Mercedes-Forschung

Wir integrieren Google Glass

Google Foto: Archiv

Die Mercedes-Entwickler im vergrößerten Mercedes-Forschungszentrum im Silicon Valley arbeiten daran, die neue Datenbrille Google Glass in die Navigationstechnologie des Autos einzubinden.

"Eine Integration der sogenannten Google Glass ermöglicht dann eine Navigation von Tür zu Tür", sagte Johann Jungwirth, President Research & Development, bei Mercedes-Benz in Nordamerika, im Gespräch mit auto motor und sport. "Sollte ich beispielsweise in einer unbekannten Stadt vergessen haben, wo ich mein Auto geparkt habe, dann leitet mich die Google-Brille dorthin", so Jungwirth. "Oder die Brille bringt mich von meiner Haustür zum Auto und übergibt das Navigationsziel automatisch ans Fahrzeug. Das heißt, ich muss mein Ziel nicht noch einmal ins Navigationssystem eingeben, die Brille gibt es direkt ans Auto weiter.“

Vernetzung wird zunehmen

Durch diese Kombination werde die Auto- und die Fußgängernavigation unkompliziert verknüpft. Das sei aber keine ferne Zukunftsmusik. "Das sind Themen, die demnächst auf den Markt kommen werden."

Überhaupt sind die Entwickler überzeugt, dass die Bordelektronik immer stärker mit mobilen Geräten der Autofahrer vernetzt wird. "Es wird sich viel tun auf dem Gebiet der "wearable devices", also der Geräte, die am Körper getragen werden können, wie zum Beispiel eine Uhr oder eine Brille", betont Herbert Kohler, Leiter der Daimler-Konzernforschung. "Als Beispiel ist hier eine intelligent vernetzte Uhr wie die Pebble Smartwatch zu nennen, in die man Fahrzeuginformationen integrieren und dann ablesen kann, ohne dass man sein Smartphone aus der Tasche ziehen muss."

Der nächste Schritt werde dann die Verbindung der Auto-IT mit dem Tablet oder Home-Computer sein. "Das Auto wird Teil des Internets der Dinge als Datenknotenpunkt, auf den ich von außen mit meinem Smartphone oder Tablet zugreifen kann und den ich von dort bereits konfigurieren kann, intelligent vernetzt – sogar mit meinem Smart Home", so Jungwirth. "All die Einstellungen, die man heute noch im Auto macht, wird man künftig von außen vornehmen können. Früher ist man zur Bank gefahren, um eine Überweisung zu tätigen, heute macht man es vom Rechner, Tablet oder Smartphone. So ähnlich wird sich das auch beim Auto entwickeln."

Weitere Themen in auto motor und sport - Heft 4/2014 - ist ab dem 6.2.2014 im Handel.

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