09/2019, Kamag E-Catering Wiesel Kamag

Kamag E-Catering Wiesel

Essen auf Rädern - vollelektrisch

Mit dem Kamag E-Catering Wiesel kommen die Fertig-Mahlzeiten fortan elektrisch zum Flugzeug. Das ist aber nicht die einzige Innovation, die der Lastwagen zu bieten hat.

Auf Flughäfen ist die Elektromobilität längst angekommen. Ob Lieferwagen, Busse oder Lastwagen: Am Airport fahren schon vergleichsweise viele Funktions-Fahrzeuge mit der Kraft des Stromes. Bald soll auch das Bordessen elektrisch zum Flieger gebracht werden. Mit einem Modell der auf solche Fahrzeuge spezialisierten Firma Kamag, die nun einen Lkw mit dem wunderbaren Namen E-Catering Wiesel präsentiert. Premiere feiert das Fahrzeug auf der Inter Airport Europe, der Leitmesse für Flughafenbedarf in München (8. bis 11. Oktober).

Zwei E-Motoren für den Flughafen-Lkw

Der E-Catering Wiesel verfügt über zwei Elektromotoren: Ein 156 kW (212 PS) starkes Triebwerk sitzt an der Hinterachse und leitet seine Kraft direkt zu den Hinterrädern. Ein weiterer E-Motor treibt neben der Lenkungs- auch die Arbeitshydraulik an; also jene Technik, die die Ladefläche über ein Scherensystem auf Höhe der Flugzeugtüren bringt. Die Kühlmaschine ist als sogenanntes Split-Gerät ausgeführt, dessen Kältemaschine sich am Fahrgestell und der Verdampfer im Aufbau befindet. Vom Layout mit mehreren Motoren soll die Energieeffizienz das Kamag E-Catering Wiesel profitieren, weil immer nur die Maschine läuft, die gerade gebraucht wird.

09/2019, Kamag E-Catering Wiesel
Kamag
Die Fahrerkabine lässt sich zur Seite schieben, um ebenerdig entladen zu können.

Die Energieversorgung stellen zwei Lithium-Ionen-Batteriepakete sicher, die über eine Gesamtkapazität von 80 Kilowattstunden verfügen. Das soll für eine komplette Acht-Stunden-Arbeitsschicht reichen. Strom lässt sich an einer normalen Ladesäule, an einer Wallbox oder über eine Haushaltssteckdose tanken. Zudem kann der bis zu 40 km/h schnelle E-Catering Wiesel über seinen E-Motor rekuperieren. Der Elektro-Lastwagen besitzt auch eine Straßenzulassung, kann also grundsätzlich außerhalb des Flughafengeländes fahren. Auf die 7,4 Meter lange Ladefläche lassen sich bis zu 4,5 Tonnen laden.

Auch ebenerdiges Ent- und Beladen ist möglich

Aber nicht nur beim Elektroantrieb ist der E-Catering Wiesel ein Pionier. Auch seine Übergabehöhe bezeichnet Kamag als „einzigartig“. Das Serienmodell deckt eine Übergabehöhe von 2,1 bis 6,0 Metern ab, wodurch alle gängigen Flugzeugtypen erreicht werden können (Ausnahme: das obere Deck des Airbus A380). Optional beträgt die Übergabehöhe zwischen 1,35 und 6,0 Meter, und auch eine Variante mit ebenerdiger Lademöglichkeit lässt sich realisieren. Das kann zum Beispiel bei Privatjets sinnvoll sein. Dabei lässt sich die zweisitzige Fahrerkabine mit großem Front- und Dachfenster seitlich verschieben, wodurch daneben Platz für eine fast einen Meter große Übergabebrücke ergibt, die bis zum Boden heruntergelassen werden kann.

Umfrage

87 Mal abgestimmt
Ist der Elektroantrieb für solche Funktions-Lkw sinnvoll?
Absolut. Wenn nicht für solche Einsatzzwecke, für was dann?!
Nein. Der Dieselantrieb hat sich ewig bewährt und ist nicht zu schlagen.

Fazit

Wegen ihrer schlechten Klimabilanz ist die Fliegerei zuletzt stark in Verruf geraten. Um das zumindest in Ansätzen auszugleichen, versuchen immer mehr Flughäfen, am Boden möglichst viele Elektrofahrzeuge einzusetzen. Am Wiener Flughafen wurde ein Prototyp des E-Catering Wiesel von Kamag übrigens bereits getestet und offensichtlich für gut befunden. Der Elektroantrieb wird sich bei dieser Art Fahrzeugen schnell durchsetzen, so viel ist sicher.

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