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DTM vs. Formel 1 in Hockenheim

F1 bei Nässe schneller als DTM im Trockenen

Das Formel 1-Wochenende in Hockenheim begann mit Regen. Das nass-schwüle Wetter beim Auftakt zum GP von Deutschland ermöglicht einen interessanten Quervergleich, der von so manche Stammtisch-Diskussion bereichern könnte.

Die Formel 1-Autos sind selbst auf patschnasser Piste deutlich schneller als die Renner aus der DTM auf staubtrockenem Geläuf. Zu Beginn des ersten Freien Trainings von Hockenheim, als es noch wie aus Kübeln schüttete, dauerte es nur wenige Minuten, bis ersten GP-Fahrer die aus dem April 2010 stammende DTM-Bestmarke von Tourenwagen-Crack Gary Paffett von 1.33,214 Minuten unterboten. Eine dreiviertel Stunde später war Mercedes-GP-Fahrer Nico Rosberg der Erste, der die 1.30er-Schallmauer einriss. Da trocknete die Ideallinie allerdings schon ab.

DTM verliert vier Sekunden pro Kilometer auf Formel 1

Unter identischen Bedingungen, also auf trockener Piste, liegen zwischen Formel 1 und DTM auf dem 4,574 Kilometer langen Kurs rund 18 Sekunden, also pro Kilometer durchschnittlich rund vier Sekunden. 2008 fuhr Lewis Hamilton mit seinem McLaren-Mercedes im Qualifying mit 1.15,666 Minuten die Bestzeit.

Es ist eine Binsenweisheit, dass Grand Prix-Autos technisch alle Vorteile auf ihrer Seite haben. So ist vor allem der Abtrieb um ein Vielfaches höher ist als bei einem DTM-Renner.

Formel 1 mit mehr Abtrieb und mehr Verzögerung

Bremsen-Lieferant Brembo hat außerdem errechnet, dass die Formel 1-Autos beim Anbremsen vor der Spitzkehre - hier wird innerhalb von 121 Metern von 307 km/h auf 68 km/h verzögert - einen Verzögerungs-Spitzenwert von 5,18 g erreichen. Das heißt: Die Fahrer werden mit mehr als dem Fünffachen ihres Körpergewichts in die Gurte gedrückt. Zum Vergleich: In der DTM gelten zwei g als guter Wert, sowohl beim Bremsen wie auch bezüglich der Querbeschleunigung in schnellen Kurven.

Große Unterschiede tun sich auch bei der Motorleistung auf: Die Vierliter-V8-Triebwerke der DTM-Renner leisten knapp 500 PS, die 2,4-Liter-Achtzylinder der Formel 1 schaffen deutlich über 750 PS. Gewaltig ist die Kluft auch beim Gewicht: Die aktuellen DTM-Fahrzeuge müssen leer 1.050 Kilo auf die Waage bringen, das Mindestgewicht der GP-Autos beträgt nur 620 Kilo.

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