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Toyota GR Supra Racing Concept (2018)

Comeback einer japanischen Legende

Auto Salon Genf 2018

Toyota und BMW hatten sich bereits 2012 unter anderem auf die gemeinsame Entwicklung eines Sportwagens für beide Marken geeinigt. Lange wurde der Sportwagen als Supra-Nachfolger gehandelt. Jetzt auf dem Genfer Auto Salon hat eine erste Studie Premiere.

06.03.2018 Uli Baumann, Holger Wittich Powered by

Über eine Entscheidung, ob Toyota den 2002 ausgelaufenen Modellnamen mit dem neuen Sportwagen wieder aufleben lässt, wurde lange spekuliert. „Gut möglich, dass diese erst eine Woche vor der Weltpremiere fällt“, sagte ein Toyota-Manager. Spekulationen, dass Toyota mit dem neuen Sportcoupé den wohl legendärsten Namen der eigenen Modellgeschichte wieder aufleben lässt – den Toyota 2000 GT, der in seiner Urform von 1967 bis 1970 gefertigt wurde, haben sich als nicht korrekt erwiesen.

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Premiere in Genf und bei Gran Turismo

Toyota GR Supra Racing Concept (2018) Auto Salon Genf Foto: Toyota
Die Rennwagen-Studie erscheint im April 2018 bei Gran Turismo.

Fix ist nun: Der Supra wird unter dem Racing-Label „Gazoo“ von Toyota vertrieben. Eine erste Version steht als Studie auf dem Genfer Auto Salon: Das GR Supra Racing Concept können Fans schon lange vor dem Serienauto fahren – wenn auch rein virtuell. Denn das Concept Car erscheint im April 2018 bei Gran Turismo. Das Serienauto soll Ende 2018 auf den Markt kommen.

Die Startnummer der Studie ist ein Hinweis auf die Supra-Historie: 90 wäre die logische nächste Ziffer bei der internen Bezeichnung eines Supra-Nachfolgers. Die erste Supra kam 1978 als Celica-Topmodell auf den Markt, sie heißt intern A40. Die nächste Generation A60 kam 1981, die A70 folgte 1986 und die A80 dann 1993.

Rennwagen-Studie

Die 4,57 Meter lange Genf-Studie ist als Rennwagen gebaut: Dicke Kotflügel verbreitern die Karosserie auf zwei Meter und schaffen Platz für Michelin-Rennreifen auf BBS-Schmiederädern mit Zentralverschluss. Die Räder stecken an seriennahen Achsen, die Rennbremsen kommen von Brembo. Diverse Flügel und der Diffusor sind aus Verbundstoffen gefertigt, die Seiten- und Heckscheiben bestehen aus leichtem Kunststoff.

Drinnen gibt es keinerlei Hinweise auf eine mögliche Serienoptik, dafür jede Menge Renntechnik: Das Lenkrad ist per Schnellverschluss abnehmbar, ein in Kohlefaser gefasstes Dashboard liefert dem Fahrer nötige Informationen. Feuerlöscher, Überrollbügel und Mehrpunkt-Sicherheitsgurt sind Pflicht. Elektronik, Kabel und Schläuche entsprechen FIA-Standards.

Toyota 2000 GT mit BMW-Motoren und nur als Coupé

Die Toyota-Version des BMW hat kein Faltdach aus Textil wie der Z4, sondern kommt ausschließlich als zweisitziges Coupé. Die Motoren übernimmt Toyota von BMW. Den Supra wird es demnach mit den leistungsstarken Vierzylinder-Aggregaten mit zwei Litern Hubraum und 184 und 252 PS Leistung geben. Zur Wahl stehen ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe und eine Achtstufenautomatik. Möglicherweise gibt es den Toyota auch mit einem 360 PS starken Sechszylinder von BMW. Der markentypische Hybridantrieb ist für den Supra dagegen nicht vorgesehen. Das würde zu starke Veränderungen der Fahrzeugarchitektur mit sich bringen, die BMW nicht mittragen will.

Toyota Supra Erlkönig Foto: Stefan Baldauf
Erster Blick ins Supra-Cockpit.

Einen Ausblick auf das Design des Toyota Supra gab es mit der FT-1-Studie auf der Detroit Motor Show 2014. Für den Supra bedeutet das: langgestreckte Motorhaube, knappe Überhänge und ein knackiges Bürzel am Heck. Dazu ein Dach im Double-Bubble-Stil. Im Modellprogramm der Japaner wird er sich klar über dem GT86 einsortieren.

Erste Blicke in den Innenraum offenbaren ein Cockpit im typischen BMW-Stil. Das Multifunktionslenkrad trägt zwar ein Toyota-Logo, der Wählhebel für die Automatik sowie die iDrive-Steuerung stammen eindeutig aus dem BMW-Regal.

Gebaut werden soll der Toyota Supra übrigens parallel zum BMW Z4 bei Magna-Steyr in Österreich.

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Neuester Kommentar

@Liz602 "... Ein Hybridauto zu entwickeln ist deutlich einfacher als ein Benzin oder Dieselgetrieben Auto. ..."

Das würde ich im Falle des leistungsverzweigten Hybrids von Toyota mal stark bezweifeln.

Toyota sollte lieber mit Subaru zusammen den GT86/BRZ weiterentwickeln und den z. B. mit einem schönen einem 4-Zylinder Boxer-Turbo oder gar einem 6-Zylinder Boxer anbieten. Kaum nachvollziehbar, dass man unter dem Namen Toyota einen Z4 anbieten möchte. Aber den Gewinn wird es sicherlich steigern.

ExigeE265 17. Januar 2018, 07:51 Uhr
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