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Volvo XC60 T5 AWD (2017) im Test

Wie schlägt sich der neue Schwede?

Volvo XC60 T5 AWD Inscription (2017), Front Foto: Achim Hartmann 16 Bilder

Trotz neuer Form und Technik ist auch die zweite Generation des XC60 ein echter Volvo geblieben. Aber nicht nur das ist beruhigend an ihm. Wir haben den Schweden als T5 und mit Allrad getestet.

28.09.2017 Bernd Stegemann 1 Kommentar

Am Tag, als der Regen kam, kam auch der neue XC60 in die Redaktion. Beim Messen in Lahr halten die Wolken noch dicht, doch bei der Rückfahrt durch den Schwarzwald schüttet es wie aus Kübeln – bis zu zwölf Zehn-Liter-Eimer pro Quadratmeter. Aber wir sind schließlich nicht zum Vergnügen hier, und ein Volvo läuft ja erst unter widrigen Bedingungen zu Hochform auf. Schade fast, dass die neuen Assistenzsysteme, die den Fahrer in Gefahrensituationen beim Lenken und Ausweichen unterstützen, nicht gleich ihre Tauglichkeit beweisen können.

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Volvo XC60 T5 AWD Inscription (2017), Front
Volvo XC60 T5 AWD (2017) im Test Wie schlägt sich der neue Schwede?
auto motor und sport 17/2017
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Das Sicherheits-Credo des XC60

Während der neun Jahre gebaute Vorgänger zuletzt größere Defizite bei der Sicherheit aufwies, spielt die zweite Generation wieder ganz vorn mit bei der Musik. Die Aufzählung sämtlicher Bausteine lässt sich auf „alles, was derzeit machbar ist“ reduzieren, wobei der Schwerpunkt auf der Unfallvermeidung liegt. So hilft der neue Lenkassistent, Hindernisse zu umfahren, den Wagen durch gezielte Lenk- und Bremseingriffe anschließend zu stabilisieren und bei Gegenverkehr wieder auf die eigene Spur zu bringen. Das funktioniert zwischen 50 und 100 km/h, unterhalb davon ist die automatische Notbremsung wirkungsvoller.

Volvo XC60 T5 AWD Inscription (2017), Details Foto: Achim Hartmann
Die markanten LED-Scheinwerfer sind adaptiv und erlauben Dauerfernlicht. Auch dies ist ein Sicherheitsaspekt auf den Volvo viel Wert legt.

Als technische Basis dient eine kombinierte Kamera- und Radareinheit, die in der Frontscheibe vor dem Innenspiegel sitzt und einen Bereich bis zu 200 Metern um das Auto erfasst. Selbst bei fehlender Markierung erkennt das System den Fahrbahnrand und verhindert ein Abkommen von der Straße, der Pilot Assist als Teil des IntelliSafe-Pro-Pakets (1.750 Euro) ermöglicht sogar teilautonomes Fahren bis Tempo 130. Damit kommen die Schweden ihrem Versprechen näher, dass ab 2020 niemand mehr in einem neuen Volvo bei einem Unfall getötet oder schwer verletzt werden soll. LED-Scheinwerfer, Verkehrszeichenerkennung, Einparkhilfe hinten und Digitalcockpit sind nun serienmäßig an Bord, was die um rund 5.000 Euro gestiegenen Grundpreise in ein milderes Licht rückt.

Auch preislich richtig premium

Trotzdem stellt der XC60 T5 mit dem aktuell kleinsten Benziner, Allradantrieb und Achtgangautomatik für 51.000 Euro nicht gerade ein Schnäppchen dar, denn vergleichbare Audi Q5, Land Rover Discovery Sport oder Mercedes GLC kosten zum Teil deutlich weniger. Der Testwagen mit nobler Inscription- Ausstattung (4.750 Euro extra) sowie 25 weiteren Extras von der Akustikverglasung über das bestechend klare Head-up-Display und Soundsystem bis hin zum Panorama-Glasschiebedach steht gar mit 82.450 Euro in der Liste, zeigt aber das Repertoire der Möglichkeiten und bringt den feinen, zurückhaltenden Stil des neuen Schweden-SUV erst richtig zur Geltung.

Volvo XC60 T5 AWD Inscription (2017), Interieur Foto: Achim Hartmann
Cool, aber nicht unbedingt intuitiv: Bedienung via Touchscreen, Lenkradtasten oder Sprachsteuerung. Top sind dafür Materialien und Verarbeitung.

Neben dem stimmigen Design beeindrucken vor allem die hochwertigen, penibel verarbeiteten Materialien, die enorm solide Karosserie sowie die Liebe zum Detail. Kleine Schwedenflaggen an Beifahrersitz und Lüftungsdüse, ein Innenluftfilter für Feinstaubpartikel oder die transparenten Lautsprechergitter tragen ebenso zum Wohlgefühl bei wie die bequemen Massagevordersitze mit elektrisch verstellbaren Seitenwangen und Beinauflagen. So residiert man erhabene 66 Zentimeter über der Straße und genießt eine luftige Rundum- und Aussicht. Die Fondpassagiere sitzen noch etwas höher auf der gut ausgeformten Dreierbank, haben wegen des um neun Zentimeter verlängerten Radstands mehr Beinfreiheit als im Vorgänger und auf Wunsch sogar eigene Klimazonen rechts und links.

Der glattflächige Stauraum fällt zwar mit 505 bis 1.432 Litern Volumen (Audi Q5: 550–1.550 l) nicht sonderlich üppig aus, lässt sich jedoch speziell mit der per Fußschwenk öffnenden Ladeklappe und elektrisch umlegbaren Fondlehnen gut nutzen. Ein Schwachpunkt bleibt dagegen – trotz kleiner Verbesserungen – die vertrackte Bedienung via Touchscreen mit vielen Untermenüs, sodass bereits einfache Radio- oder Navi-Eingaben während der Fahrt enorm ablenken. Immerhin versteht die Spracherkennung nun nicht mehr nur festgelegte Kommandos, und neben den wenigen Funktionen mit Direkttasten in der Mittelkonsole klappt auch die Steuerung von Telefon, Tempomat oder Bordcomputer am Lenkrad nach kurzer Eingewöhnung. Apropos Lenkrad: Damit lässt sich doch noch mehr anstellen – lenken etwa.

Volvo XC60 weiterhin mit gelassenem Charakter

Also Motor starten, Wählhebel auf D, Gas geben und los. Tolle Präzision und Rückmeldung war noch nie eine Volvo-Stärke und ist es auch mit der neuen Modellgeneration auf SPA-Plattform nicht geworden. Doch das Stoßen und Zerren wie beim Vorgänger ist nun passé, und irgendwie passt die ruhige, unaufgeregte Abstimmung ganz gut zum Charakter eines Volvo. Die Verschiebung der Lenkkräfte im Untermenü „My Car“ von gering über mittel bis hoch zeigt indes ebenso wenig Wirkung wie der Versuch, dem 4,69 Meter langen SUV so was wie Agilität beizubringen.

Mit der adaptiven Luftfederung (2.270 Euro) des Testwagens und dem Drive-Mode-Regler lassen sich zwar vier verschiedene Grundeinstellungen vorwählen, aber nur Motor, Getriebe, Lenkung und Bremsen sprechen in „Dynamik“ direkter an. Obwohl man insgesamt deutlich entspannter und präziser als im Vorgänger unterwegs ist, bleibt der 1,9-Tonner in flotten Kurven ein Untersteurer, der vom fein regelnden ESP sanft und sicher, aber humorlos auf Kurs gehalten wird. Klingt eher nach souveränem Gleiter à la Mercedes GLC, doch das ist der XC60 selbst im Standardmodus Komfort nicht. Vor allem kurze Unebenheiten absorbiert er etwas hölzern und mit polternden Abrollgeräuschen der 19-Zoll-Reifen, wirkt auf langen Wellen etwas vertorkelt und unterdämpft.

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Ansonsten federt er sehr ordentlich und hält Windgeräusche äußerst effizient im Zaum. Sogar der laufruhige Turbobenziner mit 254 PS und 350 Nm Drehmoment untergräbt nicht die Fahrkultur, pustet Bedenken, dass vier Zylinder und zwei Liter Hubraum vielleicht doch etwas wenig für einen ausgewachsenen SUV sein könnten, mit 1,4 bar Ladedruck und kräftigem Schub davon. Dass er für den Spurt auf 100 km/h 7,5 statt der versprochenen 6,8 Sekunden braucht – geschenkt.

Dabei sorgen beim Anfahren aus dem Stand immer alle vier Räder für Vortrieb, während der XC60 bei normaler Fahrt als Fronttriebler unterwegs ist. Erst bei Schlupf leitet die Lamellenkupplung bis zu 50 Prozent der Antriebskraft an die Hinterachse weiter, nur im Offroad-Modus wird sie bis 40 km/h dauerhaft zugeschaltet – hilfreich auf Schnee und im Anhängerbetrieb. Mit den dann vier Zentimetern mehr Bodenfreiheit und der Bergabfahrhilfe lassen sich sogar Schotterpisten erklimmen und Bachläufe durchwaten, doch eigentlich hat der Volvo mit Abenteuern und Wagemut wenig im Sinn. Es reicht ihm völlig, seine Insassen vor den Unbilden und Gefahren des Alltags zu schützen und dabei stets Stil und Haltung zu bewahren. Wer kann das schon von sich behaupten?

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • gutes Platzangebot für die Passagiere
  • hochwertige Material- und Verarbeitungsqualität
  • gute Rundumsicht
  • viele Ablagen
  • passende Ergonomie
  • bescheidenes Ladevolumen
  • teils umständliche Bedienung
  • geringe Variabilität
Fahrkomfort
  • sehr bequeme Sitze
  • niedriges Geräuschniveau
  • schluckfreudige Federung
  • mäßiges Ansprechen und polterndes Abrollen auf kurzen Unebenheiten
Antrieb
  • kräftiger Turbobenziner
  • befriedigende Laufkultur
  • gut abgestimmte Automatik...
  • ... aber etwas übermotiviert
Fahreigenschaften
  • hohe Fahrsicherheit
  • gute Lenkpräzision
  • sehr gute Traktion
  • gemächliches Handling
  • früh eingreifendes ESP
Sicherheit
  • sehr umfangreiche aktive und passive Sicherheitsausstattung
  • kräftige, standfeste Bremsen
Umwelt
  • traditionell hohe Lebenserwartung
  • akzeptabler Benzinverbrauch
  • serienmäßiger Eco-Modus
  • hoher Maximalverbrauch
Kosten
  • umfangreiche Ausstattung
  • konkurrenzfähige Preise
  • hohe Unterhaltskosten

Fazit

Der neue XC60 bringt alte Volvo-Tugenden wie Sicherheit, Qualität und Platz auf ein sehr hohes, stilvolles Niveau. Allerdings ist die Bedienung zu umständlich und der Komfort trotz Luftfederung nicht wirklich toll.

Technische Daten
Volvo XC60 T5 AWD INSCRIPTION
Grundpreis55.750 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4688 x 1902 x 1658 mm
KofferraumvolumenVDA505 bis 1432 l
Hubraum / Motor1969 cm³ / 4-Zylinder
Leistung187 kW / 254 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit220 km/h
0-100 km/h7,5 s
Verbrauch7,2 l/100 km
Testverbrauch10,8 l/100 km
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    Neuester Kommentar

    Mir scheint, dass Volvo sich aufgrund des hohen Preises gerade gegenüber der Konkurrenz outet. 5000 € Differenz zum Vorgänger und dann ein paar lächerliche Features mehr ... Rückfahrsensoren kosten vielleicht einen Hunderter mehr. Ein LCD Display dürfte kaum mehr kosten als die originale Einheit. Auch LED Licht ist nicht wirklich teurer. Insofern lassen sich die 5000 € nicht im Entferntesten erklären. Und last not least handelt es sich ja um die 60er Version. Für einen Midsize SUV, der mit etwas Zubehör schnell 70.000 € kosten wird, ist daa wirklich mutig.

    Manfred S. 6. Oktober 2017, 09:00 Uhr
    Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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