McLaren Senna GTR

Alle Daten und Infos zum Rennstrecken-Hypercar

McLaren Senna GTR Concept Genf 2018 Foto: Patrick Lang 55 Bilder

Der McLaren Senna zielt voll auf Anpressdruck. Kurven sind das Revier des Hypercars. Mit einer Rennversion setzt McLaren noch einen obendrauf. Der 825 PS starke Senna GTR soll bis zu einer Tonne Abtrieb generieren.

Hypercars sind in Mode, genauso wie ihre Rennversionen. McLaren baute eine vom Hypercar P1. Ferrari eine vom LaFerrari. Aston Martin verschärft den Valkyrie mit einer Variante, die ausschließlich auf Rennstrecken benutzt werden darf. Es heißt, der AM-RB 002 habe das Potential, so schnell wie die Autos in der letzten Startreihe der Formel 1-Startaufstellung zu fahren.

Aston Martin Valkyrie (2019)
Weiterverkaufssperre für Hypercar

McLaren geizt ebenfalls nicht mit Superlativen: 825 PS, ein Drehmoment von 800 Newtonmeter und ein Gesamtabtrieb von 1.000 Kilogramm. Die extremste Ausbaustufe trägt das Kürzel GTR – wie einst der McLaren P1 GTR. Der Senna GTR ist die Rennstrecken-Adaption, ohne Straßenzulassung und limitiert auf 75 Stück. McLaren zeigte auf dem Genfer Autosalon 2018 ein Concept Car, das aber noch stark überarbeitet wird. Das Modell sollte vorwiegend P1- und Senna-Kunden angeboten werden. Klar, sie waren ratzfatz vergriffen. Immerhin: McLaren fertigt mehr als doppelt so viele Exemplare wie vom 1.000 PS starken P1 GTR. Diesen Überflieger gibt es nur 35 Mal. McLaren könnte noch weit mehr als die 75 Exemplare des Senna GTR bauen, will es aber nicht. Ausgeliefert wird voraussichtlich ab September 2019. Zu diesem Zeitpunkt peilt McLaren das Produktionsende des straßenzugelassenen Senna.

Breitere Karosserie, fettere Reifen

1,1 Millionen Pfund zuzüglich Steuern sind für den Rennwagen fällig. Dafür gibt es neben der moderaten Leistungssteigerung des biturbogeladenen Vierliter-V8 um 25 PS auch Änderungen an Aerodynamik und Fahrwerk. Laut McLaren ist der Senna GTR das extremste Auto, das bislang in Handarbeit im Werk in Woking gebaut wurde. Die Kohlefaser-Karosserie wird vorne und hinten verbreitert, damit breitere Reifen auf die Radträger passen. Über die Dimension schweigt McLaren noch. Der Straßen-Senna trägt folgende Größe: 245/35 ZR19 vorn und 315/30 ZR20 hinten.

McLaren Senna GTR - Designskizze - Hypercar Foto: McLaren
Designskizze des McLaren Senna GTR

Der Frontsplitter wächst genauso wie der Heckdiffusor, um die Aero-Balance zu wahren. Der aktive Heckflügel wird neu positioniert. Diffusor und Flügel sollen so ausgerichtet werden und zusammenspielen, dass eine Verbesserung der Lufteffizienz erwirkt wird, „indem sie den Flügel mit dem Luftstrom aus dem Diffusor koppeln und bei niedrigeren Geschwindigkeiten einen größeren – und zugänglicheren – Abtrieb ermöglichen“. Der Abtrieb steigt gegenüber dem Straßen-Senna um 200 Kilogramm auf 1.000 kg. Wir erinnern uns: Der McLaren P1 GTR erzeugte bei 240 km/h einen Gesamtabtrieb von 660 Kilo. In Kurven soll der Senna GTR noch stabiler sein als die Straßen-Version und auf der Bremse noch weniger einknicken, was die Bremsstabilität verbessern soll.

Kraft bei Bremsverzögerung von 3g

Die Bremsverzögerung soll in Kombination mit den griffigeren Rennreifen um 20 Prozent steigen. McLaren spricht von Kräften von mehr als 3g. Zum Vergleich: Aston Martin berechnet die Kräfte des AM-RB 002 bei einer Vollbremsung aus hohen Geschwindigkeiten auf bis zu 3,5g. Am Fahrwerk bessert McLaren bei der Geometrie der Doppelquerlenkeraufhängung, den Federn, Dämpfern und Stabilisatoren nach. McLaren will das Gewicht des Senna nach unten drücken. Die Straßen-Version wiegt trocken knapp unter 1,2 Tonnen. Die Airbags fliegen raus, das Infotainment-System wird beschnitten. Womöglich tauscht McLaren wie beim über 1,4 Tonnen schweren P1 GTR die Glasscheiben gegen Polycarbonat aus. Bestimmt gibt es noch ein Extra-Portiönchen Carbon für den ohnehin mit Carbon übersäten Senna. Das genaue Gewicht des GTR verschweigen die Briten noch.

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