10/2014 - Auto e Moto d'Epoca Padua, Markt Michael Schröder
10/2014 - Auto e Moto d'Epoca Padua, Markt
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Auto e Moto d`Epoca Padua 2014

Berlusconi-Range und viele Alfa

Deutlich weniger Porsche und Mercedes in Padua: Anders als in den letzten Jahren waren Autos aus Zuffenhausen und Bad Cannstatt in diesem Jahr Mangelware auf Italiens größter Klassik-Messe. Zahlenmäßig bildeten Alfa und Fiat das stärkste Kontingent. Weiterhin unverändert jedoch das hohe Preisgefüge – Tendenz stark ansteigend.

Ausnahme oder ein neuer Trend für die kommenden Jahre? Schwer abzuschätzen. Klar ist jedoch: Wer sich mit Kaufabsichten wegen eines Porsche oder Mercedes in diesem Jahr auf den Weg über die Alpen zu Italiens größter Klassik-Messe gemacht hat, wurde vermutlich enttäuscht - das Angebot an der sonst so dominierenden Elfer- oder SL-Fraktion dürfte gelinde gesagt als sehr überschaubar bezeichnet werden. Dafür gab es einen Range Rover aus prominentem Vorbesitz: Einen Range Rover V8 von Silvio Berlusconi. Der Wagen des viermaligen Ex-Ministerpräsidenten glänzt in einem guten Zustand und hat vermutlich kein Gelände gesehen. Der Preis mit mit Verhandlungssache angegeben.

Alfa und Fiat dominieren das Angebot in Padua

Dafür finden sich auf dem Außengelände und in den Hallen auf Paduas altehrwürdigen Messegelände umso mehr Fahrzeuge italienischer Produktion, allen voran die beiden Marken Alfa Romeo und Fiat. "So stark waren diese beiden Hersteller bisher in Padua noch nicht vertreten", freut sich auch der Alfa-Spezialist Hartmut Stöppel aus Bonn, wundert sich jedoch gleichermaßen über das bisweilen absurde Preisgefüge. "Einige Autos kosten auf einmal doppelt so viel wie noch vor ein paar Wochen oder Monaten", erklärt der Fachmann, der die Preise bestimmter Modelle über einen längeren Zeitraum beobachtet hat.

Angesichts der sogenannten „Messe-Preise“ können auch die Besucher bisweilen nur die Köpfe schütteln. Ein Beispiel gefällig? Bitteschön: Der Pokal für das wohl übertriebenste Angebot dürfte in diesem Jahr eindeutig an den Verkäufer eines Alfa 1600 GTA gehen, der für das Auto sagenhafte 300.000 Euro aufruft. Noch Fragen?

Fiat und Lancia nicht offiziell auf der Messe vertreten

Gekauft wird trotzdem, und zwar ab der ersten Minute bereits am Donnerstag, dem Tag für Händler und Fachbesucher. Darunter auch unzählige Gäste aus Deutschland, die offensichtlich auf ein Winter-Schnäppchen hoffen. Deutsch dürfte sich inzwischen zur zweiten Messe-Sprache entwickelt haben - der Trip im Oktober über die Alpen gilt für viele nicht zu Unrecht als perfekter Saisonabschluss.

Was noch aufgefallen ist: Während die Hersteller Mercedes oder VW den PR-Wert einer großen Klassik-Messe längst erkannt haben und verstärkt vor Ort auftreten, sind Fiat und Lancia werksseitig in ihrem Heimatland diesmal überhaupt nicht offiziell vertreten. Licht brennt einzig bei Alfa, deren Messestand immerhin mit drei historischen Modellen geschmückt ist: einer Giulietta Sprint (1964), einem 8 C 2300 tipo „Le Mans“ (1931) und einem P2 Gran Premio (1925).

Was es neben hunderten von Old- und Youngtimern noch zu sehen, oder besser: zu erstehen gibt? Teile, und zwar in allen Kategorien, egal, ob neu oder gebraucht. Dazu natürlich hallenweise Automobila, Literatur sowie Bekleidung. Und für eine Messe ist auch das Essen gar nicht mal so schlecht. Italienisch eben.

Ob ein Tag für Padua reicht? Knapp. Aber es geht.

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