Audi PB18
Audi PB18 e-tron
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Audi PB 18 E-Tron

Elektro-Sportler wird gebaut

Audi hat 2018 in Pebble Beach eine Studie vorgestellt, die so gar nicht autonom fahren soll: Der PB18 E-Tron basiert auf LMP1-Technik, hat drei Elektromotoren, eine Festkörperbatterie, kann mit 800 Volt laden – und soll nun sogar gebaut werden.

Der Elektro-Superspotwagen PB18 erhält grünes Licht! Entsprechend äußerte sich der neue Audi-Boss Bram Schot gegenüber niederländischen Medien. So soll die Serienversion der Studie in einer Auflage von 50 Exemplaren an den Start gehen. Auch die technischen Komponenten bleiben erhalten. Nach dem Desaster des ersten Audi R8 E-Tron kündigt sich hier also eine Neuauflage des Audi R8 mit Elektroantrieb an.

Shooting Brake-Sportler misst 4,53 Meter

Konkret handelt es sich beim PB18 E-Tron um einen etwa 1.550 kg schweren Mittelmotor-Sportwagen mit 680 PS (500 kW). Er ist 4,53 Meter lang, zwei Meter breit und 1,15 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,70 Meter, die Überhänge sind kurz. Zusammen mit der weit nach hinten gezogenen Dachlinie und mit der breiten C-Säule erinnert das Heck an ein Shooting-Brake-Modell. Überraschend: Audi gibt das Kofferraumvolumen mit 470 Litern an. Das wäre sehr üppig für einen Sportwagen. Zum Vergleich: Ein VW Golf VII packt nur 380 Liter. Die Karosserie besteht aus einer Mischung zwischen Aluminium, Karbon und Multimaterial-Verbundstoffen.

Verschiebbares Monocoque und ausklappbarer zweiter Sitz

Drinnen entpuppt sich der PB18 E-Tron als kleine Trickkiste: Denn Fahrersitz und Cockpit sind in einer inneren, seitwärts verschiebbaren Monocoque-Schale integriert. Der Vorteil: Will der Pilot allein losfahren, kann er sich mittig wie in einem Monoposto positionieren. Ist noch ein weiterer Mitfahrer an Bord, lässt sich das Cockpit nach links verschieben und rechts ein weiterer Sitz ausklappen. Die Flexibilität entsteht Audi zufolge dadurch, dass sich Lenkung und Pedalerie by-wire steuern lassen – auf mechanische Anbindungen verzichteten die Ingolstädter bei dieser Studie.

Audi PB18 e-tron
Audi

Der Fahrer blickt nicht nur auf die Straße, sondern auf eine transparente OLED-Fläche, auf der sich beispielsweise Navigationsdaten oder aber auch die Ideallinie einer Rennstrecke einblenden lassen –Audi betont mehrfach, dass die Studie für puren Fahrspaß stehen soll. Während der Aicon beispielsweise vollgepackt Assistenzsystemen daher kam, steht beim PB18 der Fahrer im Zentrum.

Reichweite bis 500 Kilometer

Zwischen Monocoque und Hinterachse befindet sich das Batteriepaket Elektro-Renners. Die flüssigkeitsgekühlte Festkörperbatterie ist 95 kWh groß. Eine Vollladung soll für mehr als 500 km (WLTP) reichen. Die Studie sei dabei für das Laden mit 800 Volt ausgelegt – sofern die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist, ließe sich der PB18 in 15 Minuten voll aufladen. Darüber hinaus sei hier auch induktives Laden möglich, also ohne Kabel, dafür mit einer Ladeplatte, die unter dem Fahrzeug platziert ist.

Die Akkus geben Power für drei Elektromotoren. Einer sitzt vorn, die anderen beiden befinden sich mittig zwischen den Achsschenkeln und treiben über Halbwellen jeweils ein Rad an. Sie speisen eine Leistung von bis zu 150 kW an die Vorderachse und 450 kW an die Hinterachse. Insgesamt kommt der PB18 E-Tron auf 500 kW (680 PS), kurzzeitig seien sogar 570 kW (774 PS) abrufbar, verspricht Audi. Das Drehmoment liegt bei 830 Newtonmetern, einen Sprint von null auf hundert soll der Stromer in gut zwei Sekunden schaffen. Ein Torque Control Manager verteilt die Momente je nach Bedarf an die Räder der Vorder- und Hinterachse.

Fahrwerk wie beim Le Mans-Renner

Auch beim Fahrwerk der Studie orientierte sich Audi am Le Mans-Renner: Vorn und hinten hat der PB18 E-Tron jeweils eine Einzelradaufhängung an den unteren und oberen Querlenkern. Dann wären da noch 22-Zoll-Räder und 19 Zoll große Karbon-Bremsscheiben, die aber erst bei starker Verzögerung zum Einsatz kommen. Leichtes Bremsen geschieht durch die Elektromotoren, die mithilfe von Rekuperation Energie zurückgewinnen. Ein weiteres Le Mans-Feature ist das Laser-Fernlicht, das auch bei Geschwindigkeiten von über 300 km/h für eine ausgeleuchtete Strecke sorgen soll.

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