BMW Vision iNext (2021)

Erste virtuelle Mitfahrt auf der CES in Las Vegas

CES 2019

Der Vision iNext gewährt einen Blick in die Zukunft von BMW. Die Besucher der CES in Las Vegas haben nun erstmals die Möglichkeit, mitzufahren. Aber nur virtuell. Wir saßen zuvor bereits drin im autonom fahrenden Elektro-BMW.

Erst 2021 kommt die Serienversion des Vision iNext auf den Markt. Doch schon auf der CES in Las Vegas gewährt BMW den Messebesuchern eine erste Tour im autonom fahrenden Elektroauto – allerdings nur virtuell. Nachdem man eine VR-Brille aufgesetzt hat, beginnt eine „Mixed-Reality“-Simulation, die den iNext-Fahrer in eine Megacity im Jahr 2025 beamt. Zuerst plant der „Intelligent Personal Assistant“ den optimalen Tagesablauf, bevor der Mensch das Steuer übernimmt. Auf dem Highway angekommen, kümmert sich dann der BMW ums Fahren. Der Innenraum verwandelt sich in ein mobiles Büro, während der Insasse an einer Videokonferenz teilnimmt, im Internet Einkäufe tätigt und eine Sportübertragung streamt. Die Simulation soll die nahtlose Vernetzung des Fahrzeug mit der Lebenswelt des Kunden veranschaulichen.

Wir hatten schon vor einiger Zeit die Gelegenheit, auf uns den BMW Vision iNext sehr genau anzusehen. Er ist von außen sehr auffällig, wird aber sicher nicht allen gefallen: An der Front, immer noch was wie das Gesicht eines Autos, dominiert die extrem große BMW-Niere. Sie wirkt ein bisschen, wie die zu groß geratenen Zähne eines riesigen Nagetiers. Für meinen Geschmack ist sie jedenfalls mehr als einen Hauch zu groß geraten und damit etwas zu dominant.

Anders als bei den Verbrennern tritt hier nicht Kühlluft für den Motor ein, sondern hinter ihr finden die Sensoren fürs autonome Fahren Platz. Durch die großen 24-Zoll Räder wirkt der rund 5 Meter lange SAV recht kompakt, wie auch die Form an sich eher an einen sportliche Van, als an eine Limousine, einen Kombi oder einen SUV erinnert. Eine ähnliche Form hat aktuell vielleicht der Range Rover Velar.

Interieur mit unsichtbaren Bedienelementen

BMW Vision iNEXT / i5 Foto: BMW
Auch für 1,91 Meter große Menschen ist der Fond komfortable.

Lautlos öffnen sich die Türen und geben den Blick frei auf die Zukunft von BMW. Ich habe die Möglichkeit mir den neuen BMW Vision iNext ganz in Ruhe aus der Nähe anzuschauen.

Wer schon immer mal im rollenden Boutique-Hotel fahren wollte, kann das jetzt im BMW Vision iNext machen. Was so schön neudeutsch hyggelig heißt (also frei übersetzt gemütlich) setzten die Designer des Vision iNext um – mehr Lounge und Fläz-Sofa als echte Rückbank. Dank Jacquard -Stoff erinnert das Ganze dann auch eher an die großmütterliche Couch, aber Platz ist in der zweiten Reihe satt. Es ist auf jeden Fall saubequem und hat nichts von der Großserien-Rückbank. Selbst mit meiner Größe von 1,91 Meter kann sitzt man dort sehr komfortabel und kann die Aussicht auf den extrem reduzierten Innenraum genießen.

Denn im Konzept-Auto finden sich keine Knöpfe – dafür sind touchsensible Flächen in die Rückbank und auf die Armauflage zwischen Fahrer und Beifahrer eingelassen. Was davon dann in die Serie kommt bleibt abzuwarten – aber in Flächen eingelassene Bedienelemente sind grade schwer in Mode. Im iNext kommt zur knopflosen Bedienung die Möglichkeit, über einen Beamer im Dachhimmel verschiedene Videos und Fotos auf alle möglichen Flächen zu projizieren.

BMW iNext (2021)
Der künftige i5 fährt 750 Kilometer elektrisch

Lenkrad? Pedale? Können weg!

Vorne erweckt vor allem der mit Holze belegte Fahrzeugboden den Wohnzimmereindruck – und das kaum mehr als solches erkennbare Cockpit baut sich vor einem auf. Pedale und Lenkrad verschwinden auf Knopfdruck und erlauben es dem Fahrer, sich auf die Videos im Hauptscreen zu konzentrieren.

Nicht Serie ist auch der extrem entspannte Zugang zum Innenraum: Denn während die Studie noch wie beim i3 einladend große Türen gegenläufig öffnet und auf die B-Säule verzichtet, wird der i5, so heißt nämlich das Serien-Auto dann, konventionelle Türen haben.

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