06/2019, Seat Mii Electric Seat

Seat Mii Electric

Elektrokleinstwagen kostet ab 16.300 Euro

Seat bringt zum Jahresende mit dem Mii Electric einen Elektro-Kleinwagen an den Start. Sein Listenpreis: 20.650 Euro. Abzüglich der Förderung und Prämien kostet der Spanier ab 16.300 Euro.

Die spanische VW-Tochter Seat steigt mit dem Mii bei den Elektroautos ein. Der Mii Electric kommt zum Jahresende in den Handel; mit Verbrennungsmotoren wird es den Kleinwagen dann nicht mehr geben. Vorbestellungen nimmt Seat seit Anfang September entgegen. Die Produktion im Werk Bratislava startet im vierten Quartal 2019. Die Listenpreise starte für den in fünf Farben erhältlichen Mii Electric bei 20.650 Euro. Es ist damit eines der preiswertesten Elektrofahrzeuge auf dem Markt und kosten etwa so viel wie vergleichbare Kleinwagen mit Verbrennungsmotor.

Antriebstechnik vom Skoda Citigo-E

Bei der Antriebstechnik kopiert der Seat Mii Electric das Schwestermodell Skoda Citigo-E. Beide Autos setzen auf einen Elektromotor mit 61 kW (83 PS) Leistung, der an ein Automatikgetriebe mit einem Gang gekoppelt ist. Das maximale Drehmoment liegt im Fall des Seats bei 212 Newtonmetern. Den Sprint von Null auf 50 km/h soll der elektrische Mii in 3,9 Sekunden absolvieren können. Energie liefert ein 36,8 kWh Lithium-Ionen-Akku, der nach WLTP-Standard eine Reichweite von 260 Kilometer gewährleisten soll.

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Der Wechsel des Antriebskonzepts geht einher mit leichten stilistischen Veränderungen. Der Mii Electric gibt sich nicht nur durch neue Schriftzügen am Heck, sondern auch durch 16-Zoll-Felgen in mattem Grau zu erkennen. Innen gibt es ein anders gestaltetes Armaturenbrett, Ambientebeleuchtung, beheizte Sportsitze und Leder an Lenkrad sowie Wähl- und Handbremshebel. Als Assistenzsystem zieht ein Spurhalteassistent serienmäßig ein. Außerdem ist der Mii Electric der erste Seat, der das Connect-System erhält. Per Smartphone-App können die Fahrdaten und Parkposition überprüft werden. Ebenso lässt sich checken, ob die Türen verschlossen sind oder das Licht ausgeschaltet ist. Zusätzlich lässt sich die Klimaanlage fernsteuern.

Der Mii Electric bildet den Auftakt in eine Elektro-Offensive, die schon bald weitere reine E-Autos sowie Plug-in-Hybride (PHEV) mit sich bringt. Dazu gehört die Serienversion der Elektro-Studie El-Born, hinter der sich das Seat-Pendant zum VW ID. 3 verbirgt. Der neue Leon und der Tarraco kommen als PHEV. Es folgen zudem Power-Plug-in-Hybride der sportlichen Submarke Cupra, namentlich der Formentor und die Dynamik-Version des neuen Leon.

Fazit

Im ersten Moment verwundert es, dass der VW-Konzern die Kleinwagen seiner Tochterfirmen im hohen Alter von Grund auf elektrifiziert. Denkt man intensiver darüber nach, könnte die Strategie jedoch aufgehen. Das technische Packaging gibt der sowieso vorhandene VW E-Up vor, die Gleichteile-Strategie zwischen Seat Mii Electric und Skoda Citigo-E hält die Kosten im Rahmen. Zudem dürften günstige Elektroautos schon sehr bald stark nachgefragt werden – und Volkswagen steht mit seinen Modellen dann auf der Pole Position.

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Der E-Citigo kommt Anfang 2020. In Norwegen ist er seit Juli bestellbar.

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