Alfa bei der Auto e Moto d’Epoca Padua 2011

Alfas wilde Flundern

Alfa Romeo bei der Auto e Moto d'Epoca Padua 2011 Foto: Kai Klauder 32 Bilder

Auf der italienischen Oldtimermesse Auto e Moto d’Epoca in Padua zeigt Alfa Romeo unter anderem drei aufregende Concept Cars auf Basis des legendären Mittelmotorsportwagens 33/2.

Müssen das goldene Zeiten für Alfa Romeo gewesen sein. In den Jahren 1968 und 1969 präsentierten die Italiener drei spektakuläre Concept Cars. Mit der Umsetzung beauftragte Alfa die drei großen Designstudios Pininfarina, Italdesign und Bertone.

Die drei Concept-Cars sorgten Ende der 1960er für Aufsehen, und auch jetzt auf der Oldtimermesse Auto e Moto d’Epoca in Padua (27. bis 30. Oktober 2011) ziehen sie die Besucher an. Schon von weitem grüßen die Autos mit ihren Schmetterlingstüren.

Concept-Cars von Pininfarina, Bertone und Italdesign

Alle drei bauen auf dem Chassis des legendären Alfa Romeo 33/2 auf, und werden auch von dessen Zweilter-V8 mit 233 PS angetrieben. Im Jahr 1968 machte der Carabo den Auftakt für das Triple, der in auffälligem Grün-Metallic mit orangenen Kontraststreifen lackierte Wagen wurde 1968 auf dem Auto Salon Paris präsentiert. Die Farbgebung soll auch an den Namenspatron erinnern, den Käfer Skarabäus. Das Design verantwortete Marcello Gandini für Bertone. Auch bei dem Concept-Car Alfa Romeo Carabo wird Gandinis Vorliebe für Schmetterlingstüren deutlich, die der 1974 als Revolution im Supersportwagenbau bezeichnete Lamborghini Countach übernahm. Doch auch schon mit dem Miura schuf Gandini eine Ikone der Sportwagenwelt. was man dem Carabo nicht ansieht: Er soll in nur zehn Wochen entwickelt und gebaut worden sein.

Ein Jahr später begeisterte der Alfa Romeo 33 Coupé Speciale das Publikum. Pininfarina schuf  eine extrem flache, fließende Form, die stark an den Ferrari 250 P5 erinnert. Von seinem Alfa 33-Concept-Car gibt es zudem eine Roadster-Variante mit mächtigem Heckspoiler, die viele vor allem von dem berühmten Corgi-Spielzeugauto kennen.

Ein weiterer großer Name taucht beim Alfa Romeo Iguana auf: Giorgetto Giugiaro. Der Schöpfer von Iso Grifo, Fiat b850 spider und später dem VW Golf, hatte 1967 die Firma Italdesign gegründet und der Iguana war die erste Auftragsarbeit für Alfa Romeo, die 1969 auf dem Turiner auto Salon für Aufsehen sorgte.

8C und Alfetta-Rennwagen und eine edle Limousine

Neben den drei Concept-Cars zeigt Alfa Romeo in Padua noch den bei Touring karossierte 8C 2900 B Speciale Le Mans von 1938, der mit seinem Achtzylinder-Reihenmotor auf bis zu 240 km/h beschleunigte, den Gran Premio Tipo 159 von 1951, der besser unter dem Namen „Alfetta“ bekannt sein dürfte. Der von Zagato gebaute Monoposto legte mit 425 PS aus seinem 1,5-Liter großen Reihen-Achtzylinder mit 305 km/h noch eine ordentliche Schippe in Sachen Höchstgeschwindigkeit nach. Ruhiger und gediegener lässt es der Alfa Romeo 6C Gran Turismo von 1934 angehen. Die Limousine mit einer Karosserie von Castagna wird von einem 2,3-Liter-Reihensechszylinder mit 76 PS angetrieben und kommt auf rund 130 km/h.

Die Concept Cars und anderen Alfa Romeo-Museumsexponate sind noch bis zum 30. Oktober auf der Auto e Moto d’Epoca in Padua zu sehen.

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