DTM

Sieg für Tom Kristensen in Oschersleben

Foto: dpa

Audi-Pilot Tom Kristensen hat beim härtesten Saisonrennen des Deutschen Tourenwagen Masters mit einer bravourösen Leistung seinen ersten Sieg gefeiert.

Der Däne setzte sich bei der Hitzeschlacht auf der besonders anspruchsvollen Strecke im Motopark Oschersleben vor seinem Markenkollegen Martin Tomczyk durch. "Ich bin superstolz auf meine Jungs und mich", sagte der sechsmalige Le-Mans-Sieger Kristensen. Der Mainzer Opel-Pilot Manuel Reuter belegte am Sonntag (8.8.) den dritten Platz und schaffte damit im siebten Lauf die erste Podiumsplatzierung für die Rüsselsheimer. Der Brite Gary Paffett war als Vierter bester Mercedes-Fahrer.

Erster Audi-Doppelsieg dieser Saison

Die Audi-Mannschaft feierte den ersten Doppelerfolg des Jahres und den dritten Saisonsieg vor 34.000 Zuschauern ausgelassen. Schließlich konnte auch der Schwede Mattias Ekström durch seinen fünften Platz die Führung in der Gesamtwertung ausbauen. "Die Sieben ist meine Glückszahl", sagte Kristensen nach der Champagnerdusche. "Wir wussten, wie hart das wird. Aber heute hat alles gepasst." Der geschlagene Tomczyk war mit seinem zweiten Platz zufrieden, "aber auch etwas traurig, da mein Traum nicht erfüllt wurde".

Norbert Haug: "Das schwächste Rennen der Saison"

Neben Audi gehörte Opel zu den großen Gewinnern: Erstmals konnte sich ein Quartett der Rüsselsheimer unter den acht Besten und damit in den Punkterängen platzieren. Für Reuter war es sogar der erste Podest-Rang seit vier Jahren. "Das war eine lange Durststrecke. Aber ich bin zum Kämpfen geboren", sagte der Hobby-Triathlet, der Paffett mit einer beherzten Attacke in der vorletzten Runde noch vom dritten Platz verdrängt hatte. Bei Mercedes herrschte nach dem schlechten Abschneiden Enttäuschung. "Das war sicherlich unser schwächstes Rennen der Saison", meinte Motorsportchef Norbert Haug.

Frentzen ohne Punkte - Mercedes-Lager sauer

Kristensen gewann auf der 3,667 Kilometer langen Strecke in der Magdeburger Börde nach 150,014 Kilometer in 59:09,876 Minuten mit 2,696 Sekunden Vorsprung vor Tomczyk. In der Gesamtwertung schob sich der Däne mit 27 Punkten auf Rang vier vor. Sein Markenkollege Ekström baute seinen Vorsprung mit 51 Punkten auf zehn Zähler gegenüber Christijan Albers (41) aus, Der Mercedes-Pilot schied im Motopark aus. Dritter ist Paffett (40).

Albers erlitt im Titelrennen einen herben Rückschlag: Der 25 Jahre alte Niederländer fiel wegen einer Durchfahrtsstrafe in der 10. von 42 Runden weit zurück. Er hatte nach seinem ersten Stopp die durchgezogene weiße Linie nach der Boxenausfahrt reglementswidrig überfahren. Sein Markenkollege Bernd Schneider (St. Ingbert) kann den Titel nicht mehr verteidigen. Nach Kollision und Durchfahrtsstrafe kam für den Saarländer in der 27. Runde sogar das Aus: Schneider musste seinen stark beschädigten Autos Mercedes in die Garage fahren.

Der durch Fieber und einen Darminfekt geschwächte Heinz-Harald Frentzen blieb auch im siebten DTM-Einsatz ohne Punkte. Der Opel-Mann aus Mönchengladbach belegte den 14. Platz. Frentzen zog sich allerdings den Unmut aus dem Mercedes-Lager zu, weil er nach rund einem Drittel des Rennens das Audi-Duo Tomczyk/Kristensen passieren ließ, Paffett aber längere Zeit blockierte.

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