Ferrari Elektroantrieb Patent Ferrari
Ferrari Elektroantrieb Patent
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Erster Elektro-Ferrari nicht vor 2025

Erste Patente zum E-Ferrari aufgetaucht

Laut Ferrari-Chef Louis Camilleri müssen Kunden noch bis 2025 auf ein Elektroauto der Marke warten. Jetzt gibt es erste Patente zu einem möglichen Elektro-Ferrari.

Die Batterietechnik braucht noch viel mehr Entwicklung, ehe sich Ferrari ein rein elektrisch betriebenes Auto der Marke vorstellen kann, dämpfte Ferrari-Chef Louis Camilleri Ende 2019 jüngste Erwartungen nach einem rein elektrisch angetriebenen Ferrari. Bisher waren Branchenkenner davon ausgegangen, dass die Italiener ab 2022/2023 ein Elektroauto anbieten könnten. Es gäbe noch viel zu große Probleme beim Schnellladen und beim autonomen Fahren, legte Camilleri bei einem Lunch im Centro Stile in der Ferrari-Fabrik in Maranello nach.

Ferrari SF90 Stradale
Ferrari
Hybridisiert: Mit dem SF90 Stradale fährt Ferrari teilelektrisch.

Camilleri verriet, dass man sich die Machbarkeit eines vollelektrischen GT angeschaut und sich dann für hybridisierte Fahrzeuge entschieden habe. Eines der ersten Fahrzeuge dieser Hybrid-Sportwagen-Serie ist der Anfang 2019 vorgestellte SF90 Stradale. 2022 sollen 60 Prozent aller verkauften Ferraris Hybridmodelle sein.

Elektrisch, mit Range Extender oder als Hybrid

Im Januar 2020 hat das Europäische Patentamt jetzt ein Ferrari-Patent veröffentlicht, das einen rein elektrisch angetriebenen Zweisitzer skizziert. Vorgesehen sind in der Patentschrift je zwei L-förmig aufgebaute Elektroantriebsmodule je Achse. Damit würde der Elektro-Ferrari zum Allradler, auch eine Momentensteuerung per Torque Vectoring wäre möglich. Die Antriebseinheiten an der Vorder- und der Hinterachse arbeiten dabei mechanisch völlig unabhängig voneinander.

Die Batterie würde nach der Patentanmeldung hinter den Passagieren vor der Hinterachse sitzen. Hier ist laut Patent aber auch ein Verbrenner als Antrieb für einen Generator denkbar. Für die Batterievariante sieht das Patent zudem die Möglichkeit eines Schnellausbaus durch die Heckklappe vor. Möglicherweise denkt Ferrari hier an ein Batteriewechselsystem. Als weitere Option sieht das Patent einen Hybridantrieb vor, bei dem der Verbrenner direkt die Hinterräder antreiben würde und von den E-Motoren unterstützt werden könnte.

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Ferrari hat bei der Umsetzung eines reinen Elektroautos keine Eile – anscheinend fehlen Signale der Kundschaft, die auf einen verstärkten Wunsch nach einem Elektroauto hinweisen. Außerdem haben Autofahrer, die sehr lange Strecken sehr schnell fahren bei Elektroautos ein Problem mit der zu geringen Speicherkapazität des Hochvolt-Akkus. Dieses Problem ließe sich mit Ladevorgängen abmildern, die genauso schnell ablaufen wie Tanken – soweit ist die Technik trotz permanenter Verbesserungen aber noch nicht.

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