VW T-Cross gegen VW Golf

Ist der Polo-SUV der bessere Golf?

VW Golf und T-Cross Vergleich Teaser Aufmacher Bild Collage 10/2018 VW T-Cross VW Golf 10/2018 VW T-Cross 14 Bilder

Mit dem neuen T-Cross bringt VW die SUV-Version des Polo auf den Markt. Der kleine SUV ist aber groß und stark geworden – etwa so groß und stark, dass es dem Golf auf den Pelz rücken kann? Hier ein erster Vergleich anhand von Daten und Fakten.

Optisch haben der T-Cross und der Golf nicht viel gemein: Der T-Cross ist viel eckiger und deutlich höher: Inklusive Dachreling überragt das SUV den Kompaktwagen um sieben Zentimeter. Allerdings ist der Golf mindestens drei Zentimeter breiter und ordentliche 15 Zentimeter länger. Auch beim Radstand streckt sich der Golf um sechs Zentimeter weiter auf 2,62 Meter.

Innen bieten sowohl der Golf als auch der T-Cross viel Platz. Beide Fahrzeuge sind für bis zu fünf Personen zugelassen und bei beiden lässt sich die Rückbank asymmetrisch geteilt umklappen. Eine serienmäßig in Längsrichtung verschiebbare Rückbank hat aber nur der T-Cross, beim Golf gibt es die nicht mal gegen Aufpreis. Und den ab der zweithöchsten Ausstattung Life umklappbaren Beifahrersitz muss der Golffahrer, ebenfalls ab der zweithöchsten Ausstattung, mit 100 Euro bezahlen. Beim Mindestgepäckraum schlägt der T-Cross mit 385 Litern den Golf, der nur 380 Liter packt. Maximal lässt sich das SUV mit 1.281 Litern Gepäck beladen, der Golf ist mit 1.270 Litern leicht unterlegen.

10/2018 VW T-Cross Foto: VW
Bei T-Cross (Bild) ab der zweithöchsten Ausstattung Life Serie, beim Golf ab der zweithöchsten Ausstattung Comfortline gegen 100 Euro Aufpreis zu haben: Die umklappbare Beifahrersitzlehne.

Grundausstattung ähnlich

Bei der Ergonomie gibt sich VW grundsätzlich keine Blöße, da sind T-Cross und Golf vorbildlich. Aber wie sieht es mit der Ausstattung aus? VW ordnet seine Ausstattungslinien neu und benennt sie um – der T-Cross gehört zu den Ersten, bei dem diese Änderungen wirksam werden. Die Basis nennt sich „T-Cross“, darüber residieren Life und Style. Beim Golf VII heißen die Linien noch Trendline, Comfortline und Highline – beim Golf VIII werden die Level umbenannt. In der Ausstattung „T-Cross“ sind beispielsweise vier Türen, elektrische Fensterheber rundum, ein höhenverstellbarer Fahrersitz, ein Radio, ein 6,5-Zoll-Farbdisplay und elektrisch verstellbare Außenspiegel mit an Bord. Die Trendline beim Golf bietet nur zwei Türen, die hinteren Portale kosten 900 Euro extra. 15-Zoll-Stahlfelgen gehören bei beiden Modellen genauso zur Grundausstattung wie die genannten Ausstattungsmerkmale der T-Cross-Basis.

Luxus-Extras und Fahrwerk-Varianten

Einige kostenpflichtige Extras gibt es nur beim Golf: Eine Massagefunktion für den Fahrersitz, eine Dynaudio-Anlage (für den T-Cross gibt es optional ein Beats-System), eine beheizbare Frontscheibe oder ein elektrisches Panorama-Schiebedach sind beispielsweise nur für den Kompakten zu haben.

Große Unterschiede gibt es bei den Fahrwerken. Während der T-Cross-Fahrer mit dem Serienfahrwerk leben muss, kann sich der Golffahrer zusätzlich für eine adaptive Fahrwerksregelung DCC (auf Wunsch mit Fahrprofil-Auswahl), ein R-Line Sportpaket oder ein Schlechtwegefahrwerk entscheiden.

VW Golf Foto: VW
Der Golf ist ab 18.400 Euro, also 425 Euro teurer als der günstigste T-Cross.

Ähnliche Motorisierungen

Auch wenn der turbogeladene 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner bei beiden Modellen das Einstiegs-Aggregat ist: Beim T-Cross hat der Motor mit 95 PS zehn PS mehr als im Golf. Den 1,5-Liter-TSI gibt es beim T-Cross mit 150 PS, beim Golf kommt noch die etwas schwächere Variante mit 130 PS hinzu. In Sachen Diesel hat der T-Cross-Kunde keine Wahl: Er kann nur den 1,6-Liter-TDI mit 95 PS nehmen. Beim Golf hat dieser Motor 115 PS. Einen rein elektrisch angetriebenen Kompaktwagen liefert VW mit dem e-Golf, der T-Cross ist nur mit den erwähnten Verbrennungsmotoren zu haben. Die Golf-Performance-Varianten GTD, GTI und R-Golf sind wegen der WLTP-Zertifizierung aktuell nicht konfigurierbar – womöglich bleibt dies so bis zur Vorstellung des Golf VIII 2019. Damit entfällt auch der beim Golf R serienmäßige Allradantrieb: Beide Modellreihen sind ausschließlich als Fronttriebler zu haben.

VW T-Cross Foto: Martin Meiners
In der Basismotorisierung mit 1,0-Dreizylinder-Benziner hat der T-Cross (Bild) mit 95 PS zehn PS mehr als der Golf.

Die Kopplung der Motoren an manuelle Fünf- und Sechsgang-Schaltungen oder das Siebengang-DSG sind ebenfalls sowohl beim T-Cross als auch beim Golf vorgesehen.

Preise

Der Basispreis des T-Cross beträgt 17.975 Euro – 425 Euro weniger als beim zehn PS schwächeren Golf.

Fazit

Eine ähnlich gute Ausstattung, mehr Platz fürs Gepäck und ein bisschen mehr Power: Der neue T-Cross macht in der Basisausstattung dem in die Jahre gekommenen Golf das Leben schwer. Klar, bei den höheren Ausstattungen ist der Golf das luxuriösere Auto mit zudem deutlich mehr Möglichkeiten beim Fahrwerk. Aber man merkt, dass der T-Cross als frische Entwicklung auf dem Stand der Technik ist. Der Unterschied wird erst wieder größer, wenn VW 2019 die dann achte Generation des Golf vorstellt.

Technische Daten
VW T-Cross 1.0 VW Golf 1.0 TSI Trendline
Grundpreis 17.975 € 18.075 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4110 x 1558 mm 4258 x 1790 x 1492 mm
KofferraumvolumenVDA 385 bis 1281 l 380 bis 1270 l
Hubraum / Motor 999 cm³ / 3-Zylinder
Leistung 70 kW / 95 PS bei 5500 U/min 63 kW / 85 PS bei 5000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h 180 km/h
Verbrauch 4,8 l/100 km
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