VW ID.3 VW

VW ID.3 1st (2020)

Startversion für unter 40.000 Euro schwer gefragt

Seit dem 8. Mai kann der VW ID.3 vorbestellt werden. Allerdings vorerst nur in der Einführungs-Edition mit dem Namenszusatz 1st mit spezieller Ausstattung. Das Stromtanken ist für ein Jahr inklusive. Nur 24 Stunden später liegen bereits über 10.000 Reservierungen vor.

Nun steht es also fest: Das erste Mitglied der neuen elektrischen Volkswagen-Familie heißt ID.3 und wird ab November im sächsischen Zwickau produziert. Im Juni 2020 kommt das MEB-Auto zu den Händlern, aber vorbestellen lässt es sich in 29 europäischen Ländern seit dem 8. Mai 2019 jetzt. „Ab heute kann jeder dabei sein“, sagte Jürgen Stackmann, VW-Vorstandsmitglied für Vertrieb, Marketing und After Sales, bei der Präsentation.

Auf 30.000 Exemplare limitiert, bereits über 10.000 bestellt

Um eines von maximal 30.000 Exemplaren der Einführungsversion ID.3 1st zu erhalten, muss man sich auf einer eigens eingerichteten Website registrieren und 1.000 Euro anzahlen. Das scheinen Kunden reichlich getan zu haben, denn VW verkündet nach nur 24 Stunden bereits über 10.000 Reservierungen für den ID.3 und spricht dabei sogar von zeitweise überlasteten Reservierungs-Systemen.

Bei der Reservierung gilt: Nur Privatpersonen haben die Chance auf das Auto, und jeder bekommt nur ein Exemplar. Erhält man die Bestellung aufrecht, wird nach frühestens rund einem Jahr ein eigens konfiguriertes Elektroauto ausgeliefert, bei dem im Preis von knapp 40.000 Euro für ein Jahr (bis maximal 2.000 kWh) Strom enthalten ist. Dieser lässt sich an jenen Ladesäulen, die Volkswagens WeCharge-App vorschlägt, und an allen Ionity-Schnellladesäulen beziehen.

VW ID.3

Der VW ID.3 1st verfügt über das 58-kWh-Batteriepaket, das nach WLTP-Norm je nach Fahrweise für 300 bis 420 Kilometer Reichweite gut ist und von dem VW ausgeht, dass es am meisten nachgefragt wird. Es ordnet sich in der Mitte des Akku-Angebots ein: Eine 45-kWh-Batterie für 330 Kilometer und ein 77-kWh-Stromspeicher, der 550 Kilometer ermöglichen soll, folgen später. Und zwar genau dann, wenn die 30.000 Exemplare des ID.3 1st abverkauft sind. Das soll die Komplexität des Serienanlaufs für VW beherrschbar machen. So könne man die Umfänge und Abläufe abschätzen und damit die nötige Qualität sicherstellen.

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Drei Ausstattungslinien, vier Farben

Erste Eckdaten zur Ausstattung stehen bereits fest. Den VW ID.3 1st wird es in vier noch nicht näher benannten Farben und in drei Ausstattungsvarianten geben. Immer dabei sind große Felgen, die Sprachsteuerung Voice-Control und ein Navigationssystem. Der etwas höher positionierte ID.3 1st Plus wird zusätzlich über die LED-Matrix-Scheinwerfer IQ Light und eine Zweifarben-Lackierung verfügen. Das Topmodell ID.3 1st Max ist darüber hinaus mit einem großen Panorama-Glasdach und Head-up-Display mit Augmented-Reality-Elementen ausgerüstet.

VW ID.3
VW ID.3 Vorstellung des Elektroautos
29 Sek.

Der ID.3 ist das erste Serienauto, das auf Volkswagens Modularem E-Antriebs-Baukasten (MEB) basiert. Darin sitzt das Batteriemodul im Fahrzeugboden zwischen den Achsen. Der Elektromotor mit 170 oder 204 PS, der den ID.3 auf mindestens 180 km/h beschleunigen soll, wird über der Hinterachse platziert. Das Layout lässt das Elektroauto etwas in die Höhe wachsen, das Design lässt sich trotz bisheriger Camouflage-Optik getrost als Van-artig bezeichnen. Entsprechend üppig sollen die Platzverhältnisse ausfallen: Trotz Golf-Außenmaßen soll der ID.3 das Raumangebot eines Passat bieten.

Ab September kann der ID.3 verbindlich bestellt werden

Die eigentliche, dann verbindliche Bestellphase startet kurz nach der IAA im September und wird im April 2020 endgültig wirksam. Bis dahin kann die Registrierung gebührenfrei storniert werden. Um die Auslieferung kümmern sich wie gehabt die VW-Händler; Erstkunden können bei ihrer Vorbestellung eine Wunsch-Vertretung benennen. Die wichtigsten europäischen Märkte für den ID.3 werden Volkswagen zufolge Norwegen, Deutschland, die Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Österreich sein. VW will jährlich mehr als 100.000 Exemplare des in der Basisversion weniger als 30.000 Euro teuren ID.3 verkaufen.

VW ID.3 Leak
VW/Leak 1/30 Ab dem 8. Mai 2019 kann der VW ID.3 vorbestellt werden.
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Fazit

Vorbestellungen mit Anzahlung, und das Auto lässt noch über ein Jahr auf sich warten? Das kennen wir so bislang vor allem von Tesla. Und den Trend zum vorkonfigurierten Sondermodell zur Markteinführung haben die Premiumhersteller – allen voran Mercedes – gesetzt. VW adaptiert also einmal mehr gute Konzepte, um einen störungsfreien Marktanlauf sowie ein sofort hohes Absatzvolumen zu garantieren und dank der 1.000-Euro-Anzahlung etwas mehr „Working Capital“ zu generieren. Einmal mehr zeigt sich: Bei seiner neuen Elektroauto-Familie überlässt VW nichts dem Zufall. Denn sie wissen in Wolfsburg, dass der Schuss sitzen muss – sie haben nur diesen einen.

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