Norisring

Mercedes-Trio an der Spitze

Foto: DTM 39 Bilder

Mercedes setzte beim Qualifikationstraining der DTM auf dem Norisring die Maßstäbe: Die drei besten Startplätzen werden am Sonntag (29.6.) von den C-Klasse-Fahrern Bruno Spengler, Jamie Green und Paul di Resta okkupiert. Erst auf Rang vier folgt der beste Audi-Pilot Timo Scheider.

Überrascht meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Das haben wir nicht erwartet. Das ist mehr als wir erhofft haben."
Spengler, der auch in den letzten beiden Jahren das Rennen auf dem Norisring gewonnen hatte, benötigte 47,785 Sekunden für die 2,3 Kilometer lange Runde. Überraschend für viele war der relativ große Abstand auf den Zweitplatzierten Green. Der Brite verbuchte bereits fast zwei Zehntelsekunden Rückstand. "Extrem viel", urteilte Haug. "Der Norisring ist ja nur halb so lang wie die meisten anderen Strecken."

"Meine Runde war sehr gut und das Team hat mir ein perfektes Auto hingestellt". meinte Spengler nach der sechsten DTM-Pole-Position seiner Karriere, der ersten in diesem Jahr. "Auch für das Rennen schaut es bestens aus: Meine Longruns waren sehr gut. Das Rennen ist aber sehr lang und gerade in Nürnberg kann immer viel passieren." Teamkollege Green assistierte: "Der Norisring ist eine ganz spezielle Herausforderung. Bei all den Bodenwellen ist es schwierig, eine ordentliche Runde hinzubekommen."

Mehr war nicht drin bei Audi

Während Tabellenführer Scheider mit seinem Audi A4 morgen wenigstens aus der zweiten Startreihe losbrausen darf, muss Titelverteidiger Mattias als Achter des Trainings mit der vierten Startreihe vorlieb nehmen. "Wir haben alles versucht, aber mehr war nicht drin", meinte der Schwede ziemlich ratlos.

"Wir konnten das gestiegene Grip-Niveau der Strecke nicht in schnellere Rundenzeiten ummünzen", klagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. "Der Grip wurde tatsächlich immer besser und da kommt es eben darauf an, wie man dieser Tatsache mit der Abstimmung folgen kann", stimmte Mercedes-Mann Haug zu. "Da hat das HWA-Team tolle Arbeit geleistet."

"Wir haben uns im Vergleich zu den letzten Jahren gesteigert", meinte Scheider, der bei den bisherigen vier Saisonrennen des Jahres dreimal Pole gefahren war. "Aber ich bin aber schon ein bisschen enttäuscht. Jetzt heißt es erst mal durch die erste Kurve heil durchzukommen." Polesitter Spengler fügte hinzu: "Die Gerade ist sehr breit und die Kurve sehr eng. Man muss versuchen, sich da aus allem heraushalten."

Ralf Schumacher ist happy

Norbert Haug warnt: "Unser gutes Trainingsergebnis ist noch nicht mal die halbe Miete für das Rennen. Ich hoffe sehr, dass anständig und fair gefahren wird. Bei Auffahrunfällen sind die DTM-Autos sehr verwundbar. Es kann immer mal Berührungen geben, aber Auffahren mit Karacho, das geht nicht."

Wie kaum anders zu erwarten, waren die Fahrer der acht 2008er-Autos beim entscheidenden dritten Abschnitt des Qualifyings ("Q3") unter sich. Für die Fahrer der Jahreswagen blieben nur die Platzierungen von Rang neun aufwärts. Bester der Gebrauchtwagen-Fraktion war Gary Paffett (Mercedes) vor Alexandre Prémat im Audi und Mercedes-Neuzugang Ralf Schumacher. Startplatz elf bedeutete das bislang beste Trainingsergebnis für den Ex-Formel-Fahrer. "Das Team hat einen sehr guten Job gemacht mich da hinzuhieven wo ich jetzt bin", meinte Schumacher bescheiden. "Es ist eine tolle Erfahrung hier am Norisring zu fahren. Ich habe mich schon schwer getan, speziell beim Bremsen. Ich bin ganz happy."

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