Neuer VW-Bus T7 (2020)

Hier rollt der erste Bus-Prototyp

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Volkswagen wird 2019 die neue Generation des VW Bus T7 vorstellen. Derzeit testen die Wolfsburger noch unter der modifizierten Karosserie des aktuellen Modells. Unserem Erlkönig-Fotograf ist der T7 dabei in die Fotofalle gegangen.

Seit 2015 ist der VW T6 in Deutschland am Start, dabei ist der VW Bus nichts anderes, als eine Faceliftversion des T5, der bereits seit 2003 mit einer eigens entwickelten Plattform auf dem Markt ist. Mit dem T6 hatte VW dem Modell einige optische Änderungen verpasst, so unter anderem eine neue Frontpartie mit veränderten Scheinwerfern und eine modifizierte Heckklappe sowie andere Heckleuchten. Auch im Innenraum gab es ein Update – hier spendierte VW dem T6 einen neuen Armaturenträger, ein neues Lenkrad sowie diverse neue Assistenzsysteme.

Neuer VW T7 auf MQB

Doch zurück zum T7. Beim neuen Bus sind die Fragestellungen hinsichtlich der technischen Plattform noch komplizierter als bisher, wo der Zielkonflikt vor allem von den unterschiedlichen Anforderungen an Nutzlast und Gesamtgewicht aus dem Pkw- und Nutzfahrzeugbereich herrührte. Gerade beim Transporter tritt die Abgasthematik noch weiter in den Vordergrund: Der VW Transporter wird besonders viel im urbanen Bereich eingesetzt und gerade da drohen Fahrverbote und Auflagen – hinter der Zukunft der in diesem Segment bisher dominierenden Diesel steht daher ein großes Fragezeichen. Es könnte daher gut sein, dass der T7 in der zweiten Jahreshälfte 2020 erst als Elektroauto kommt. Ein BEV-Transporter soll wohl etwa 450 Kilometer Reichweite haben – für den Lieferverkehr im Stadtbereich völlig ausreichend.

Aber auf welcher Plattform soll der T7 stehen? Sollen Bus und Transporter auf derselben stehen? Sollen BEV und konventionelle Varianten dieselbe nutzen? Ist ein BEV-Bus auf T7-Basis überhaupt sinnvoll, wo doch die Pkw-Versionen eher für die weiteren Strecken genutzt werden? Außerdem gibt es ja ab 2022 den I.D. Buzz als BEV-Bus. Der nutzt den neuen Modularen Elektrobaukasten (MEB). Aber taugt der für die hohen Nutzlasten des T7-Transporters?

Der Pkw-T7 dürfte erstmals auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) der Marke basieren, was die Modellplanung deutlich einfacher machen würde. Der große US-SUV Atlas zeigt, dass der MQB auch ein 5-Meter-Auto mit Allradantrieb tragen kann. Außerdem ist der MQB grundsätzlich auch elektrofähig – siehe e-Golf. Mit dem dann verbauten Modularen Elektronikbaukasten kann der T7 auch im Innenraum in der Moderne ankommen. So werden die aus dem Golf und Co. bekannten Infotainment- und Assistenzsysteme – teilweise gesteuert via Touchscreen – Einzug halten. Auch ein 48-Volt-Bordnetz wird mit dem T7 eingeführt – das ist unerlässlich, um die Antriebe des Bus zu elektrifizieren. Neben Plugin-und Mild-Hybriden gibt es auch in der neuen Generation Vorderradantrieb beziehungsweise den 4-Motion-Allradantrieb.

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Dazu gesellen sich konventionelle Benziner und Diesel-Aggregate – aber auch Erdgas-Versionen. Gewerbetreibende, die konventionelle Antriebe suchen, könnten auch nach der Einführung des T7 noch für ein paar Jahre mit dem produktaufgewerteten T6 als Pritschen-, Kasten- oder Transporter-Modell für schwerere Lasten vorlieb nehmen müssen. Denn ein MQB-T7 hätte irgendwo Grenzen. Die MQB-Plattform dient dafür künftig als Grundlage für die neuen Sharan- und Caddy-Modelle.

Der nun abgeschossene Erlkönig lässt auch Gerüchte über eine andere Plattform ins Kraut schießen. So zeigt sich der Prototyp mit einer deutlich längeren Motorhaube, zurückversetzter Fahrgastkabine und größeren Überhängen. Außerdem ist an der Seite im hinteren Bereich eine weitere „Tank-Klappe“ zu sehen, hier dürfte sich die Ladebuchse befinden.

Kein Längsbaukasten für den T7

Insbesondere die verlängerte Motorhaube soll nach Meldungen ein Indiz dafür sein, dass sich darunter ein längs eingebauter Motor befindet, entsprechend auch der T7 auf dem Modularen Längsbaukasten (MLB) der Marke aufbauen wird. Nach unserer Recherche bleibt es indes beim in der Basis frontgetriebenen MQB-T7, der auf dieser Plattform deutlich platzsparender aufbaut – wichtig in dem Segment. Die länger Front ist den zusätzliche Nebenaggregaten, der Technik für diverse Assistenzsysteme (Radar, etc.) und Batterien (48 Volt-Bordnetz) geschuldet. Zudem erlaubt der MQB eine elektrisch betriebene Hinterachse und somit den optionalen Allradantrieb.

Optisch bleibt der T7 seinen Genen treu, der Aufbau ist kastig, funktionell und verfügt wieder über Schiebetüren. An der Front wird es schmale Scheinwerfer geben, dafür wächst der Grill in die Breite.

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