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sport auto-Winterreifen-Test 2017 (225/40 R18)

Der beste Winterreifen für sportliche Fahrer

sport auto-Winterreifentest 2017, Reifentest, Toyota GT86 Foto: Dino Eisele, Thiemo Fleck 8 Bilder

Bester Grip auf Schnee, auf nasser und trockener Straße? Das schaffen nur die besten Winterreifen! Der Test auf dem heckgetriebenen Toyota GT86 zeigt: Besonders günstige Reifen fordern dabei Kompromisse.

14.10.2017 Thiemo Fleck Powered by

Was muss ein Winterreifen können? Diese Frage trennt Sportwagenfahrer in zwei Lager: Die einen – das sind oft jene, die neben ihrem Sportwagen-Nagel im Gehirn weitere Wintersportarten schätzen – verlangen absolute Traktion und sportive Dynamik, besonders auf schneebedeckten Fahrbahnen.

Die anderen tendieren hingegen dazu, ihrem Sportler weiße Freuden eher vorzuenthalten und vielmehr möglichst unbeschwert, aber dennoch legal, weil schneeflockengelabelt, über winterlich-nasse, auch mal trockene, aber eher selten vollverschneite Landstraßen zu wedeln.

sport auto-Winterreifentest 2017, Reifentest, Toyota GT86 Foto: Dino Eisele, Thiemo Fleck
Als Erprobungsfahrzeug stand ein Toyota GT86 mit 200 PS und Hinterradantrieb zur Verfügung.

Für die bekennenden Wintersportler stehen Schnee- und Nässequalitäten ganz oben. Gute Traktion und bestes Bremsen, dazu sichere Seitenführung und ein ausgewogenes Handling auf Schnee. Wenn sich denn schon mal die Freude einer Winter­sport­ausfahrt auf schneebedeckten Straßen ergibt, sollen Wagen wie auch Reifen zeigen dürfen, was sie können. Auf das Gummi muss daher absolut Verlass sein, für Top-Leistungen ist der geneigte Wintersportler auch bereit, mehr Geld auszugeben.

Und die anderen? Natürlich muss der Reifen ein wenig Schnee können; das zukünftig obligatorische Schneeflockensymbol auf der Seitenwand ist natürlich Pflicht. Aber wenn’s denn mal trocken ist, soll sich die Fuhre noch hinreichend sportiv bewegen lassen und nicht schwammig wie ein vollbeladener Viehtransporter an der Lenkung hängen. Zugunsten eines günstigeren Reifenpreises ist diese Gruppe bereit, auch gewisse Kompromisse einzugehen.

Leistung um jeden Preis für Sportfahrer?

Für die Bestnote in diesem sport auto-Reifentest muss ein Reifen in möglichst vielen Disziplinen kompromisslos Top-Leistungen bringen, ohne an anderer Stelle signifikante Schwächen zu zeigen.

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So wird unser Test durchgeführt 1:00 Min.

Das schaffen, um es gleich vorwegzunehmen, in diesem Test gleich zwei: der Continental TS 850 P und der Goodyear Ultra Grip Performance Gen-1. Wer bei jedem Winterwetter ausgewogene Top-Leistungen erwartet, ist mit den beiden Universalgenies, wie auch bei leichten Abstrichen mit dem Michelin Pilot Alpin PA4, bestens bedient. Leistung, die bei den drei großen Herstellern auch ihren Preis hat: Die aufwendige Preisrecherche bei bundesweit über 100 Reifenhändlern – die dankenswerterweise vom BRV, dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk, exklusiv für sport auto durchgeführt wurde – zeigte, dass diese drei Reifen mit Durchschnittspreisen um 170 Euro, offensichtlich zu Recht, am teuersten gehandelt werden. „Inklusive Montage kostet die Winterreifenumrüstung mit Conti, Goodyear oder Michelin auf vorhandene Räder rund 800 Euro“, so BRV-Sprecherin Nicole Müller.

Es gibt auch sehr günstige Winterreifen

Sicher doch! Während die teuren Top-Reifen unserer weniger preissensiblen und anspruchsvollen Zielgruppe entgegenkommen, schauen wir, wie es am anderen Ende der Preisskala aussieht. Im günstigsten Fall unseres Tests bekommen wir für rund 470 Euro Nankang Snow SV-2 zum Stückpreis von 87 Euro ans Auto montiert. 330 Euro gespart  – und was noch? Nach dem Test wissen wir, dass man sich auch die Frage, ob die Nankang auf Schnee taugen, sparen kann.

sport auto-Winterreifentest 2017, Reifentest, Toyota GT86 Foto: Dino Eisele, Thiemo Fleck
Gut und günstig? Nicht, wenn's ans Eingemacht geht. Der Nankang-Reifen hat eklatante Schwächen auf Schnee.

Denn das tun sie nicht! Bremsen? Seitenführung? Traktion? Mit dem weißen Element mag sich das chinesische Gummi nicht so recht verzahnen. Auch auf Nässe geht’s dahin, lediglich im Aquaplaning stehen sie nicht hinten an.

Und trocken? Hier fahren die Chinesen mit ihrer recht festen Gummimischung vorn mit, sind direkt in der Lenkansprache und überzeugen mit dem kürzesten Bremsweg des gesamten Testfelds. Eine klare Empfehlung für alle, die ihr Auto im Winter und bei Schmuddelwetter in der Garage lassen wollen. Ein ähnliches Bild liefert auch der mit 130 Euro pro Stück deutlich teurere Toyo Snowprox S954 ab, den wir somit ebenso nur sehr eingeschränkt empfehlen können. Wäre da nicht das Schneeflockensymbol auf der Seitenwand, drängte sich die Frage, warum man dann überhaupt auf Winterreifen umrüsten soll, nicht grundlos auf.

Eine Investition in Sicherheit lohnt sich!

Für 120 Euro das Stück, komplett montiert zu 600 Euro, ist man im Winter auf Cooper aus England unterwegs. Sie zeigen auf Schnee zwar nur ausreichende Leistungen, können aber bei den Trockenprüfungen schon fast zu Michelin aufschließen.

Mit Regen ist der WeatherMaster auf Du und Du und fährt besonders in den Aquaplaningtests ganz nach vorn. Speziell für leichte Heckantriebsautos in regenreichen Flachlandregionen ist der etwas schneescheue Aquaplaningsieger angesichts seines günstigen Preises somit durchaus noch empfehlenswert.

Kann das preisliche Mittelfeld um 140 und 150 Euro je Stück mehr? In dieser Preisregion werden laut BRV Hankook, Nokian und Yokohama gehandelt. Letzterer ist gut im Schnee, passabel nass und trocken, patzt zunächst durch den hohen Rollwiderstand, bleibt jedoch durch seine respektablen Gesamtleistungen im empfehlenswerten Bereich.

Diametral anders ist da der Nokian aufgestellt. Er rollt leicht ab, zeigt überragende Performance auf trockenen Straßen, knickt aber trotz vergleichsweise kurzer Bremswege auf Schnee ein und macht auch auf Nässe keine besonders gute Figur. In Summe schafft auch er in der Gesamtnote ein „noch empfehlenswert“, aber schnee- oder regenreiche Regionen sind nicht sein Ding.

Hankook schrammt knapp an der Bestwertung vorbei

Und Hankook? Er schrammt trotz seiner Top-Winter- und der starken Trockeneigenschaften vor allem wegen seiner Nassbremsschwäche haarscharf an einer uneingeschränkten Empfehlung vorbei und setzt sich damit sogar noch vor den im Schnee und im Trockenen wenig performanten, aber mit rund 160 Euro nicht gerade billigen Pirelli Sottozero 3.

Was lernen wir daraus? Wer bereit ist, kleinere, jedoch sinnvolle Kompromisse einzugehen, findet mit Cooper, Yokohama und mit unserem Preis-Tipp für schneereiche Regionen, dem Hankook Winter i’cept evo², durchaus interessante Alternativen zu den teureren Top-Marken.

Diese Winterreifen haben wir getestet:

Continental TS 850 P

Pro: Überragender Grip und stimmige Dynamik auf schneebedeckten und nassen Fahrbahnen, niedriger Rollwiderstand, sehr leiser Reifen.
Contra: Kleinere Defizite im Aquaplaning und Trockenbremsen.
Fazit: sehr empfehlenswert

Goodyear UltraGrip Performance Gen-1

Pro: Überragender Grip mit sehr präzisem Handling auf Nässe, sehr ausgewogene und verlässliche Dynamik im Winter, ausgewogene Trockenperformance.
Contra: In trockenen Kurven etwas lenkträge, leichte Hecklastigkeit.
Fazit: sehr empfehlenswert

Michelin Pilot Alpin PA4

Pro: Ausgezeichnete Nässe-eigenschaften, präzises und verlässliches Handling auf Schnee.
Contra: Leichte Schwächen im Aquaplaning, beim Bremsen auf trockenem Asphalt kann er nicht mehr mit den Besten mithalten.
Fazit: empfehlenswert

Hankook Winter i’cept evo²

Pro: Stark ausgeprägte Winterqualitäten. Sportlich, aber nicht ganz leicht beherrschbar in trockenen Kurven.
Contra: Lastwechselempfindlich auf Nässe, schwaches Bremsen nass und trocken.
Fazit: noch empfehlenswert

Yokohama W.drive (V905)

Pro: Kurze Bremswege auf Schnee, sehr ordentliche Nässeeigenschaften.
Contra: Träges Anlenken im Trockenen, leichtes Singen beim Ausrollen zwischen 80 und 40 km/h.
Fazit: noch empfehlenswert

Pirelli Winter Sottozero 3

Pro: Ordentliche, recht dynamische Wintereigenschaften, präzise und verlässlich auf Nässe.
Contra: Etwas lenkträge auf trockenen Pisten, leichtes Singen und Schräglaufgeräusche.
Fazit: noch empfehlenswert

Nokian WR A4

Pro: Sehr sportlicher, direkter und präziser Winterreifen auf trockenen Fahrbahnen, kurze Bremswege auf Schnee, leiser Reifen.
Contra: Auf Nässe mit kräftiger Übersteuerneigung wenig verlässlich, schwaches Feedback, pfützenempfindlich.
Fazit: noch empfehlenswert

Cooper WeatherMaster SA2+

Pro: Sehr sicher und leicht beherrschbar auf Nässe, recht komfortabler Reifen.
Contra: Träges Lenkansprechen und schwache Lenkpräzision auf trockenem Asphalt, wenig Halt und geringe Reserven auf Schnee.
Fazit: noch empfehlenswert

Toyo Snowprox S954

Pro: Sportlicher, direkter und präzise fahrbarer Reifen auf trockenen Fahrbahnen.
Contra: Schwächen im Schnee- und Nassbremsen, auf dem Toyota GT86 wenig harmonische Nasshandling-Eigenschaften.
Fazit: bedingt empfehlenswert

Nankang Snow SV-2

Pro: Sehr kurze Bremswege und spontane Lenkreaktion auf trockener Strecke, gute Aquaplaningvorsorge.
Contra: Mechanisch komfortabler Reifen, jedoch störendes Brummen unter 60 km/h, gravierende Schwächen auf Schnee.
Fazit: bedingt empfehlenswert

Diese Winterreifen haben wir getestet
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Testgröße 225/40 R 18 passt auch auf folgende Fahrzeuge

  • Alfa Romeo 4C
  • Audi R8 (nur Vorderachse)
  • Mercedes C Coupé
  • Mercedes E Coupé
  • Mercedes E Cabrio
  • Volvo S60
  • Volvo V60
  • Porsche 911 (nur VA)

So haben wir die Winterreifen (225/40 R 18) getestet

Zur Sicherung der Testergebnisse wer den, soweit möglich, sämtliche Versuche mehrfach durchgeführt. Der beste Reifen eines Versuchs erhält maximal zehn Punkte. Ein progressives Bewertungsschema sichert auch bei nah beieinanderliegenden Top-Produkten eine trennscharfe Bewertung. Beim Handling auf Schnee, Nässe oder trockener Bahn führt ein ausgewogenes, sicheres Fahrverhalten zu einer Optimalbenotung. Der Rollwiderstand wird von zwei voneinander unabhängigen Rollenprüfständen nach EU-Regularien ermittelt. Grundsätzlich werden die getesteten Produkte mit Reifen auch aus nachgelagerten Testkäufen in stichprobenartigen Nachtests verglichen. Signifikante Abweichungen zum Testmuster führen zum Testausschluss – verbunden mit entsprechender Berichterstattung. Sollten Produkte nicht rechtzeitig zur Überprüfung am Markt sein, erfolgen die Bewertungen nur unter Vorbehalt.

Die Räder im Winterreifen-Test

Beim sport auto-Winterreifentest 2017 kamen ausschließlich Borbet-BL5-Räder zum Einsatz. Das leichte Aluminiumrad der Borbet-Sports-Linie überzeugt mit seiner dynamischen Linienführung und passt in Größen von 16 bis 18 Zoll zu vielen Fahrzeugen mit Fünfloch-Anbindung. Neben der klassischen Ausführung in „Brilliant Silver“ (ab 98 Euro) ist das Rad auch zwei- oder dreifarbig in „Black Polished“ (ab 109 Euro) oder „Black Red Glossy“ (nur in 18 Zoll ab 197 Euro) zu haben. Anstatt konventioneller Lackierverfahren setzt Borbet bei der Farbgebung auf das innovative lasergestützte ExaPeel-Verfahren, das ein μ-genaues Radieren der obersten Lackschicht erlaubt und so mehrfarbige Lackierungen ohne Einbußen in der Beständigkeit oder der Qualität erst möglich macht.

Fazit

Wer bei allen Fahrbahnbedingungen gleichermaßen Bestleistungen erwartet, sollte sich, besonders wenn’s auf den Mehrpreis von 120 Euro pro Satz im Vergleich zum Mittelfeld nicht ankommt, für die Testsieger, den auf Schnee etwas besseren Conti TS 850 P oder den punktgleichen, im Gegenzug auf Nässe überragenden Goodyear UltraGrip Performance Gen-1, entscheiden.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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