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VW Arteon 2.0 TSI 4MOTION Elegance im Test

Was kann die neue Limousine mit Coupé-Charakter?

VW Arteon Front Foto: Dino Eisele 19 Bilder

Neuer Name, neues Glück: Nach dem Ableben von Phaeton und CC strebt VW mit dem ebenso eleganten wie praktischen Arteon erneut nach Höherem. Wie schlägt sich das neue Topmodell? Wir haben es getestet.

27.07.2017 Bernd Stegemann 7 Kommentare

Scirocco? Vom Winde verweht. Eos, Jetta, Golf Cabrio? In die ewigen Jagdgründe eingegangen. Und nach dem Phaeton wurde 2016 auch der CC in Rente geschickt. Doch obwohl der große Kehraus in Wolfsburg manche Spezialitäten hinwegfegte, hat Volkswagen nicht nur Wagen fürs Volk im Sinn. Im Gegenteil: Menschen mit gehobenen Ansprüchen sollen im breiten VW-Angebot auch weiterhin etwas Individuelles, Besonderes oder besonders Geräumiges finden, das weder Kombi noch SUV ist.

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VW Arteon Front
VW Arteon 2.0 TSI im Test Das neue VW-Spitzenmodell
auto motor und sport 14/2017
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VW Arteon Seite Foto: Dino Eisele
Limousine, Sportcoupé, Fastback? Mit dem Arteon will VW alles in einem Auto vereinen und individuellen Oberklasse-Ansprüchen gerecht werden. Der CC-Nachfolger drückt das schon in seinem eigenständigen Design aus: Mächtiger Chromgrill, wuchtige Radhäuser und markante Falz auf der Gürtellinie.

So kommt nun oberhalb des Passat der Arteon hinzu, der den gleichen Modularen Querbaukasten (MQB) als technische Basis nutzt. Formal soll er jedoch „Designelemente eines Sportwagens mit der Eleganz und dem Raumangebot eines Fastbacks“ vereinen. Aha, schon klar. Klingt verdächtig nach viertürigem Coupé à la Audi A7 Sportback, Mercedes CLS oder dem Vorgänger CC und so ist es auch, aber mit eigenem Stil: mächtiger Chromgrill, wuchtige Radhäuser, markanter Falz auf der Gürtellinie.

Und ganz ohne Zwangsjacke für Passagiere und Gepäck. Hinter der großen, bereits auf Fußschwenks unter dem Stoßfänger elektrisch öffnenden Heckklappe (im Paket mit schlüssellosem Zugang für 940 Euro) tut sich ein einladender Stauraum auf, dessen Basisvolumen (563 Liter) per geteilt umklappbarer Fondlehne auf 1.557 Liter erweitert werden kann – immerhin zehn Prozent mehr als bei der Passat Limousine. Neben Länge (plus 7 cm) und Breite (plus 4 cm) hat der Radstand (plus 5 cm) ebenfalls spürbar zugelegt, was die ohnehin üppige Beinfreiheit hinten fast auf das Niveau des früheren 5,06-Meter-Flaggschiffs Phaeton bringt.

Außen flacher, innen moderner

Nur die um drei Zentimeter abgesenkte Dachlinie mindert etwas die Kopffreiheit auf den niedrigen Fondsitzen, die sehr flachen Front- und Heckscheiben zudem die Rundumsicht. Und trotz zweifarbiger Lederbezüge (1.040 Euro) sowie Echtholzleisten wirkt das Cockpit selbst in der getesteten Elegance-Version (2.975 Euro) nicht edler als im sehr ansehnlichen Passat, aus dem es ja stammt. Den Unterschied macht die neue Multimedia-Einheit, wobei das Topsystem Discover Pro (1.995 Euro) mit seinem tabletähnlichen 9,2-Zoll-Touchscreen ganz ohne normale Tasten auskommt und sich auch per Gestensteuerung bedienen lässt.

Das funktioniert zwar nicht immer intuitiv und auf Anhieb, eröffnet aber zusammen mit dem flexibel programmierbaren Kombi-Instrument (510 Euro) zusätzliche Möglichkeiten. So lassen sich bis zu vier Funktionen parallel auf den beiden Displays darstellen, während die Lieblingsmusik per Streamingdienst ins Infotainment ein- und über das klanggewaltige 700-Watt-Soundsystem von Dynaudio abgespielt wird. Unterdessen hält das Smartphone schnurlos via Außenantenne die Verbindung zur großen weiten Welt.

VW Arteon Interieur Foto: Dino Eisele
Das Cockpit kennen wir bereits aus dem Passat, aus dem es ja stammt. Bis auf das neue Multimedia-System mit 9,2-Zoll-Display, das sich ganz ohne Tasten per Touchbewegungen und Gestensteuerung bedienen lässt. In Kombination mit dem digitalen Kombiinstrument lassen sich bis zu vier Funktionen gleichzeitig auf den zwei Bildschirmen darstellen.

Bei den Fahrerassistenzen hat VW ebenfalls nachgelegt. Die automatische Abstandsregelung ACC arbeitet nun bis 210 km/h und nutzt die Informationen des Navis, um die Geschwindigkeit vor engen Kurven oder Kreisverkehren selbsttätig zu drosseln. Bei entsprechender Eingabe bremst sie den Wagen zudem auf das jeweils gültige Tempolimit herunter. Und der Emergency Assist bringt ihn sogar mit Unterstützung von Radar-, Kamera- und Ultraschallsensoren über mehrere Spuren sicher am Straßenrand zum Stehen, wenn der Fahrer längere Zeit nicht lenkt, kein Pedal betätigt und die Warnsignale ignoriert.

All das gibt es neben der sehr hilfreichen Spurwechsel- und Spurhalte-Unterstützung im Fahrerassistenzpaket (1.635 Euro), und auch das brillante Active Lighting System (1.260 Euro) mit adaptivem Fernlicht kann man nur empfehlen. Beim Head-up-Display für 565 Euro verfehlt VW jedoch das angestrebte Oberklasse-Niveau: Weil die Einblendung von Navi- und Tempohinweisen in die Frontscheibe bei MQB-Modellen nicht geplant war, gibt es nur ein kleines, nie optimal einstellbares Glasdisplay. Die Spracheingabe im Testwagen weigerte sich sogar komplett, Ansagen zu verstehen und auszuführen.

Umso williger und spontaner setzt die serienmäßige Progressivlenkung Fahrkommandos um. Dank variabler Übersetzung wird sie mit wachsendem Einschlag direkter und erleichtert das Rangieren, ohne bei hohen Tempi nervös zu wirken. Mit ihrer ruhigen Präzision und Gefühlsechtheit trägt sie jedenfalls entscheidend dazu bei, dass sich der 4,86 Meter lange Arteon überraschend kompakt und handlich anfühlt.

Dynamisch wie ein großer GTI

Ähnlich feinfühlig spricht das DCC-Fahrwerk (Serie) an, das mit seinen neuen Adaptivdämpfern eine größere Spreizung als im Passat bietet und im Komfort-Plus-Modus kurze Querfugen oder lange Wellen gleichermaßen souverän und wankarm wegsteckt. Selbst in der Sport-Stellung wird es nicht ungemütlich, aber fast so dynamisch und freudvoll wie in einem erwachsen gewordenen GTI. Beim Kurvenswing unterstützt der herrlich bequeme Komfortsitz mit Belüftung und Massagefunktion (1.570 Euro) den Fahrer sogar mit reichlich Seitenhalt, und beim Rausbeschleunigen sorgt der in den Topmodellen serienmäßige Allradantrieb für festen Grip und Spurtreue.

VW Arteon Slalom Foto: Dino Eisele
Der Spagat gelingt: Überzeugen kann der Arteon sowohl als entspannter Gleiter, als auch mit Freude an Fahrdynamik. Die Adaptivdämpfer ermöglichen eine besonders große Spreizung zwischen Komfort und Sport. Lediglich das DSG trübt die Fahrfreude, das ab und an ruckelt oder sich verhaspelt.

Im Testwagen mit dem Zweiliter-Turbobenziner warten immerhin 280 PS und 350 Nm auf ihren Einsatz, die ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sowie die Lamellenkupplung an der Hinterachse höchst effizient auf die Straße bringen. In Klang und Laufkultur bietet der beim Ausdrehen etwas kernige Vierzylinder zwar keine Sinnesfreuden, ansonsten aber eine beeindruckende Vehemenz bei Beschleunigung und Durchzug. Allerdings ruckelt das DSG bisweilen, verhaspelt sich beim Anfahren oder nach engen Kehren und mindert so den Eindruck souveränen Vortriebs.

Die Bremsen verzögern hingegen dank des moderaten Leergewichts und der optionalen 20-Zoll-Bereifung kräftig und standfest, das Geräuschniveau ist trotz rahmenloser Seitenscheiben niedrig, und der Testverbrauch (10,3 l/100 km) lässt sich bei zartem Gasfuß um fast drei Liter senken.

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • sehr solide Verarbeitung
  • üppige Platzverhältnisse für Passagiere und Gepäck
  • variabler Innenraum
  • teils komplexe Bedienung ohne direkte Zugriffsregler
  • mäßige Rundumsicht
  • eingeschränkte Kopffreiheit im Fond
  • schlecht ablesbares Head-up-Display
Fahrkomfort
  • geschmeidige Federung
  • sehr bequeme Vordersitze
  • niedriges Innengeräusch
  • leise Abrollgeräusche
Antrieb
  • sehr gutes Temperament
  • befriedigende Laufkultur
  • ordentliche Reichweite
  • ruckelndes, teils unpassend schaltendes DSG
Fahreigenschaften
  • sicheres Kurvenverhalten
  • sehr gute Traktion
  • präzises Handling
  • exakte, gefühlvolle Lenkung
Sicherheit
  • kräftige, standfeste Bremsen
  • hohe Fahrsicherheit
  • sehr viele Assistenzen...
  • ...aber viele nur als Extra
  • defekte Sprachbedienung
Umwelt
  • akzeptabler Benzinverbrauch
  • niedrige Stand- und Fahrgeräusche
  • hoher Maximalverbrauch
Kosten
  • relativ günstiger Kaufpreis
  • gute Serienausstattung
  • günstige Haftpflicht und Vollkasko
  • teurer Unterhalt
  • nur zwei Jahre Garantie

Fazit

Entspanntes Cruisen passt ebenso zum Arteon wie forsches Kurvenzirkeln, gerade in der enormen Vielseitigkeit liegt ja sein großes Talent. Ein noch größeres ist es vielleicht, dass er den Zweiflern den Wind aus den Segeln nimmt, dass VW keine echte Oberklasse bauen kann. Die Wolfsburger können es.

Technische Daten
VW Arteon 2.0 TSI 4Motion Elegance
Grundpreis50.100 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4862 x 1871 x 1450 mm
KofferraumvolumenVDA563 bis 1557 l
Hubraum / Motor1984 cm³ / 4-Zylinder
Leistung206 kW / 280 PS bei 5100 U/min
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
0-100 km/h5,6 s
Verbrauch7,3 l/100 km
Testverbrauch10,3 l/100 km
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    VW-Arteon-im-Fahrbericht Volkswagen Arteon ab 334 € im Monat Sixt Neuwagen: Leasing & Vario-Finanzierung Jetzt Fahrzeug konfigurieren
    Neuester Kommentar

    Die Armaturentafel ist zwar hochwertig, aber gemessen an Preis und Positionierung des Wagens nicht pfiffig genug. Der fehlende Drehknopf für die Lautstärke ist unverzeihlich. Der ganz neue Kia Stinger dagegen hat den Drehknopf noch und dazu ein eigenständiges Interieur. Dadurch wird der Koreaner plötzlich zur Alternative, zumal dort alle Features an Bord sind und mich 7 lange Jahre Garantie schon lange reizen. Und hat der nicht einen Sechszylinder und Heckantrieb?

    Nubari 11. November 2017, 19:06 Uhr
    Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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