Kia e-Soul (2019)

So fühlt sich der neue Elektro-Kia an

11/2018, Kia e-Soul 2019 Sitzprobe Michael von Maydell LA Auto Show Foto: Michael von Maydell 15 Bilder
LA Auto Show 2018

Auf der L.A. Autoshow debütiert der neue Kia e-Soul, der 2019 auf den deutschen Markt kommt. Wir saßen bereits drin und haben festgestellt: So flippig das kleine Elektro-SUV außen wirkt, so nüchtern und praktisch ist er innen.

Gegenüber von mir steht er – der neue Soul. Und immer noch genießt er mehr Aufmerksamkeit als all die prächtigen Mustangs am Stand nebenan. Nicht schlecht für den Anfang. Auch wir sind durch den komplett neu entwickelten Soul schon durchgekrabbelt. Wirklich begeistert sind wir von dem äußerlich so launigen Koreaner allerdings nicht.

Nüchtern, aber einfach zu bedienen

Er ist und bleibt eben ein Kia und gibt sich innerlich ziemlich nüchtern. Die Instrumente sind analog ausgeführt, das Infotainment-und Navisystem sitzt wie üblich in der Mittelkonsole und an großen Fächer und Ablagen mangelt es nicht. Doch vieles ist grau gefärbt, harte Kunststoffe dominieren, bunte Einsätze sind nicht zu entdecken. Fairerweise sei angemerkt, dass es sich hier um ein Vorserienmodell handelt und die Hoffnung, dass sich Interieur-Designer bei Kia noch etwas einfallen lassen, ist sicher nicht unbegründet.

11/2018, Kia e-Soul 2019 Sitzprobe Michael von Maydell LA Auto Show Foto: Michael von Maydell
Analoge Instrumente, klassisches Infotainment, viel Platz und Ablagen: der Innenraum des neuen Kia e-Soul.

Ein gewichtiger Vorteil des konservativen Interieurs ist freilich seine einfache Bedienung, das wir immer wieder sehr zu schätzen wissen. Auch als E-Mobil. Ein Drehknopf zwischen den Sitzen dient als Automatik-Wählhebel und mittels wertiger Paddels am Lenkrad lässt sich die Rekuperation einstellen.

Viel Platz und eine ebene Ladefläche

Die Stoffsitze selbst sind kia-typisch weich gehalten, aber bequem und einfach zu verstellen. Nichts zu mäkeln gibt’s am Platzangebot. Trotz des trendigen Soul-Designs geht es selbst im Fond luftig zu. Für Kopf, Knie und Füße ist genug Platz und die starre Rückbank bietet genügend Beinauflage. Oft ein Knackpunkt im Fond: zu kurz einstellbare Kopfstützen. Das ist im neuen Soul aber kein Thema.

Sind die Lehnen umgeklappt, ergibt sich eine ebene Ladefläche. Eine angenehm niedrige Ladekante erleichtert die Beladung des Kofferraums. Kaum minder wichtig: Das zugehörige Ladekabel muss nicht im Kofferraum herum fliegen, sondern passt in ein hinreichend tiefes Unterbodenfach, dass Kia trotz Akku noch unterbringen konnte.

Kia e-Soul (2019)
In Europa nur noch mit E-Antrieb

Fazit

Ja, Kia geht den vernünftigen Weg, erreicht aber so sicher mehr Interessenten als mit einem spacigen Design, wie wir es beispielsweise vom Prius kennen. In jedem Fall gelungen ist die faire Platzverteilung zwischen Passagier und Maschine. Ach, und unter der Haube findet sich tatsächlich eine fast bunte Motorabdeckung. Geht doch.

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