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Neuer Porsche 911 (992) ab 2018

Alle Infos zur neuen Sportwagen-Generation

Der neue Porsche 911 der Baureihe 991 ist bereits seit 2011 auf dem Markt und hat 2015 ein Facelift erhalten. 2018 folgt der neue Elfer als Version 992 dann auch mit Hybridantrieb. Auf Instagram ist jetzt ein Bild ohne Tarnung aufgetaucht – Porsche legt außerdem mit eigenen Bildern nach.

26.06.2018 Holger Wittich, Uli Baumann, Gerd Stegmaier Powered by

Für das Modelljahr 2019 (Einführung Spätsommer 2018) ist die neue Generation des Elfers bereits in Arbeit. Der neue Porsche 911 (992) wurde erstmals bei Wintertests mit der neuen Karosserie erwischt. Dann drehte der Elfer seine Testrunden auch auf der Nordschleife des Nürburgring. Und am 19.2. 2018 tauchte auf Instagram das Foto eines ungetarnten 911 auf. Porsche selbst kontert mit eigenen Erlkönigbildern, gibt aber zu dem Instagram-Post keinen Kommentar ab.

Porsche 911 leak 992 Instagram Foto: leak Instagram
Auf dem Foto ist die Frontpartie in Wandspiegeln zu erkennen.

Dennoch ist sich die Redaktion einig: Es handelt sich um ein Auto der neuen Baureihe 992. Das wird unter anderem davon gestützt, dass die Fahrzeugfront in einem Wandspiegel zu erkennen ist und die Lufteinlässe unter dem Stoßfänger gut zu denen passen, die auf Erlkönigbildern zu erkennen sind.

Das trifft auch für die Form des Spoilers zu, der erheblich weiter in die Radhäuser greift, als beim 991 (nicht Turbo) – genau das ist auch auf den Erlkönigfotos zu erkennen. Die Heckschürze passt trotz wohl Tarnversuche geschuldeten Abweichungen ebenfalls zu den Aufnahmen von Prototypen auf Testfahrt: Wenn es nach dem Foto vom ungetarnten Auto geht, wandert das Nummernschild nach unten, zwischen die Auspuffendrohre (auf dem Foto: vier).

Porsche 911 992 Retusche Foto: Christian Schulte
So dürfte der neue Porsche 911 kommen.

Das lässt die Heckschürze erheblich wuchtiger wirken als beim aktuellen Modell und dürfte Versionen wie GT2 oder GT3 die Möglichkeit rauben, dicke Endrohre zentral aus der Heckschürze austreten zu lassen. Schwer einordnen lassen sich indes der Heckverlauf und die nahezu waagrecht verlaufenden Lüftungsschlitze, die seltsam geschlossen aussehen. Das ganze Heck wirkt flacher und auch länger. Das lässt Raum für Spekulationen: Steht hier schon das Hybridmodell? Rückt der Boxer in eine Quasi-Mittelmotorposition? Oder ist das ganze Auto nur ein gut getarnter Mission E? Bis sich das klären lässt, halten wir uns an das, was wir bereits wissen.

Zwei Plugin-Hybrid-Modelle kommen

Die neue achte Generation des Porsche 911 (992) wird auf der neuen Sportwagenplattform von Porsche aufbauen. Sie erlaubt eine flexiblere Integration von Antrieben und Fahrwerkskomponenten. Die Plattform trägt in der Folge ebenfalls den neuen Audi R8 sowie den Nachfolger des Aventador.

Auch wird es erstmals einen Hybrid-Antrieb in dem legendären Sportwagen geben. Seine Reichweite soll bei 30 bis maximal 50 Kilometer liegen. Klarer Hinweis: Unter einer Abklebung auf den linken Kotflügel früher Prototypen scheint irgendeine Klappe verborgen zu sein – die Ladesteckdose? Denn in der Planung sind mit der neuen Generation gleich zwei Plugin-Hybrid-Modelle. Eine Version soll ein wenig über dem Porsche 911 Carerra positioniert sein und sich die Technik vom Porsche Cayenne E-Hybrid ausleihen. Entsprechend würde das Hybrid-Modul mit E-Motor zwischen Motor und Getriebe positioniert sein. Der Porsche 911 E-Hybrid wird als Allrad-Modell ausgeführt sein.

Ein zweiter Hybrid-911 soll stärker ausfallen und den konventionellen Turbo-Modellen zur Seite gestellt werden. Ähnlich ist die Strategie aktuell in der Panamera-Baureihe mit E-Hybrid und Turbo S E-Hybrid. Allerdings kämpft Porsche laut Erhard Mössle, Gesamtprojektleiter Porsche 911, beim Plug-in-Hybrid mit Platzproblemen. In einem Interview mit „Car and Driver“ sagte Mössle: „Wir habe viele Probleme, die es zu lösen gilt.“

Als große Herausforderung gelte es, das Akku-Paket im neuen 911 unterzubringen, aber auch das Batteriegewicht zu reduzieren. Einem reinen Elektro-911 erteilte er mittelfristig einen klare Absage: „Wenn es ihn gibt, dann in einer sehr weiten Zukunft.“

Kein Vierzylinder im neuen Porsche 911

Ansonsten dürften die Aggregate ein wenig weiter in die Fahrzeugmitte rutschen, der Heckantrieb bleibt gesetzt, die Allrad-Versionen sind ebenso vorauszusehen wie die S-, GTS- und GT3-Modelle. Motorseitig dürfte der aktuelle 3.0-Liter-Turbo-Boxer zum Einsatz kommen, ebenso weitere Leistungsausbaustufen – entsprechend bei Leistung und Verbrauch angepasst. So wird die Basisversion an der 400-PS-Marke kratzen, die S-Modelle gehen auf die 450 PS zu. Einen Einsatz der Vierzylinder-Boxer wie etwas den 2,5-Liter-Boxer aus den 718-Modellen hatte Ex-Porsche-Entwicklungsvorstand Hatz unlängst eine klare Absage erteilt. Ebenso klar wird sein, die GT-Versionen erhalten keine Saugmotoren mehr und manuelle Schaltgetriebe wird man im 992 vergeblich suchen.

Die Erlkönig-Bilder präsentieren auch einen neuen, über die ganze Heckbreite laufenden, dreiteiligen, elektrisch anstellbaren Spoiler, dessen Außenelemente die neue Heckleuchten mit durchgehendem 3-D-LED-Lichtband überflügeln. Die neue Motorhaube geht diesmal geradlinig bis zur Stoßstange. Das hintere Seitenfenster ist stark getarnt und scheint eine neue Form zu bekommen.

Der neue Elfer bekommt ein digitales Cockpit

Porsche 911 Erlkönig mit Innenraum Foto: Stefan Baldauf
Erster Blick ins Cockpit des neuen Porsche 911: Zu erkennen, der zentrale Drehzahlmesser und der Tacho daneben.

Die neuesten Fotos erlauben nun auch einen ersten Einblick in den Porsche 911: Zu sehen ist ein neu gestaltetes Lenkrad mit drei Speichen und Schaltknöpfen sowie mit einem kleinen runden Pralltopf. Dahinter ist trotz des stark getarnten Innenraums das Cockpit zu erkennen. Es bleibt bei dem mittig angeordneten Drehzahlmesser. Der ist allerdings künftig das einzige analoge Instrument, alle anderen Anzeigen erfolgen digital. Zudem wird das Kombiinstrument mit dem danebenliegenden Zentralbildschirm flächig verschmolzen. Die Technik dahinter dürfte aus den Regalen von Volkswagen stammen. Hier bieten die Wolfsburger unter anderem beim Audi TT ein komplett digitales Cockpit an. So wird das Display im Cockpit größer, vier der fünf Anzeigen sind digital ausgeführt, der Monitor in der Mittelkonsole wächst.

Deutlich breitere Spur an beiden Achsen

Die frühen Erlkönige waren mit schmalen Karosserieversion mit mächtigen Radlaufverbreiterungen unterwegs, dann wurde auch die Breitbauvariante mit ebenfalls verbreiterten Radläufen von unserem Erlkönig-Jäger abgeschossen. Mit den am Muletto aufgeklebten Klötzchen und Radlaufverbreiterungen wollte Porsche vermutlich dynamisch die Freigängigkeit verschiedener Bauteile testen.

Porsche-Neuheiten bis 2025Zukunftsmodelle der Sportwagen-Schmiede

In dieser frühen Phase hat Porsche auch schon die Reifenhersteller Pirelli und Goodyear/Dunlop in die Entwicklung eingebunden. Augenfällig am Erlkönig des schmalen Porsche 911 ist die stark verbreiterte Hinterachse, obwohl der Versuchsträger 20 Zöller mit Reifen der Dimension 305/30 aufgezogen hat. Diese Rad/Reifenkombination wird derzeit bei 991 ebenfalls verwendet. Die breite Karosserievariante scheint auch an der Vorderachse auf eine breitere Spur zu setzen. Hier legt der 911 um wenige Millimeter zu, während er in der Länge nochmals zwei Zentimeter (jetzt 4,52 Meter) draufpackt. Alleine beim Modellwechsel 997 zu 991 kamen sechs Zentimeter drauf. Apropor drauf: Auch beim Gewicht wird der neue Porsche 911 (992) erneut zulegen. Kein Wunder, setzt Porsche auch auf mehr Assistenz- und Infortainmentsysteme und mehr Komfort.

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Neuester Kommentar

Was AMS hier über den kommenden Hybrid Antrieb im 911 schreibt ist reine Spekulation, zumal Dr. Erhard Mössle schon seit 2 Jahren im Ruhestand ist.

dramababy 27. Juni 2018, 11:47 Uhr
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