24-Stunden-Nürburgring Projekt 2009

BMW M3 GT4-Fahrer Jörg Müller und Andy Priaulx im Interview

BMW-Werksfahrer Jörg Müller Andy Priaulx Foto: BMW 23 Bilder

Beim 24h-Rennen greifen ins Steuer des seriennahen Straßensportwagens BMW M3 GT4 das sport auto-Duo Marcus Schurig und Jochen Übler sowie die beiden BMW-Profis Jörg Müller und Andy Priaulx. Im Interview verraten die Werksfahrer, wie sieh das Langstreckenrennen angehen.

Jörg und Andy, das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring steht vor der Tür. Wie groß ist die Vorfreude?
Jörg Müller: Ich freue mich tierisch auf die Nordschleife. Es gibt keine andere Strecke, die dem Fahrer so viel abverlangt. Sie wurde nicht von einem Architekten auf dem Reißbrett entworfen, sondern ist perfekt in die Landschaft eingebettet. Das ist für uns Fahrer faszinierend.
Andy Priaulx: Ja, das wird ein großer Spaß. Die Strecke ist fantastisch und die Atmosphäre einmalig. Natürlich stehen wir dort auch unter Druck. Allerdings ist es ein anderer Druck als in der Tourenwagen-WM. Es geht am Ring einfach lockerer zu, was aber nicht heißt, dass die Teams dort nachlässig zu Werke gehen. Mich erinnert die Stimmung immer daran, wie ich mit Bergrennen angefangen habe. Jeder hilft jedem, man verbringt Zeit mit seinen Freunden und betreibt dennoch Rennsport auf hohem Niveau. So soll Motorsport sein.

24-Stunden-Nürburgring Projekt 2009: BMW M3 GT4: Kundensport hat Tradition bei der BMW Motorsportabteilung 3:03 Min.

Ihre Teamkollegen an diesem Wochenende sind Marcus Schurig und Jochen Übler, zwei Motorsport-Journalisten. Ändert sich dadurch etwas an Ihrer Herangehensweise?
Müller: Überhaupt nicht. Wir sind ein Team - und gewinnen oder verlieren zusammen. Da spielt es keine Rolle, ob unsere Teamkollegen Journalisten sind oder Profi-Rennfahrer. Marcus und Jochen kennen sich sehr gut auf der Nordschleife aus und sind keine Schreibtischtäter. Für mich sind sie gleichwertige Teamkollegen.
Priaulx: Das sehe ich genauso. Wir sitzen alle im selben Boot. Jeder muss auf sich selbst aufpassen, dass er keine Fehler macht. Das gilt für Profis und Journalisten gleichermaßen. Wir haben ein gemeinsames Ziel. Um das zu erreichen, gibt jeder sein Bestes.
 
Und was passiert, wenn die Journalisten den Profis bei den Rundenzeiten zu Nahe kommen?
Priaulx: Ich hoffe mal, dass das nicht passiert. Letztlich ist es aber auch nicht so, dass wir als Profis vor Scham im Boden versinken, wenn Marcus oder Jochen eine tolle Runde gelingt. Am Ende wollen wir als Team schneller sein als alle anderen. Da ist jede gute Rundenzeit willkommen.
Müller: Ich würde mich sogar freuen, wenn unsere Kollegen uns richtig einheizen würden. So unwahrscheinlich ist das gar nicht. Denn auf der Nordschleife lassen sich die Rundenzeiten nur schwer miteinander vergleichen. Es herrscht immens viel Verkehr, die Bedingungen können sich von Runde zu Runde ändern. Wenn die Jungs schneller sind als ich, dann bedeutet dies, dass wir als Team mit einem sehr guten Speed unterwegs sind.

Welchen Eindruck hat der BMW M3 GT4 in der Vorbereitung auf Sie gemacht?
Müller: Der Wagen ist auf der Gerade unheimlich schnell. Das Einzige, was ein bisschen fehlt, ist der Abtrieb. GT4-Autos müssen ohne Flügelwerk auskommen und sind deshalb unruhiger zu fahren. Das ist eine neue Herausforderung, und darauf freue ich mich.
Priaulx: Hoher Speed, kein Abtrieb – so lässt sich das Auto in der Tat beschreiben. Es ist ein toller Wagen, der komfortabel zu fahren ist. Das DSC funktioniert klasse, und auf der Gerade an einem Auto nach dem anderen vorbeizuziehen, macht Spaß. Die Dunlop-Reifen funktionieren gut. Man merkt, dass die Dunlop-Ingenieure eine Menge Erfahrung auf der Nordschleife haben und sehr gute Arbeit leisten.
 
Was haben Sie sich für das Rennen vorgenommen?
Müller: Natürlich wollen wir die SP10-Klasse für uns entscheiden. Unsere härtesten Konkurrenten auf dem Weg dorthin sind die Aston Martins. Allerdings fährt man auf der Nordschleife zunächst mal nicht gegen andere Teilnehmer, sondern gegen sich selbst und die Strecke. Man darf sich keinen Fehler erlauben und muss Stint für Stint seinen eigenen Rhythmus finden. Die Rundenzeiten kommen dann von selbst.
Priaulx: Ganz genau. Das wichtigste Ziel lautet, das Auto über die Renndistanz zu bringen. Die Klasse zu gewinnen, haben wir uns vorgenommen. Es geht aber auch darum, den Leuten bei einem solch harten Rennen zu zeigen, wie gut der BMW M3 GT4 ist. Ich bin sicher, dass dieser Wagen auf der Nordschleife eine große Zukunft haben wird.

Weitere Informationen finden Sie im sport auto-Spezial zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

24h-Rennen Nürburgring 2009

Überblick Allgemein
Spannungsgarantie beim Saisonhöhepunkt
Zeitplan und Starterliste
Analyse der Reglementänderungen 2009
Bisherige Sieger des 24h-Rennens
Die Höhepunkte 2009 in Bildern
Freies Training
1. Zeittraining
2. Zeittraining
Top 20 der Startaufstellung
Rennbericht 16 bis 17 Uhr
Rennbericht 17 bis 19 Uhr
Rennbericht 19 bis 21 Uhr
Rennbericht 21 bis 23 Uhr
Rennbericht 23 bis 7 Uhr
Rennbericht 7 bis 9 Uhr
Rennbericht 9 bis 11 Uhr
Rennbericht 11 bis 13 Uhr
Rennbericht 13 bis 15 Uhr
Rennbericht 15 bis 16 Uhr
Titelverteidiger siegt erneut
Rekord-Stunden am Ring
Rennanalyse & Klassen-Sieger
Alles über das Motor Presse Team
Vorstellung der acht Piloten
Freies Training
1. Zeittraining
2. Zeittraining
Stimmen vor dem Start
Probleme beim Motor Presse-Team
Status um Mitternacht
Nach der Nacht: Technische Probleme kosten wertvolle Zeit
Durchhalte-Parolen in der Schlussphase
Stimmen im Ziel
Alles über das sport auto 24h-Projekt
Vorstellung des BMW M3 GT4
Erste Ausfahrt mit dem V8-Renner
Abstimmungsfahrt auf der Nordschleife
Endspurt vor dem Rennen
Donnerstagstraining mit neuem Einsatzfahrzeug
Qualifying ermöglicht Traumstart
Blick auf die Startvorbereitungen
Drama um den BMW M3 GT4
Zielankunft trotz Probleme
BMW M3 GT4 setzt Kundensport-Tradition fort
Abschluss-Besprechung
DriftChallenge auf dem Ring
Die Fans an der Strecke
Die Girls aus der Box
Live Abstimmnung 1 Mal abgestimmt
Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ist ...
... der Jahreshöhepunkt, den man Live erleben muss.
... ein Spektakel, das man besser aus der Distanz betrachtet.
... meine Chance mit den Profis zu fahren.
...interessant wegen den vielen kleinen Privat-Teams.
... ein nettes Rennwochende - nichts Besonderes.
... interessiert mich nicht.
... kenne ich nicht.
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