Rossi im DTM-Mercedes

Foto: WRC

Bei Ferrari erhielt Valentino Rossi einen Korb, nun bändelt er mit Mercedes an: Der siebenmalige Motorrad-Weltmeister hat am Donnerstag (9.10.) auf dem Hockenheimring erstmals ein Fahrzeug des Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) für den schwäbischen Automobilhersteller getestet.

Ein Einstieg in die DTM sei zwar nicht geplant, so der Italiener, "aber nach meiner Motorrad-Karriere kann ich es mir vorstellen, dass ich Autorennen fahre". Der 27-Jährige hat lange Zeit mit einem Einstieg in die Formel 1 geliebäugelt. Rossi, der in diesem Jahr Zweiter in der Gesamtwertung der Motorrad-WM wurde, galt nach teilweise glänzenden Testfahrten als Nachfolger von Michael Schumacher bei Ferrari, bevor sich der italienische Rennstall gegen ihn entschied. "Das Buch Formel 1 ist aber noch nicht zu", sagte Rossi.

Zunächst einmal wolle er aber andere Boliden testen. "Ich bin Rallye-Wagen und Autos für 24-Stunden-Rennen gefahren. Den DTM- Mercedes zu testen hat auch sehr viel Spaß gemacht", meinte er und fügte hinzu: "Das DTM-Auto fühlt sich viel mehr wie ein normales Auto an. In der Formel 1 ist das ganz anders: Das sind gar keine richtigen Autos."

Norbert Haug: "Große Ehre"

Der Kontakt zu Mercedes sei von ihm aus gegangen, sagte Rossi. "Ich habe einfach mal gefragt, ob ich ein DTM-Auto fahren kann." Die Mercedes-Verantwortlichen waren sofort begeistert davon, dass der erfolgreiche Sportler mit den Stuttgartern zusammen arbeiten will. "Es ist eine große Ehre für uns", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Für Rossi war der Test auch eine gute Möglichkeit, um nach einer für ihn unbefriedigenden Saison zu entspannen. Nach vier WM-Siegen in Folge zuvor erwischte der Yamaha-Fahrer in diesem Jahr einen schlechten Saisonstart. Erst gegen Ende lief es für ihn wieder gut. "Wir haben in den letzten sechs Rennen noch 60 Punkte geholt, aber insgesamt war es dennoch eine frustrierende und schwierige Saison", sagte "der Doktor", wie Rossi in der Rennfahrer-Szene genannt wird. "Aber für die nächste Saison bin ich nun umso motivierter. Ich will meinen achten WM-Titel gewinnen." Seinen Vertrag bei Yamaha hat er bis Ende 2007 verlängert.

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