DTM Brands Hatch 2018

Doppelsieg für Mercedes

Paul di Resta - Mercedes - DTM - Brands Hatch 2018 Foto: xpb

Mercedes hat in seinem letzten Jahr die DTM weiter fest in der Hand. Gary Paffett baute in Brands Hatch seine Tabellenführung weiter aus. Die Siege gingen an die Markenkollegen Daniel Juncadella und Paul di Resta.

Ganze 64 Rennen hatte es gedauert, bis Daniel Juncadella erstmals auf ein DTM-Podium klettern durfte. Das war im Juni am Norisring. Jetzt, keine zwei Monate später, ist er in den Kreis der DTM-Laufsieger aufgestiegen. Der Katalane, Neffe von gleich zwei früheren Formel 1-Piloten, dominierte den Samstag auf dem GP-Kurs in Brands Hatch. Erst fuhr er zum zweiten Mal auf die Pole. Es folgte ein schlechter Start und ein Comeback mit abschließender souveräner Fahrt zum Sieg.

Streckenerfahrung als Trumpf

Juncadella gehörte dabei der Minderheit jener Fahrer an, die auf dem „großen“ Kurs von Brands Hatch relativ aktuelle Rennerfahrung vorweisen können. Die DTM gastierte zwar schon mehrfach auf der Berg-und-Tal-Bahn südöstlich von London, da aber nur auf der Indy-Variante. Potenziert wurde der Erfahrungsvorsprung durch das Zweitagesformat, das aufgrund der Lärmschutzverordnung vonnöten war. Zwischen dem Start ins erste freie Training am Samstagmorgen sowie dem Erlöschen der Startampel fürs erste Rennen vergingen gerade einmal viereinhalb Stunden. Es war also auch ein Stück weit Lotterie, ob man sofort das Setup trifft.

Daniel Juncadella - Mercedes - DTM - Brands Hatch 2018 Foto: xpb
Daniel Juncadella dominierte den Samstag in Brands Hatch.

Auch Augusto Farfus, der seit mehr als zwei Jahren nicht mehr auf dem Podium stand und nach dem Samstagslauf Platz 2 bejubelte, hatte als früherer WTCC-Rennsieger hier Streckenerfahrung vorzuweisen. Der Drittplatzierte Lucas Auer aber fuhr zum ersten Mal auf dem ehemaligen F1-Kurs.

Am Sonntag stand keiner der Samstags-Podestler mehr auf dem Treppchen. Der Kampf um den Sieg war derjenige, der es wohl auch um den Titel zu werden scheint. Gary Paffett hatte sich die Pole gesichert, bereits die achte Mercedes-Pole in Folge – DTM-Rekord! Im Rennen aber erwischte Paul di Resta den besseren Start und verwies den Titelrivalen auf Platz 2. Doch der Schotte hatte am Samstag seine erste Nullrunde der Saison eingefahren, so konnte Paffett nach Platz 6 am Samstag und Pole sowie P2 am Sonntag unter dem Strich seine Tabellenführung sogar noch ausbauen.

Di Resta wie 2010?

René Rast fuhr Stück für Stück an das führende Mercedes-Duo heran, konnte jedoch nichts mehr ausrichten. Mit Platz 4 am Samstag und dem Podest am Sonntag war er beide Male bester Audi-Pilot und rettet den Ingolstädtern damit fast ein bisschen die Saison. In Brands Hatch kam nämlich noch Pech dazu. Im Samstags-Quali rutschte kurz vor Schluss Timo Glock (BMW) ins Kiesbett und vereitelte damit die geplanten Schlussattacken der Audi-Fahrer. Rast war somit der einzige Pilot mit vier Ringen im Kühler, der aus den Top 10 startete.

Trotzdem fuhr Audi wie schon in Zandvoort wieder auf Augenhöhe zumindest mit BMW. Kein Wunder bei den recht ähnlichen Streckenprofilen, doch so ganz genau wusste ja eben doch niemand, was man zu erwarten hat. Mit 28 Punkten konnte Rast sogar die drittmeisten Punkte des Wochenendes sammeln. Nur Juncadella (30) und Paffett (29) schnitten noch besser ab.

Für Paffett könnte die Saison kaum besser laufen. Der Vorsprung vor Di Resta ist um weitere zwei Punkte angewachsen. Und weil Wittmann als bester Nicht-Mercedes-Pilot schon 67 Punkte zurückliegt, können sich die beiden Briten fast schon aufeinander konzentrieren. „Mit ein bisschen Glück kann sich das Blatt schnell wenden“, sagt Di Resta. Er muss es wissen: 2010 wurde er dank eines starken Schlussspurts Meister. Begonnen hatte dieser damals mit einem Sieg in Brands Hatch. Vizemeister wurde übrigens Paffett.

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