DTM

Schneider siegt beim Saisonfinale

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Ex-Meister Bernd Schneider hat beim Finale des Deutschen Tourenwagen Masters mit seinem ersten Saisonsieg für einen versöhnlichen Abschluss gesorgt. Der längst entthronte Titelverteidiger gewann im Mercedes-C-Klasse auf dem Hockenheimring den 10. Lauf vor Audi-Konkurrent Martin Tomczyk.

Der Brite Gary Paffett verteidigte durch einen dritten Platz den zweiten Rang in der Gesamtwertung hinter dem bereits als Meister feststehenden Mattias Ekström. Der Schwede hatte am Sonntag mit der Entscheidung nichts zu tun und musste sich nach einer rüden Attacke kurz vor der Zieldurchfahrt mit dem sechsten Platz begnügen. Audi gewann die Markenwertung mit 168 Punkten vor Mercedes (164) und Opel (58).

Schneider bejubelte seinen insgesamt 38. DTM-Sieg und genoss die obligatorische Champagner-Dusche. "Ich bin glücklich, dass ich wenigstens ein Rennen gewinnen konnte - und das auf meiner Hausstrecke", sagte der viermalige Meister aus St. Ingbert, nachdem er kurz nach der Zieldurchfahrt liebevoll den Stern an seinem Silberpfeil gestreichelt hatte. "Das ist ein fantastischer Sieg für Bernd und wohlverdient", lobte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug den erfolgreichsten Piloten der DTM-Geschichte. "Er hatte ein hartes Jahr hinter sich." Schneider, mit 40 Jahren einer der älteren Vertreter, habe eindrucksvoll bewiesen, dass es "die alten Hasen" noch gut könnten.

Vor 80.000 Zuschauern setzte sich Schneider nach 37 Runden (169,238 Kilometer) in 1:00:48,586 Stunden mit 1,635 Sekunden Vorsprung vor Tomczyk durch. Der Saarländer hatte seinem Audi-Widersacher aus Rosenheim, der in diesem Jahr zum zweiten Mal von der Pole-Position startete, die Spitzenposition nach einer gekonnten Attacke in der 13. Runde abgenommen. Schneider gab die Führung bei seinem relativ frühen zweiten Boxenstopp vorübergehend ab, kassierte den zwischenzeitlich
vorn liegenden Ekström, der bis dahin erst ein Mal Reifen gewechselt hatte, allerdings locker in der 21. Runde. Der schwedische Audi-Pilot fiel später negativ auf, als er mit einem rüpelhaften Angriff wenige Meter vor dem Ziel den bis dahin viertplatzierten Mercedes-Mann Jean Alesi (Frankreich) beinahe "abgeschossen" hätte.

Für Opel endete das Finale mit einer weiteren großen Enttäuschung: Ein Fahrer-Quintett musste sich wegen technischer Defekte oder Unfälle vorzeitig verabschieden. Timo Scheider (Braubach) war als Neunter Tagesbester und auch in der Gesamtwertung auf Rang acht bester Opel-Vertreter. Heinz-Harald Frentzen, der vor zwei Wochen in Brünn als Sechster seine ersten DTM-Punkte geholt hatte, rollte weit hinter der Spitze her und fiel durch einen Dreher nach einem Fahrfehler noch weiter auf Platz zwölf zurück.

Ekström, der sein Meisterstück schon vor zwei Wochen in Brünn abgelegt hatte, lag am Ende mit 74 Punkten klar vor Paffett (57). Der Niederländer Christijan Albers (50) belegte den dritten Rang.

Ergebnisse von Hockenheim:

10. Lauf in Hockenheim (37 Runden/169,238 Kilometer):

1. Bernd Schneider (St. Ingbert) Mercedes C-Klasse 1:00:48,586 Std. (Schnitt: 166,984 km/h)
2. Martin Tomczyk (Rosenheim) Audi A4 + 1,635 Sek.
3. Gary Paffett (Großbritannien) Mercedes C-Klasse + 7,779 Sek.
4. Tom Kristensen (Dänemark) Audi A4 + 12,454 Sek.
5. Jean Alesi (Frankreich) Mercedes C-Klasse + 12,943 Sek.
6. Mattias Ekström (Schweden) Audi A4 + 13,010 Sek.
7. Christijan Albers (Niederlande) Mercedes C-Klasse + 22,069 Sek.
8. Christian Abt (Kempten) Audi A4 + 27,891 Sek.
9. Timo Scheider (Braubach) Opel Vectra GTS + 32,831 Sek.
10. Stefan Mücke (Berlin) Mercedes CLK + 38,284 Sek.

Endstand:
1. Mattias Ekström (Schweden) 74 Punkte
2. Gary Paffett (Großbritannien) 57 Punkte
3. Christijan Albers (Niederlande) 50 Punkte
4. Tom Kristensen (Dänemark) 43 Punkte
5. Martin Tomczyk (Rosenheim) 39 Punkte
6. Bernd Schneider (St. Ingbert) 36 Punkte
7. Jean Alesi (Frankreich) 19 Punkte
8. Timo Scheider (Braubach) 15 Punkte
9. Marcel Fässler (Schweiz) 13 Punkte
10. Laurent Aiello (Frankreich) 12 Punkte

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