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DTM Zandvoort 2017

Glock und Rockenfeller gewinnen in den Dünen

Timo Glock - BMW M4 - DTM - Zandvoort - Samstag - 1. Rennen Foto: xpb

BMW – und dann lange nichts. Am Samstag feierten die Münchner in Zandvoort einen Dreifachsieg. Auch im zweiten DTM-Rennen am Sonntag überquerte ein BMW M4 als Erster den Zielstrich. Doch die Disqualifikation von Marco Wittmann brachte Audi einen Vierfach-Erfolg.

21.08.2017 Claus Mühlberger 2 Kommentare

Am Donnerstag vor dem DTM-Ausflug an die holländische Nordseeküste musste Gerhard Berger wieder einmal leidvoll erfahren, dass seine Macht beschränkt ist. Denn bei der Sitzung der DTM-Kommission gelang es erneut nicht, die unselige Gewichtsregel abzuschaffen.

BMW siegt und lädt aus

Der Widerstand kam von BMW. Im (möglicherweise auch nur gefühlten) Wissen, dass der M4 im direkten Vergleich mit dem Audi RS 5 um ein paar Hundertstelsekunden hinterherhinkt, machte BMW seine Zustimmung davon abhängig, dass einige spezielle Audi betreffende Kleinigkeiten im Aero-Reglement in ihrem Sinne verändert werden. Dieser Kuhhandel gelang nicht. „Leider ist in der DTM-Kommission bei solchen Fragen Einstimmigkeit erforderlich“, seufzte Gerhard Berger. „Damit hat sich schon die Formel 1 lange gelähmt.“

Zwei Tage später bekam die DTM die Quittung. Die Meisterschaft machte sich so lächerlich wie selten zuvor in ihrer bis 1984 zurückreichenden Geschichte. Im Fokus standen erneut die Gewichte. Trotz des Dreifachsiegs, angeführt von Timo Glock, durften die BMW nämlich erneut fünf Kilogramm Ballast ausladen, wohingegen die unterlegenen Audi weitere fünf Kilo zuladen mussten. Die M4 waren somit am Sonntag um stattliche 15 Kilo leichter als die Erzrivalen aus Ingolstadt. Dies entspricht einem Zeitgewinn von drei Zehntelsekunden pro Runde.

Der Modus für die Verteilung der Gewichte ist kompliziert. Statt der Platzierungen im Rennen werden nämlich die Rundenzeiten zugrunde gelegt, und zwar das Mittel aus den 28 schnellsten Rennrunden eines jeden Fahrers. Ein untaugliches Instrument, wie sich zeigte. Denn während das BMW-Trio an der Spitze, Timo Glock, Marco Wittmann und Maxime Martin, am Samstag ihrem ungefährdeten Dreifach-Sieg entgegen trödelte, nahmen die Audi-Piloten das Messer zwischen die Zähne und legten entsprechend schnelle Zeiten auf die Achterbahn in den Dünen.

„Rocky“ erbt den Sieg

Trotz des Gewichtsvorteils pro BMW entwickelte sich am Sonntag ein munteres Rennen in Zandvoort. Das lag auch daran, dass die aussichtsreiche BMW-Armada schon vor dem Start um 50 Prozent geschrumpft war: Timo Glock wurde wegen Abdrängens von Edoardo Mortara im Qualifying ans Ende der Startaufstellung expediert, Tom Blomqvist kam in der Formationsrunde vom rechten Weg ab und Maxime Martin, der Dritte des Trainings, würgte beim Start den Motor ab.

Mike Rockenfeller - Audi RS5 - DTM - Zandvoort - Sonntag - 2. Rennen Foto: xpb
Mike Rockenfeller erbte den Sieg am Sonntag.

Doch zunächst konnte sich die BMW-Befehlszentrale damit trösten, dass Marco Wittmann alle Attacken von Mike Rockenfeller clever abwehrte und dem Sieg entgegen fuhr. Das böse Erwachen folgte eine halbe Stunde später: Der Titelverteidiger wurde qualifiziert, weil sich im Tank nicht die geforderte Restbenzinmenge von einem Kilogramm befand. „Ein Fehler des Teams“, hieß es seitens BMW.

Für die DTM gibt es aber auch gute Nachrichten: Mike Rockenfeller, dessen Mittelfußbruch vom Norisring inzwischen so weit ausgeheilt ist, dass er in dieser Woche wieder Fahrradfahren kann, ist bereits der neunte Fahrer, der in diesem Jahr einen Sieg feiern konnte. Nach zwölf von 18 Rennen haben noch mindestens acht Piloten realistische Titelchancen. Zwischen Tabellenführer Mattias Ekström und Marco Wittmann, dem Achten, liegen nur 35 Punkte. Maximal sind noch 168 Zähler zu vergeben.

Beim nächsten Meeting auf dem Sprintkurs des Nürburgrings ist BMW gewichtsmäßig noch weiter im Vorteil: Dann starten die M4 mit 25 Kilo weniger als die Audi RS 5.

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BMW - Wichser

berndlinnert 21. August 2017, 18:45 Uhr
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