Moskau buhlt um DTM-Lauf

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Die DTM expandiert weiter. Nachvier Rennen im europäischen Ausland sowie einem Gaststart in der City von Shanghai strebt die DTM-Organisation ITR in der kommenden Saison 2005 erneut Richtung Osten.

Eine fünfköpfige ITR-Delegation unter Führung von ITR-Präsident Hans Werner Aufrecht reiste zu Beginn der Woche für zwei Tage nach Moskau. Das Interesse der Russen an einem DTM-Rennen gilt als ausgesprochen groß. "Unsere Gesprächs- und Verhandlungspartner waren über die DTM sehr gut informiert“, zeigte sich ein ITR-Vorstand ebenso erstaunt wie auch erfreut. Der ITR ist es ebenso ernst mit einem Lauf durch die russische Hauptstadt. Sämtliche in der DTM vertretenen Hersteller, besonders Mercedes und Audi, bekunden großes Interesse an einem Rennen und der damit verbundenen Möglichkeit, sich in einem stetig wachsenden Automobilmarkt engagiert präsentieren zu können.

Der Ort der geplanten Strecke soll über das Gelände der Universität von Moskau führen. "Dort sind sehr breite Straßen vorhanden. Eine Rennstrecke scheint dort perfekt machbar“, lobte einer der ITR-Verantwortlichen. "Den Streckenverlauf könnten wir uns aussuchen.“ Geplant ist ein Kurs mit rund 3,5 Kilometern Länge.

Ähnlich wie in dieser Saison in Berlin (vor dem Rennen auf dem Lausitzring) und in Prag (vor dem Lauf in Brünn) könnte sich die DTM im Vorfeld der Veranstaltung auch auf dem Roten Platz präsentieren. Entsprechende Zugeständnisse wurden seitens des Russischen Sportministers Vyacheslav Fetisov, einem ehemaligen Eishockey-Nationalhelden, bereits gemacht.

Lauf mit Meisterschaftsprädikat

Wunsch der Russen ist, dass das Rennen zur Meisterschaft zählt und nicht wie etwa die Veranstaltung in Shanghai im vergangenen Juli nur als prädikatloses Einladungsrennen durchgeführt wird. Dies setzt allerdings voraus, dass die ITR wie gewohnt ihren Seriensponsoren die üblichen Werbeflächen zur Verfügung stellen kann. "Eine russische Ölfirma zeigt ebenfalls großes Interesse sich dort zu präsentieren“, sagte ein ITR-Mitglied. Beim DTM-Gastspiel in Shanghai zahlte Sponsor Petronas sechs Millionen Dollar an die Veranstalter.

Was den Transport des DTM-Equipments betrifft, sind die Russen bereit, mit großen Militär-Transportmaschinen für eine reibungslose Überführung nicht nur der Einsatzfahrzeuge zu sorgen. "Die hätten am liebsten sogar die Team-Lkw in Moskau dabei“, sagte ein ITR-Vorstand. Selbst diese hätten in den Riesenflugzeugen Platz.

Ein Termin für das Stadtrennen in Moskau steht indes noch nicht fest. In Erwägung wird Ende Juni/Anfang Juli gezogen, je nachdem ob und wann ein Formel 1-GP in Großbritannien stattfindet.

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