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03/2021, ELMS Urban Delivery Electric Last Mile, Inc.
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03/2021, ELMS Urban Delivery 6 Bilder

ELMS Urban Delivery: Kleintransporter mit Elektroantrieb

ELMS Urban Delivery Elektrischer Transit-Klon

Das Startup Electric Last Mile, Inc. stellt einen elektrisch angetriebenen Kleintransporter vor, der frappierend an einen Transporter-Klassiker erinnert.

Startups, die elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge bauen wollen, schießen in den USA derzeit wie Pilze aus dem Boden. Der jüngste Vertreter nennt sich Electric Last Mile, Inc. und hat seine Heimat im Städtchen Troy im US-Bundesstaat Michigan. Das Startup ist seit Dezember 2020 im US-Börsenindex NASDAQ notiert und stellt nun sein Erstlingswerk vor: Den Elektro-Lieferwagen ELMS Urban Delivery, dessen Produktion zum Ende des dritten Quartals 2021 in einem Werk in Mishawaka, Indiana, starten soll. Allerdings ist der Kauf der Fabrik noch nicht abgeschlossen.

Antrieb und Akkus von chinesischen Partnern

Der zum US-amerikanischen Klasse-1-Nutzfahrzeug-Segment gehörige Kleintransporter erinnert optisch stark an den letzten Ford Transit. Vor allem die Scheinwerfer scheinen direkt von der vergangenen, bis 2013 gefertigten Generation des Lieferwagen-Klassikers zu stammen. Offiziell hat Electric Last Mile mit Ford allerdings überhaupt nichts zu tun. Die Antriebskomponenten liefert stattdessen ein ursprünglich aus China stammender Partner namens Jing-Jin. Leistungsdaten oder Fahrwerte sind bislang allerdings nicht bekannt.

03/2021, ELMS Urban Delivery
Electric Last Mile, Inc.
Die Optik des ELMS Urban Delivery erinnert stark an die letzte Generation des Ford Transit.

Auch der Batterie-Lieferant kommt aus China. Dabei handelt es sich um die Contemporary Amperex Technology Co. Limited, hierzulande besser bekannt unter ihrem Kürzel CATL. Die Akkus, deren Zellchemie aus Lithium-Eisen-Phosphat bestehen soll, versprechen eine Reichweite von 241 Kilometern und sollen sich in etwa zwei Stunden vollständig aufladen lassen. Die Energiespeicher sollen zudem derart clever im Chassis untergebracht sein, dass der ELMS Urban Delivery eine Ladekapazität von 4.815 Litern bietet. Nicht schlecht für einen mit 4,50 Meter Länge, 1,68 Meter Breite und 1,98 Meter Höhe (Radstand: 3,05 Meter) recht kompakten Lieferwagen. Die maximale Zuladung gibt Electric Last Mile mit 1.090 Kilogramm an.

Besonders geringe Betriebskosten

Die Kooperationspartner aus Fernost, die ihre Komponenten für den ELMS Urban Delivery allerdings in amerikanischen Produktionsstätten fertigen werden, hat sich Electric Last Mile natürlich vor allem aus Kostengründen ausgesucht. Das Startup stellt für den ab etwa 25.000 Dollar (knapp 21.000 Euro) erhältlichen Urban Delivery 60 Prozent geringere Unterhaltskosten in Aussicht als bei einem konventionellen Kleintransporter. In der finanziellen Gesamtbilanz soll der Elektro-Transporter um bis zu 35 Prozent besser dastehen. Zudem soll der Lieferwagen datentechnisch komplett vernetzt sein, was ebenfalls in erster Linie darauf abzielt, die Effizienz zu steigern und dadurch die Betriebskosten zu minimieren.

Angeblich haben diese Argumente bereits viele Kunden überzeugt: Electric Last Mile behauptet, dass bereits 45.000 – allerdings unverbindliche – Vorbestellungen für den ELMS Urban Delivery vorliegen.

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Fazit

Alle bisher veröffentlichten Mitteilungen rund um Electric Last Mile und den ELMS Urban Delivery strotzen nur so vor Konjunktiven und großen Ankündigungen. Das ist nicht ungewöhnlich für Startups innerhalb der Autobranche, kann aber auch nach hinten losgehen, wie in jüngster Vergangenheit einige Negativ-Beispiele gezeigt haben. Ob es sich hier um ein Top oder Flop handelt, muss die Zukunft zeigen.

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