Hockenheim

Ekström gewinnt den Titel

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Durch Rang drei in einem spannenden Saisonfinale am Hockenheimring konnte sich Mattias Ekström die Meisterschaft sichern. Sieger des Abschlussrennens wurde Jamie Green, vor Timo Scheider.

Mit geschickter Taktik und beherzter Fahrweise konnte Ekström seine Führung vor seinem ärgsten Konkurrenten Bruno Spengler das ganze Rennen über verteidigen. "Es war ein brutales Rennen", sagte der Schwede nach der Zieldurchfahrt, "besonders die letzten Runden waren sehr anstrengend." Direkt hinter dem Audi-Piloten kam Spengler auf Rang vier ins Ziel, und wurde somit mit nur drei Punkten Rückstand Vizemeister.

Ekström überwältigt

Nach dem Rennen kämpfte Ekström mit den Tränen: "Das Gefühl nach so einem Jahr Meister zu werden ist sehr schön. Für mich war es das schlimmste Rennen aller Zeiten. Ich hatte ein gutes Auto im Warmup und musste im Rennen plötzlich mit Untersteuern kämpfen. In den letzten Runden zitterte dann alles: das Auto, die Reifen und meine Beine. Es war sehr hart."

Spengler war über Rang vier dementsprechend enttäuscht: "Mein Rennen war eigentlich sehr gut. Doch es gab einige Arrangements in der Fahrer-Besprechung, an die sich einige im Rennen nicht gehalten haben." Spengler wollte seine Andeutungen nicht präzisieren. Im Rennen musste der Franko-Kanadier einige Male mit beherzten Überholmanövern an langsameren Audi-Piloten vorbeiziehen.

Pech für Tomczyk

Für den dritten Meisterschaftsaspiranten Martin Tomczyk war der Titelkampf bereits in der ersten Runde beendet. Nach einer Kollision mit seinem eigenen Teamkollegen Timo Scheider, zog sich der Rosenheimer einen Reifenschaden zu. Nach einem kurzen Abflug in die Auslaufzone musste Tomczyk an die Box und fiel bis ans Ende des Feldes zurück. "Das Auto war super, die Zeiten waren super. Es hätte alles gepasst, aber es hat leider nicht sein sollen." Im Rennen kämpfte der Audi-Pilot zwar verzweifelt, kam aber nicht mehr an die Spitze heran.

Vorne fuhr Mercedes-Pilot Jamie Green nach dem Erfolg in Barcelona seinen zweiten Sieg in Folge ein. Begleitet von einem Feuerwerk fuhr der Brite nach 37 Runden als erster über die Ziellinie. Zweiter wurde Timo Scheider im A4, der beim Saisonfinale zum ersten Mal in seiner Karriere auf das Podium fahren konnte.

Würdiges Finale

Zum Saisonabschluss machten die Beteiligten noch einmal Werbung für den Tourenwagensport. Vor vollem Haus am Hockenheimring gab es viele faire Manöver und harte Zweikämpfe. Am Ende feierten die Piloten mit den Fans und legten unter großer Qualmentwicklung einige Dreher auf den Asphalt. "Es war ein tolles Finale", resümierte auch Audi Sportchef Wolfgang Ullrich, "Ich bin stolz auf meine Fahrer."

Zeitentabelle Verbesserung an der Box ausgeschieden
Rennen - Gefahrene Runden: 37/37

1 J. Green HWA - SG/AMG -:--.--- 2
2 T. Scheider Abt -:--.--- 0:03.696 2
3 M. Ekström Abt Sportsline -:--.--- 0:07.235 2
4 B. Spengler HWA - OT/DC Bank -:--.--- 0:07.669 2
5 B. Schneider HWA - OT/DC Bank -:--.--- 0:11.079 2
6 T. Kristensen Abt Sportsline -:--.--- 0:19.658 2
7 A. Margaritis Persson -:--.--- 0:23.174 2
8 P. Di Resta TVS/JAWA 2005 -:--.--- 0:29.158 2
9 M. Tomczyk Abt Sportsline -:--.--- 0:33.185 3
10 D. La Rosa Mücke -:--.--- 0:34.792 2
11 M. Lauda Mücke -:--.--- 0:35.753 2
12 L. Luhr Rosberg -:--.--- 0:36.532 2
13 M. Winkelhock TME -:--.--- 0:46.171 2
14 S. Stoddart TVS/JAWA 2005 -:--.--- 0:49.560 2
15 C. Abt Phoenix -:--.--- 0:57.407 2
16 A. Prémat Phoenix -:--.--- 0:57.832 2
17 M. Häkkinen HWA - SG/AMG -:--.--- 1:03.036 2
18 V. Ickx TME -:--.--- 1:31.967 2
19 M. Rockenfeller Rosberg -:--.--- +5 Rnd. 2
20 G. Paffett Persson -:--.--- +37 Rnd. 0
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