09/2019, Genovation GXE Genovation
09/2019, Genovation GXE
09/2019, Genovation GXE
Genovation GXE Rendering, 2016
Genovation GXE Rendering, 2016 6 Bilder

Elektro-Corvette Genovation GXE

Das (bislang) schnellste E-Auto

Mit über 338 km/h verbessert die zum Elektroauto umgebaute Corvette C7 den eigenen Geschwindigkeitsrekord. 2020 kommt das Auto auf den Markt – in Kleinserie und zu einem enormen Preis.

Von 301 (186,8 mph) über 331 (205,6 mph) auf mehr als 338 km/h (210,2 mph): Genovation Cars hat mit seinem Elektro-Sportwagen GXE inzwischen einige Geschwindigkeits-Rekorde für straßenzugelassene Elektroautos aufgestellt. Den letzten vor wenigen Tagen auf einer Bahn auf dem Gelände des Kennedy Space Centers in Florida, beobachtet und zertifiziert von der International Mile Racing Association (IMRA). Und es soll noch mehr möglich sein: Genovation Cars strebt für den GXE sogar 220 mph (354 km/h) an.

Zwei E-Motoren liefern 811 PS und 973 Nm

Auf dem Markt ist der Elektro-Sportwagen, bei dem es sich um eine umgebaute Corvette C7 handelt, allerdings noch nicht. Anfang des Jahres 2020 soll es soweit sein. Der Genovation GXE bekommt einen 597 kW / 811 PS starken Antrieb, der aus zwei Elektromotoren besteht. Genovation kündigt zudem ein maximales Drehmoment von 973 Newtonmetern an. Für 282 Kilometer Reichweite soll eine eigens entwickelte 60-Kilowattstunden-Batterie sorgen.

09/2019, Genovation GXE
Genovation GXE Highspeed-Rekord Elektroauto
49 Sek.

Untypisch für ein Elektroauto sind die Getriebe-Optionen des Genovation GXE: Geschaltet wird entweder, wie auch in der bekannten V8-Corvette, mit einem manuellen Siebengang- oder einem Achtgang-Automatikgetriebe samt Schaltwippen. Die Gewichtsverteilung soll dem Hersteller zufolge nahezu 50:50 betragen. Gebremst wird mit Karbon-Keramik-Stoppern von Brembo, die sich hinter Kohlefaser-Felgen aus dem Hause Carbon Revolution verbergen.

Die Elektro-Konkurrenten lauern schon

Trotz allen Höchstleistungs-Anspruchs soll es den Insassen an nichts fehlen. Deshalb verfügt der Genovation GXE über ein angepasstes Infotainment-System mit zentralem 10,4-Zoll-Touchscreen und eine JBL-Soundanlage mit zehn Lautsprechern. Laut electrek.com soll die Genovation GXE 750.000 US-Dollar (aktuell etwa 683.000 Euro) kosten, Interessenten müssen 250.000 Dollar (228.000 Euro) anzahlen.

Interessant wird sein, wie lange der Genovation GXE seine Spitzenposition in der Elektroauto-Highspeed-Liste behaupten kann. Der Rimac C-Two soll bis zu 413 km/h schnell sein, für den neuen Tesla Roadster stellt Elon Musk 402 km/h als Topspeed in den Raum, auch der Pininfarina Battista soll die 400 km/h-Marke schaffen. Doch im Gegensatz zum Corvette-Umbau handelt es sich bei diesen Geschwindigkeitsangaben bislang nur um unbewiesene Ankündigungen. Das schnellste Elektroauto überhaupt ist allerdings der Venturi Buckeye Bullet 3. Die auf Topspeed optimierte, nicht straßenzugelassene Zigarre auf vier Rädern schaffte in einer Salzwüste in Utah 549,4 km/h.

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... höchst anerkennenswert. Das schafft nur echte Hightech.
... völlig absurd. Rekordjagden mit Ökoantrieb sind für mich überflüssig.

Fazit

Ob Elon Musk oder Genovation: Die amerikanischen Elektroauto-Bauer sind derzeit im Rekordfieber. Es ist aber davon auszugehen, dass sich schon bald andere Konkurrenten anschließen und der Rekord der umgebauten Corvette nicht allzu lange Bestand haben wird. Wichtiger wäre sowieso erstmal, dass das Auto auch wirklich auf den Markt kommt und den Alltag seiner Besitzer bewältigt.

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