DTM

Starker Auftakt, aber Zukunftssorgen

Foto: DTM 31 Bilder

Mercedes feierte vor ausverkauftem Haus in Hockenheim einen Dreifachsieg. Ex-Formel 1-Star Mika Häkkinen holte einen Punkt und war glücklich, Serien-Chef Hans Werner-Aufrecht bangt dagegen um die Zukunft der DTM.

Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen hat beim DTM-Auftakt für Mercedes den ersten Punkt geholt. Der Finne fuhr am Sonntag auf dem Hockenheimring vom 15. Startplatz auf den 8. Rang vor. Es wäre mehr drin gewesen, doch eine Durchfahrtsstrafe wegen überhöhter Geschwindigkeit in der Boxengasse bremste den Finnen. "Ich bin absolut happy. Das war ein fantastisches Rennen, es hat von der ersten bis zur letzten Minute Spaß gemacht", meinte Publikumsliebling Häkkinen nach seinem Motorsport-Comeback vor 116.000 Zuschauern nach dreieinhalbjähriger Pause. "Es war ein irre Atmosphäre."

Das Heimrennen der Silberpfeile in Hockenheim wurde zur Demonstration der Stärke von Mercedes: Häkkinens ehemaliger Formel-1-Kollege Jean Alesi feierte souverän seinen vierten Sieg in der DTM und übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung nach dem ersten von insgesamt elf Rennen. Während andere Favoriten wie Meister Mattias Ekström auf frühe Boxenstopps setzten und im Verkher steckten, setzte sich Alesi an der Spitze ab. Vize-Meister Gary Paffett belegte den zweiten Rang, der viermalige Champion Bernd Schneider machte den Dreifacherfolg von Mercedes perfekt. Insgesamt sechs Silberpfeile fuhren unter die ersten Acht.

Hans-Werner Aufrecht: "Sehr beunruhigt"

Bester Nicht-Mercedes-Fahrer war nach 37 Runden auf dem 5,547 km langen Kurs Christian Abt (Kempten) im Audi als Vierter vor Markenkollege und Titelverteidiger Matthias Ekström, der von der Pole Position in das Rennen gegangen war. Für Opel-Pilot Heinz-Harald Frentzen endete der Auftakt unterdessen vorzeitig: Als Vorletzter in das Rennen gestartet, schied der 37-Jährige in der 8. Runde nach einem Unfall aus.

Trotz des begeisternden Auftakts kämpft die DTM allerdings ums Überleben. "Mit nur zwei Herstellern wird es keine Meisterschaft geben", sagte DTM-Chef Hans Werner Aufrecht der dpa. Nach der Insolvenz des englischen Automobilherstellers MG Rover erscheint die für diese Saison geplante Teilnahme an der populären Rennserie höchst fraglich. Zudem wird Opel wegen der angespannten Finanzlage nach derzeitigem Stand nur noch diese Runde fahren. Es blieben für 2006 bislang also nur noch Mercedes und Audi. "Das beunruhigt mich sehr", gab Aufrecht zu.

DTM Hockenheim, 1. von 8 Läufen. Ergebnis:

1. Jean Alesi, Mercedes: 1:04,48,245 h
2. Gary Paffett, Mercedes: +5,643 s
3. Bernd Schneider, Mercedes: +6,420 s
4. Christian Abt, Audi: +8,955 s
5. Matttias Ekström, Audi: +12,937 s
6. Jamie Green, Mercedes: + 16,421 s
7. Stefan Mücke, Mercedes: + 20,565 s
8. Mika Häkkinen, Mercedes: +22,065 s

Meisterschaftsstand:

1. Jean Alesi, Mercedes: 10 Punkte
2. Gary Paffett, Mercedes: 8 Punkte
3. Bernd Schneider, Mercedes: 6 Punkte
4. Christian Abt, Audi: 5 Punkte
5. Matttias Ekström, Audi: 4 Punkte
6. Jamie Green, Mercedes: 3 Punkte
7. Stefan Mücke, Mercedes: 2 Punkte
8. Mika Häkkinen, Mercedes: 1 Punkt

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