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Die schnellsten im 36-Meter-Slalom

Foto: sportauto 55 Bilder

Passend zum Anspruch des Supertest führte sport auto den 36-Meter-Slalom ein. Analog zum kleinen Slalom stehen auch hier elf Pylonen, die es zu umfahren gilt. Wie dünn die Luft hier ist, zeigt die Differenz von gerade einmal sieben km/h zwischen dem ersten und letzten Platz.

16.02.2009 Powered by

Im Prinzip gelten die gleichen Grundregeln wie beim 18-Meter-Slalom. Die Reifen sind auch hier das A und O für eine gute Zeit, dicht gefolgt vom Fahrwerk und der Fahrwerksgeometrie. Grundsätzlich ist der große Slalom vom Anspruch her ein ganz anderes Kaliber.

Durch die höhere Geschwindigkeit wirken sich die Eigenschaften des Fahrwerks stärker aus. Im Vergleich zum zackigen Richtungswechsel beim 18-Meter-Slalom wirkt die Fahrt durch den 360 Meter langen Parcours fast wie in Zeitlupe. Doch jeder Übermut wird hier schnell bestraft, ein gefühlvolles Einlenken ist unabdingbar, um den Probanten sicher in der Spur zu halten. Das Fahrzeug legt eine größere Strecke bei jedem Richtungswechsel zurück, dabei hat die Karosserie mehr Zeit sich zu setzen, reagiert entsprechend empfindlicher bei erneuten Richtungswechsel. Der Wagen schaukelt sich schneller auf, besonders dann, wenn vom Grundkonzept das Fahrwerk eher neutral und gleichzeitig komfortorientiert ausgelegt ist.

Anhand des Alpina B6 S zeigt sich, dass mit einem Probanten, der von den Grundzügen dem Untersteuern zugeneigt ist, ein verlässlicher und ruhiger Gefährte im schnellen Slalom ist. Durch die stetig stabil liegende Hinterachse lässt es sich hervorragend mit dem Gas spielen, damit die Vorderachse bei den Richtungswechseln mehr Grip aufbauen kann. Damit wirkt man der Untersteuerneigung entgegen ohne in die Bredouille zu geraten, ein wild gewordenes Heck einfangen zu müssen.

Als weiteres Beispiel kann man die Supersportwagen aus dem Hause Porsche heranziehen. Der GT2 ist – in dem Umfeld der Topliste – stattliche zwei km/h langsamer als der GT3 oder GT3 RS. Der Grund hierfür ist in der etwas komfortableren Abstimmung des Fahrwerks zu suchen. Was auf der Nordschleife dem GT2 definitiv zum Vorteil gereicht kostet ihn in letzter Konsequenz genau diesen Rückstand im Slalom. Der GT3 liegt dagegen wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße.

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