04/2019, Fahrbericht Kia e-Soul Kia / Florian Quandt
04/2019, Fahrbericht Kia e-Soul
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04/2019, Fahrbericht Kia e-Soul 26 Bilder

Kia hat zu wenig Akkus bestellt

Lieferengpässe bei Elektroautos

Kia ist vom Run auf seine Plugin-Hybride und Elektroautos überrascht und kommt mit der Produktion wegen fehlender Batterien nicht nach.

Sich rechtzeitig ausreichende Batteriekapazitäten sichern, gehört zu den Grundlagen beim Elektroautobau. Aktuell gibt es nur eine Handvoll Akku-Hersteller – vorwiegend im asiatischen Raum. Dort bezieht auch Kia seine Batterien: Die südkoreanischen Unternehmen LG Chem und SK Innovation sind die Lieferanten.

Als reine Elektroautos hat Kia den e-Soul und den e-Niro im Programm, 2021 kommt das Serienmodell der jetzt vorgestellten Studie Imagine by Kia hinzu. Außerdem erweitern die Koreaner ihre Plugin-Hybrid-Modellpalette. In einem Interview mit Automotive News gestand Kia-Europa-Chef Emilio Herrera jetzt ein, dass man von der Nachfrage an elektrifizierten Fahrzeugen überrollt sei. Auf vielen europäischen Märkten sei bereits das Kontingent für 2020 angebrochen. Mit den Lieferungen kommt Kia kaum nach: es mangelt an Batterien – man könne nicht genug davon bekommen, seufzt Herrera.

Kia e-Niro Fahrbericht Praxistest 2019
Kia
Die rein elektrisch angetriebene Variante des Kia Niro nennt sich e-Niro. Die unerwartet starke Nachfrage nach dem Modell hat Kia überrollt.

Ein Jahr Wartezeit ist zu viel

So betragen die Wartezeiten auf Elektroautos von Kia aktuell ein Jahr oder mehr. Immerhin sind die Plugin-Hybride nicht betroffen: Dort habe man rechtzeitig mit den Lieferanten nachverhandelt. Aber bei den reinen Elektroautos fiel die Nachfrage einfach erheblich stärker aus als prognostiziert. Aktuell setze Kia alles daran, die Batterieproduktion hochzufahren, bekräftigt der Europa-Chef. Man sei zuversichtlich, 2020 die geplanten 40.000 Elektroautomodelle in Europa zu verkaufen. Dann dürfte 2021 auch die Serienproduktion der frisch vorgestellten Elektro-Studie Imagine by Kia engpassbefreit anlaufen.

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Fazit

Das Sichern der nach wie vor begrenzten Batterie-Produktionskapazitäten scheint bei der Herstellung von Elektroautos ein immer wichtigeres Wettbewerbs-Element zu sein. Nicht umsonst schimpfte kürzlich Panasonic-Chef Kazuhiro Tsuga, Tesla habe seiner Ansicht nach die Planung zur Batterieproduktion für das für 2020 vorgesehenen Model Y verpennt.

Während alle anderen Komponenten anscheinend schnell und unbegrenzt verfügbar sind, erweist sich die Akkuproduktion immer wieder als Flaschenhals bei der Elektroauto-Herstellung. Kias Fehleinschätzung in Sachen Elektroautoabsatz ist also keine Lappalie, sondern ein vorhersehbarer Wettbewerbsnachteil, den die Koreaner jetzt mit hohem Aufwand ausbügeln müssen.

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Der Elektro-Niro im Alltagseinsatz unter die Lupe genommen.

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