Schneider gewinnt DTM-Auftakt

Foto: DTM 44 Bilder

Mercedes-Fahrer Bernd Schneider hat das erste Saisonrennen in Hockenheim souverän gewonnen und feierte den 40. DTM-Sieg seiner Laufbahn. Zweiter wurde der dänische Audi-Fahrer Tom Kristensen vor seinem neuen Markenkollegen Heinz-Harald Frentzen. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen aus Finnland verpasste im Mercedes knapp einen Podestplatz und wurde Vierter.

Altmeister Bernd Schneider hat zum Auftakt der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) den Stars wie Mika Häkkinen und Heinz-Harald Frentzen die Show gestohlen. In seinem "Wohnzimmer" Hockenheimring machte der 41 Jahre alte Mercedes-Pilot am Sonntag auf dem 4,574 Kilometer langen Kurs mit seinem Start-und-Ziel-Sieg über 37 Runden da weiter, wo er am Saisonende 2005 aufgehört hatte.

Zweiter hinter dem viermaligen DTM-Champion wurde der dänische Audi-Pilot Tom Kristensen vor seinem Markenkollegen Frentzen, der bei seinem Audi-Debüt gleich auf das Podium fuhr. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister und selbst erklärte Titelfavorit Häkkinen verpasste das Siegerpodest und musste sich mit dem vierten Rang zufrieden geben.

Bernd Schneider: "Fühle mich sauwohl"

"Hockenheim ist mein Zuhause. Hier fühle ich mich sauwohl. Das Rennen war wunderbar. Das Auto war perfekt", sagte Schneider nach dem Zieleinlauf. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug lobte den DTM-Rekordmann: "Das war ein souveräner und verdienter Sieg. Er ist immer so schnell gefahren wie er musste. Das zeichnet einen Klasse-Mann aus.“

Die Entscheidung zwischen Schneider und seinem schärfsten Rivalen Kristensen fiel beim zweiten und letzten Boxenstopp in der 24. Runde, als der Mercedes-Pilot und der Audi-Fahrer gemeinsam zum Reifenwechsel kamen. Der Saarländer fuhr als Erster wieder auf die Strecke und nach 59:51,850 Minuten 4,286 Sekunden vor dem siebenmaligen Le-Mans-Sieger Kristensen und 6,279 Sekunden vor Frentzen ins Ziel. "Der Sieg ist ein gutes Omen", bemerkte Schneider: Immer wenn er den traditionellen Saisonauftakt auf dem Hockenheimring gewann, wurde er 1995, 2000, 2001 und 2003 DTM-Meister.

Stoddart siegt im Damen-Duell

Zufrieden konnte auch Frentzen sein, der sich auf den letzten Runden gegen seinen einstigen Formel-1-Rivalen Häkkinen erwehren musste. Nach Reifenproblemen zu Beginn des Rennens schaffte es der Mönchengladbacher noch, nach zwei dritten Plätzen mit Opel gleich im ersten Rennen für Audi auf das Podium zu kommen. "Das war ein turbulentes Rennen von Anfang an", meinte der 38-Jährige, der im Oktober auf dem Hockenheimring schwer verunglückt war.

Größter Pechvogel war Jamie Green: Für den Briten, der am Samstag die dritte Pole Position seiner DTM-Karriere geholt hatte, war das Rennen schon nach zwei Runden wegen Problemen an der Motorelektrik beendet. Green hatte schon in der Einführungsrunde für Aufsehen gesorgt, als er sich beim Aufwärmen der Reifen drehte und beinahe mit der Streckenbegrenzung kollidierte. Auch 2004-Champion Mattias Ekström erlebte einen schlechten Auftakt: In der 25. Runde musste der Schwede mit einem Schaden an der Radaufhängung seines Audis aufgeben.

Das Duell der einzigen beiden Damen im Starterfeld entschied die 23 Jahre alte Schottin Susie Stoddart im 2004-Mercedes klar für sich und belegte den zehnten Platz. Die Belgierin Vanina Ickx wurde im Audi 15.

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