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Techart-Porsche 718 Boxster S

Der schnellste Boxster aller Zeiten

Techart-Porsche 718 Boxster S, Frontansicht Foto: Rossen Gargolov 13 Bilder

Endlich hat sie wieder begonnen, die Cabrio-Zeit. Wir nehmen den 400 PS starken Porsche 718 Boxster S von Tuner Techart mit auf eine erste wohlig-warme Frühlingsausfahrt. Da heißt es natürlich: Hut ab!

06.07.2017 Roman Domes 3 Kommentare Powered by

Die Option, ein Auto ohne festes Dach zu bestellen, hat zum Glück bis heute überlebt. Aber was fasziniert uns so sehr am Offenfahren? Das ursprüngliche, ungeschützte Urige? Vielleicht. Aber vor allem eines. Kleine, zweisitzige Roadster geben uns das zurück, was wir bei modernen Autos häufig vermissen: Feedback. Natürliches Feedback. Regentropfen, Wind, Sonnenstrahlen. Kälte und Wärme. Der berauschende Klang des Motors. Und an diese Stelle passt jetzt dieses comic-hafte Geräusch, wenn ein Filmband reißt. Wruup.

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Tuningtest Techart-Porsche 718 Boxster S
Sport Auto 05/2017
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Der Porsche 718 hat, verglichen mit seinem Vorgänger, ein Soundproblem. Ein triftiger Grund: nur noch vier Zylinder! Und das alleine bedeutet ja schon für sich weniger Sechs in der Stimme. Zusätzlich schluckt der Turbolader einen beträchtlichen Teil der Klangkulisse und lässt ein Schlottern zurück, das sich anhört, als würde ein Käfermotor unter Wasser gestartet werden. Was also tun?

Die Truppe bei Techart in Leonberg hat versucht, dieses Problemchen mit einem neuen Endschalldämpfer in den Griff zu kriegen. Mehr Sound gleich mehr Spaß, so die Theorie. Zusätzlich steigern sie die Leistung des 2,5-Liter-Turbo-Boxers per Zusatzsteuergerät von 350 auf 400 PS. Klingt, Pardon, liest sich erst einmal gut.

Techart-Boxster S Doppelt so stark wie der 986

Dank seiner 50 Extra-PS ist der Techart-718 beinahe doppelt so stark wie der allererste Boxster, der vor 20 Jahren, also 1997, weltpremierte – nur so am Rande. Der Drehmomentzuwachs fällt im Vergleich mit der Serie ähnlich groß aus: 480 Nm stemmt der getunte Zwoeinhalb auf die Kurbelwelle, 420 Nm schafft das Werksprodukt.

Techart-Porsche 718 Boxster S, Rad, Felge Foto: Rossen Gargolov
Neben der Abgasanlage und dem Motor legt Techart auch Hand an der Optik des 718 an. Tieferlegung per mit 35mm, Front- und Heckspoiler sowie einen Tick zu wuchtige 21-Zöller.

Zusammen mit der neuen Abgasanlage aus Titan kostet das Motortuning etwas weniger als 8.000 Euro. Dazu kommen bei unserem Vorführer noch eine Tieferlegung per Federn um 35 Millimeter plus diverse optische Gimmicks, angefangen beim Frontspoiler über einen Tick zu wuchtige 21-Zöller bis hin zum kleinen Heckspoiler. Ach ja: Da wären auch noch die Interieurveredelungen im Gegenwert eines neuen VW Polo GTI. Mehr als 22.000 Euro gehen drauf für zartes Leder, Sitze mit Carbonteilen und viel Alcantara an den Stellen, an die man so hinkommt als Fahrer. Die Türabdeckungen, das Lenkrad, die Mittelarmlehne: fühlt sich gut an.

Genau wie der kleine Kippschalter, der das Dach des 718 in neun Sekunden zusammenfaltet und hinter Fahrer und Beifahrer verstaut. Klappt an jeder Ampel, an der man dann bei Grün davonstürmen kann. Ein Knopfdreh am Lenkrad auf Sport aktiviert die Mehrleistung. Und mehr Sound gibt's auch – auch wenn wir alle Hoffnungen auf musikalische Höchstleistungen gleich begraben müssen. Stattdessen verdüstert Techart das Auspuffgewummere, packt mehr Bass in die Vierzylinderstimme. So weit, so gut.

Problem: Zum einen hat es Techart leider nicht geschafft, das Dröhnige herauszufiltern, mit dem schon der Serien-Boxster-S im unteren Drehzahlbereich das Gehör seines Piloten strapaziert. Zum anderen fehlt es dem Boxermotor einfach am Gesangstalent. Bei höheren Drehzahlen klingt der 2,5-Liter zwar nicht schlecht – und besser als das Serienprodukt –, gurgelt, faucht, ploppt und chinaböllert beim Overrun, bleibt aber weit entfernt vom herzergreifenden Sägen eines Sechszylinders.

Schnellster Boxster der sport auto-Geschichte

Dem mittelmäßigen Klang steht der heftige Leistungszuwachs gegenüber. 50 PS, 60 Nm. Beides zweistellige Zuwächse – na ja, möchte man denken. Aber: 400 PS sind in der Roadster- Klasse eine Ansage! Der Boxster stürmt aus dem Stand nicht nur dem Serienmodell im Standardspurt davon. In Messwerten: 3,9 zu 4,4 Sekunden. Auch den Traktionsweltmeister Audi TT RS zieht der 718 bis 200 km/h ab. 13,2 Sekunden benötigt der 718 für diese Übung – 2,4 Sekunden weniger als das Serienprodukt und satte sechs Zehntel flotter als Audis Fünfzylinderwaffe. Damit kürt er sich zum schnellsten längsdynamisch gemessenen Boxster in der sport auto-Geschichte. Seine Kraftentfaltung bleibt dabei stets linear, legt aber im mittleren Drehzahlbereich deutlich an Druck zu, den du beim Zwischenspurten im Brustkorb spürst. Ein Garant für lässiges Überholen auf der Landstraße.

Techart-Porsche 718 Boxster S, Heckansicht Foto: Rossen Gargolov
Düsterer Klang dank neuer Abgasanlage, herrlich zügiges Erlebnis mit mehr Punch durch das Zusatzsteuergerät.

Dort macht der Boxster auch weiterhin am meisten Spaß, mit seiner flotten Einlenkreaktion, dem gut ausbalancierten und vor allem völlig stressfreien Fahrverhalten. Für die Rennstrecke mag er dann nicht so recht geeignet sein, zu ausgeprägt offenbart sich der Untersteuerdrang in langen Kurven. Aber keine Angst – für unsere Lieblingsrennstrecke im Badischen schraubt Techart schon an einem besonders geeigneten Cayman.

Fazit

Ganz ehrlich: Offenfahren war schon immer eher genuss- als performancegetrieben. Oder nicht? Aber zum Genuss gehört eben auch der Klang. Und da kann auch der getunte 718 nicht ganz überzeugen. Schade!

Technische Daten
TechArt 718 Boxster S Boxster S
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4379 x 1801 x 1281 mm
KofferraumvolumenVDA275 l
Hubraum / Motor2497 cm³ / 4-Zylinder
Leistung294 kW / 400 PS bei 6500 U/min
Höchstgeschwindigkeit296 km/h
0-100 km/h3,9 s
Verbrauch7,3 l/100 km
TestverbrauchSuper Plus
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    Neuester Kommentar

    Tja Leute! Ich stelle fest, dass selbst eine der Sportwagenlegenden überhaupt Porsche kein Downsizingmist schmackhaft machen kann! Kurz: Downsizing ist absolute Bockmistscheisse!

    Soises 7. Juli 2017, 20:17 Uhr
    Dieser Artikel stammt aus diesem Heft