Mercedes S-Klasse

Alle Infos, Daten und Preise zur neuen Limousine

Mercedes S-Klasse Facelift 2017 Weltpremiere Shanghai Auto Show Foto: Patrick Lang 51 Bilder

2013 hatte Mercedes die neue S-Klasse enthüllt. 2017 wurde das Facelift des Luxusliners an den Start geschoben. Auf der IAA 2017 wurde zudem die neue Plug-in-Hybridversion S 560 e vorgestellt. Die kann ab sofort bestellt werden.

Plug-in-Hybrid für die S-Klasse

Jüngstes Mitglied der S‑Klasse Familie ist ein Plug-in-Hybrid der neuesten Generation, der bereits auf der IAA 2017 vorgestellt wurde. Der Hybridantrieb des S 560 e kombiniert einen 367 PS und 500 Nm starken Dreiliter-V6-Ottomotor mit einem 90 kW und 440 Nm starken Elektromotor. Dazu kommt eine 9-Gang-Automatik, die den Wandler, die Trennkupplung und die E‑Maschine zusammenfasst. Der S 560 e kommt rein elektrisch rund 50 Kilometer weit.

Mercedes S 560 e Plug-in-Hybrid Foto: Daimler
Der Hybridantrieb des S 560 e kombiniert die 367 PS des V6-Ottomotors mit 90 kW elektrischer Leistung.

Entscheidend dafür ist die auf 13,5 kWh gesteigerte Nennkapazität der neuen Lithium-Ionen-Batterie bei gleicher Batteriegröße. Die Leistungselektronik ist jetzt im Motorraum untergebracht. Die neue Batterie hat trotz des um ca. 50 Prozent gestiegenen Energieinhalts geringere Abmessungen als beim Vorgänger. So steigt das Kofferraumvolumen von 395 auf 410 Liter. der Normverbrauch wird mit 2,1 Liter angegeben. Den Spurt von Null auf 100 km/h soll die Hybrid-S-Klasse in 5,0 Sekuden schaffen, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h erreicht. Der Grundpreis für die Hybrid-S-Klasse liegt bei 96.065 Euro. Bestellt werden kann der S 560 e ab Oktober 2018.

Sitzprobe in der neuen S-Klasse

Es ist zwar keine neue Mercedes-S-Klasse, die da auf der Shanghai Autoshow unter dem Premierentuch hervorgefahren ist, allerdings zeigt sie sich umfassend erneuert. Zu den Highlights zählt eine von Grund auf neue Motorenpalette, Features für autonomes Fahren sowie noch mehr Komfort und Wellness im Innenraum. Wir saßen bereits drin, in der neuen S-Klasse von Mercedes.

Man hört es ja bei quasi jeder Neuerscheinung: Dieses Auto ist viel sportlicher. So viel Sportlichkeit, wie sie in der Automobilbranche versprochen wird, gibt es in der ganzen Bundesliga nicht. Doch bei der S-Klasse ist das anders. Sie wird nicht als herausragender Sportler verkauft, zumindest nicht in Präsentationen. Denn wie es sich für so ein Flagschiff gehört, soll es ja für sich selbst sprechen. Wer hinter dem neu gestalteten Dreispeichen-Steuer Platz nimmt, fühlt sich auch in der Maybach-Ausführung, wie ein sportlicher Pilot. Das Cockpit umschließt den Fahrer, ohne ihn einzuengen. Man hat genau so viel Platz, wie nötig. Die Bedienelemente gliedert Mercedes in eine saubere Reihe, und sorgt so für ein aufgeräumtes Ambiente. Rundherum ist die Sicht gut. Lediglich die geringe Größe der Heckscheibe, heißt die 360-Grad-Kameraüberwachung als Augenersatz herzlich willkommen.

Mercedes S-Klasse Facelift Shanghai 2017 Sitzprobe Foto: Natalie Diedrichs
Die Platzverhältnisse auf den hinteren Rängen sind mehr als üppig. Der Fahre ist dagegen kompakt untergebracht.

Doch was vorne straff-sportlich wirkt, ist hinten eine andere Welt. Die Platzverhältnisse bewegen sich selbstbewusst in Richtung Konferenzraum – sowohl nach vorne, als auch nach oben. Durch die Breite der Mittelarmlehne könnte man sich sogar von etwaigen Mitfahrern buchstäblich fern halten. Immer wieder ein schönes Detail: Wenn die Lese-Leuchten betätigt werden, dann gehen diese nicht vulgär an oder aus, sondern dimmen sich sanft in den gewünschten Zustand.

Facelift Mercedes S-Klasse bekommt neues LED-Licht

Das Design des Luxusliners wird nur marginal modifiziert. Die größte Änderung zeigt sich an der Front. Alle Modelle erhalten eine neue Kühlerverkleidung, die je nach Motorisierung in unterschiedlicher Form mit Lamellen und senkrechten Stäben bestückt wird. Neu sind auch die optionalen Multibeam-LED-Hauptscheinwerfer mit den markanten drei LED-Tagfahrlichtstreifen. Dieses System erlaubt es dem Fahrer, permanent mit Fernlicht zu fahren – je nach Verkehrssituation werden einzelne LED-Einheiten abgeschaltet, um zum Beispiel den Gegenverkehr nicht zu blenden. Des Weiteren werden über das System Fußgänger am Straßenrand oder Tiere besonders hervorgehoben. Zu erkennen sind die neuen Scheinwerfer an den drei LED-Streifen. Modifiziert werden bei der Modellpflege auch die Stoßfänger vorne und hinten. Ebenso neu ist der vordere Stoßfänger mit ausgeprägten Lufteinlässen. Am Heck fallen die neuen LED-Leuchten mit Schlusslicht in Kristalloptik sowie die neuen Heckschürzen mit integrierten, sichtbaren Endrohrblenden auf.

Mercedes S-Klasse Facelift 2017
Erster Blick auf den Luxusliner 1:47 Min.

Neues Lenkrad, neues Touchpad

Während sich das Äußere des Mercedes S-Klasse im Zuge des Facelifts kaum ändert, legen die Mercedes-Ingenieure und -Designer im Innenraum kräftiger Hand an. Die beiden neuen, hochauflösenden Displays mit jeweils 12,3 Zoll Bilddiagonale verschmelzen optisch unter einem gemeinsamen Deckglas zu einem Widescreen-Cockpit und betonen damit als zentrales Element die horizontale Ausrichtung des Interieur-Designs, der Rahmen entfällt. Außerdem können die Insassen in Zukunft sämtliche Systemfunktionen auch über ein neu gestaltetes Dreispeichenlenkrad und dessen berührungssensitive Schaltflächen bedienen. Dies solle intuitiv und problemlos funktionieren, wie Daimler-Entwicklungschef Ole Kallänius verspricht. Zusätzlich lässt sich das Infotainmentsystem über das Touchpad mit Controller in der Mittelkonsole oder die Sprachsteuerung bedienen. Neu ist auch die Bedienung des Tempomats über Bedienelemente direkt am Lenkrad.

Mercedes S-Klasse Foto: Daimler
Blick ins neue Cockpit.

Neu ist auch die Energizing-Komfortsteuerung, die verschiedene Komfortsysteme miteinander vernetzt. Sie nutzt gezielt Funktionen der Klimaanlage (einschließlich Beduftung) und der Sitze (Heizung, Belüftung, Massage), der Flächenheizung sowie Licht- und Musikstimmungen und ermöglicht je nach Stimmung oder Bedürfnis des Kunden ein spezielles Wellness-Set-up. So spielt die S-Klasse im „Vitality“-Setup beispielsweise Songs mit schnelleren Beats und taucht die S-Klasse in ein sattes Rot, während die Joy-Einstellung mit sonnengelben Farbakzenten für fröhliche Gemüter sorgen soll.

Auch die Motorrange der Mercedes S-Klasse wird beim Facelift überarbeitet. Der Vierliter-Biturbo-V8 mit Zylinderabschaltung im S 560 4-Matic leistet 469 PS und 700 Nm. Im S 63 AMG 4-Matic+ ersetzt der Vierliter-V8-Biturbo mit 612 PS den alten 5,5-Liter-Achtzylinder. Neu in die AMG-S-Klasse rutscht damit auch die Neungangautomatik. Topmodell bleibt der S65 mit 630 PS und 1.000 Nm. In den Modellen S 350 d 4Matic und S 400 d 4Matic erlebt der neue Reihensechszylinder-Diesel seine Premiere in zwei Leistungsstufen mit 286 PS und 600 Nm sowie 340 PS und 700 Nm.

Neue Sechszylinder mit elektrischem Zusatzverdichter für die Mercedes S-Klasse

Dazu sollen sich später noch die neun Reihensechszylinder-Benziner, die neben herkömmlicher Turboaufladung auch mit einem integrierten Startergenerator sowie einem elektrisch angetriebenen Verdichter besitzen, gesellen. Erstmals wird das 48-Volt-Bordnetz eingeführt und Starter-Generatoren ersetzen die konventionelle Lichtmaschine und den Anlasser. Mercedes verspricht für die Benziner 408 PS und 500 Nm Drehmoment.

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Assistenzsysteme können mehr

Die neue Mercedes S-Klasse wird auch mit einem stark erweiterten Funktionsumfang der Fahrassistenz-Systeme an den Start gehen. Ausgestattet mit verbesserten Kamera- und Radarsystemen kann die neue S-Klasse künftig bis zu 250 Meter vorausschauen und das Verkehrsumfeld deutlich besser überwachen. Zu den neuen Funktionen zählen unter anderem ein aktiver Abstands-Assistent und ein aktiver Lenk-Assistent. Bei Kurven, Kreisverkehren oder Kreuzungen wird automatisch die Geschwindigkeit angepasst. Gesteuert wird das System per Kamera- und Navigationsdaten. Der Abstands-Assistent arbeitet im Tempobereich von 0 bis maximal 210 km/h und hält dabei nicht nur den Abstand zum Vorausfahrenden, sondern fährt auch abseits der Autobahn jetzt deutlich öfter automatisiert.

Mercedes S-Klasse Erlkönig Foto: Daimler
Die neue S-Klasse kann auf Knopfdruck überholen.

Zusätzlich wird der aktive Spurwechsel-Assistenten überarbeitet. Künftig reicht ein Antippen des Blinkerhebels, um die S-Klasse zum Spurwechsel zu animieren, wenn die Nebenspur frei ist.

Zum neuen Fahrassistenz-Paket gehören unter anderem folgende Funktionen:

  • Der Aktive Abstands-Assistent Distronic nutzt erheblich mehr Karten- und Navigationsdaten und kann den Fahrer in einer Vielzahl von Situationen streckenbasiert unterstützen und die Geschwindigkeit komfortabel anpassen.
  • Der Aktive Lenk-Assistent wurde in seiner gesamten Leistungsfähigkeit spürbar verbessert und damit der Kundennutzen deutlich gesteigert.
  • Der Aktive Spurwechsel-Assistent wurde erheblich verbessert. Jetzt genügt ein Antippen des Blinkers für das Einleiten des Spurwechsels. Innerhalb der nächsten zehn Sekunden wird dieser mit entsprechender Anzeige im Kombiinstrument durchgeführt, wenn ergänzend zum Fahrer die Sensorik keine Fahrzeuge im relevanten Sicherheitsbereich erkannt hat.
  • Der Aktive Nothalt-Assistent bremst das Fahrzeug während der Fahrt mit Aktivem Lenk-Assistenten kontrolliert bis zum Stillstand ab, wenn das System erkennt, dass der Fahrer dauerhaft nicht ins Fahrgeschehen eingreift.
  • Staufolgefahren: Im Stop&Go-Verkehr auf Autobahnen und autobahnähnlichen Straßen sind jetzt Stopps bis zu 30 Sekunden möglich, innerhalb derer die S-Klasse automatisch wieder anfährt und dem vorausfahrenden Verkehr folgt (in Verbindung mit Aktivem Park-Assistent).
  • Verkehrszeichen-Assistent: Durch Bilderkennung und Informationen der digitalen Straßenkarte des Navigationssystems werden die zulässige Höchstgeschwindigkeit und eventuell gültige Überholverbote für den aktuellen Streckenabschnitt angezeigt. Die gefahrene Geschwindigkeit wird mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit verglichen. Bei entsprechender Einstellung durch den Fahrer wird die Überschreitung durch eine optisch/optisch-akustische Warnmeldung signalisiert. Zusätzlich werden Einfahrverbote erkannt. Weiterhin erfolgt eine Warnung vor erkannten Personen im Bereich von Zebrastreifen.
  • Der Remote Park-Assistent ermöglicht dem Fahrer, in Abhängigkeit von der jeweils geltenden Straßenverkehrsordnung, das Fahrzeug bei engen Parklücken oder Garagen via Smartphone von außen so zu rangieren, dass ein einfaches Ein- und Aussteigen möglich ist. Das Fahrzeug kann dabei vorwärts und rückwärts in Längs- und Querparklücken eingeparkt werden. Ausparken aus Querparklücken ist ebenfalls möglich, z.B. falls das Fahrzeug nach Rückkehr des Fahrers zugeparkt wurde. Im Explore-Modus kann das Fahrzeug bis zu fünfzehn Meter vorwärts oder rückwärts geradeaus manövriert werden und dabei an erkannten Hindernissen mit geringen Lenkkorrekturen vorbeifahren.
  • Das Magic Body Control-Fahrwerk wird um die Curve-Funktion erweitert. Damit erkennen die Kameras nicht nur nahende Bodenwellen, sondern auch Kurven und neigt die Karosserie um bis zu 2,65° zum Kurveninneren.

Neue S-Klasse ab 84.639 Euro

Die neue Mercedes S-KLasse kann ab sofort bestellt werden, zu den Händlern rollt sie ab dem 22. Juli. Die Preise für die neue Mercedes S-Klasse starten ab 84.639 Euro für den S 350 d. Dessen Allradversion S 350 d 4Matic ist ab 88.447 Euro zu haben (langer Radstand ab 87.911 respektive ab 91.719 Euro für den 4Matic). Der S 400 d kostet ab 89.399 Euro, die 4Matic-Variante kostet ab 93.207 Euro (langer Radstand abn 92.671 Euro respektive 96.497 Euro für den 4Matic). Wer mit dem S 450 liebäugelt, muss wenigstens 92.255 Euro investieren. Dessen Allradversion kostet ab 96.063 Euro. Die Langversion ab 95.884 Euro, der lange Allradler ab 99.692 Euro. Für den S 500 startet die Preisliste bei 102.560 Euro (Langversion: 105.345 Euro). Der S 560 kostet wenigstens 110.152 Euro, die 4Matic-Version mindestens 113.960 Euro (langer Radstand ab 113.187 Euro respektive ab 116.995 Euro für den 4Matic) und das Modell AMG S 63 4Matic, das es nur in der Langversion gibt, kostet wenigstens 160.293 Euro. Ebenfalls nur in Langversion wird der S 600 angeboten. Hier nennt die Preisliste einen Grundpreis von 165.951 Euro. Nicht nur Preislich das Top-Modell ist der lange AMG S 65 und er kostet ab 237.346 Euro. Und der Maybach? Der ist nur als 560er zu haben und kostet ab 143.508 Euro. Die Maybach-Version wird frühestens ab dem 4. Quartal 2017 ausgeliefert.

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