstmals Vollgas und sorgte mit Platz 13 in der neu geschaffenen Mini-Challenge-Serie für Furore. "Och finde, Cora hat das schon ganz gut gemacht. Es machte mir großen Spaß, ihr zuzuschauen", lobte Ralf Schumacher.

Frentzen ohne DTM-Punkt

Vor der Rekordzahl von 74.000 Zuschauern gewann zunächst Paffett, ehe ihn die Regeln doch noch stoppten. Nach dem Rennen müssen sich mindestens 1,5 Liter Benzin für eine Kraftstoff-Analyse im Tank befinden. "Wie alle C-Klasse-Mercedes der DTM fuhr Paffett selbstverständlich mit dem reglementskonformen Einheitsbenzin aller DTM-Starter", sagte Haug. Vor dem fünften DTM-Lauf auf am 27. Juni auf dem Norisring liegen Ekström und Albers punktgleich mit 34 Zählern an der Spitze der Gesamtwertung. Dritter ist Paffett (15).

In den letzten der 37 Runden über die Gesamtdistanz von 169,275 Kilometern lieferten sich Ekström und Albers, die bis dato schon ein DTM-Rennen gewonnen hatten, ein packendes Duell um die Gesamtführung. Die ungestümen Angriffe von Albers konnte Ekström immer wieder kontern. "Es war fair, aber hart", sagte der Schwede. "Mattias ist gut gefahren", lobte Albers seinen Audi-Rivalen. Titelverteidiger Bernd Schneider wurde als bester deutscher DTM-Pilot Vierter, ist in der Gesamtwertung mit neun Punkten aber lediglich Achter.

Opel-Star Heinz-Harald Frentzen dagegen bleibt weiter ohne DTM-Punkte. "Ich habe einen Riesenschlag bekommen", klagte der Mönchengladbacher, der beim Start in den Reifenstapel gedrückt wurde. Seinen beschädigten Wagen musste er wenige Runden später in der Box abstellen.

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